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LinkedIn Ads

LinkedIn Ads sind bezahlte Anzeigen im beruflichen Netzwerk LinkedIn. Sie werden im Kampagnenmanager per Auktion gebucht und lassen sich nach beruflichen Merkmalen wie Jobtitel, Hierarchiestufe, Unternehmen, Branche und Unternehmensgröße ausrichten.

Inhalt dieser Seite
  1. Beispiel aus der Praxis
  2. Welche Anzeigenformate gibt es auf LinkedIn?
  3. Wie richten Sie LinkedIn-Anzeigen auf die richtige Zielgruppe aus?
  4. Was sind Thought Leader Ads?
  5. Wann lohnen sich LinkedIn Ads?
  6. Typische Fehler bei LinkedIn Ads
  7. Häufige Fragen

Beispiel aus der Praxis

Ein Hersteller von Abfüllanlagen will Produktionsleiter und Instandhaltungsleiter in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie erreichen. Auf LinkedIn geben Mitglieder selbst an, wo sie arbeiten, in welcher Position und in welcher Branche. Genau danach richtet der Hersteller seine Anzeigen aus.

Die Zielgruppe ist kleiner und der Klick meist teurer als auf anderen Plattformen. Dafür erreicht die Anzeige fast nur Menschen, die über solche Anlagen mitentscheiden.

Welche Anzeigenformate gibt es auf LinkedIn?

LinkedIn gliedert seine Werbeformate in fünf Gruppen:

  • Sponsored Content im Feed: Einzelbild, Video, Karussell, Dokument, Veranstaltung, Artikel und Newsletter, Stellenanzeigen, Connected-TV-Anzeigen sowie Thought Leader Ads.
  • Sponsored Messaging: Nachrichten- und Konversationsanzeigen im LinkedIn-Postfach.
  • Dynamic Ads: personalisierte Spotlight- und Follower-Anzeigen.
  • Text Ads am Seitenrand der Desktop-Version.
  • Lead Gen Forms: Formulare, die direkt auf LinkedIn mit Profildaten vorausgefüllt werden.

Welche Formate zur Wahl stehen, hängt vom gewählten Kampagnenziel ab. Auch die Abrechnung richtet sich nach dem Ziel, etwa nach Klicks, Impressionen oder versendeten Nachrichten.

Wie richten Sie LinkedIn-Anzeigen auf die richtige Zielgruppe aus?

Die Stärke von LinkedIn Ads liegt in beruflichen Profildaten, die Mitglieder selbst angeben. Kombinieren lassen sich:

  • Berufliche Merkmale: Jobtitel, Berufsfeld, Hierarchiestufe, Fähigkeiten, Unternehmen, Branche, Unternehmensgröße.
  • Interessen beruflicher und privater Art.
  • Matched Audiences: hochgeladene Firmenlisten für Account-based Marketing, Kontaktlisten sowie Retargeting von Websitebesuchern, Videozuschauern oder Personen, die ein Lead-Formular geöffnet haben.

Für Website-Retargeting und Conversion-Messung wird das LinkedIn Insight Tag benötigt, das wie andere Werbe-Tags eine Einwilligung der Besucher voraussetzt. Aus der Praxis: Zu viele gleichzeitig kombinierte Merkmale machen die Zielgruppe so klein, dass die Kampagne kaum ausgeliefert wird oder sehr teuer wird.

Was sind Thought Leader Ads?

Thought Leader Ads sind beworbene Beiträge von Personen statt der Unternehmensseite. Beworben werden können Beiträge von Mitarbeitenden, aber auch von Branchenexperten, Kunden oder Creators, jeweils nur mit Zustimmung der Person, die eine Anfrage erhält und diese annehmen oder ablehnen kann. Einsetzbar sind sie für Ziele wie Markenbekanntheit, Interaktion und Videoaufrufe, als Einzelbild- oder Videobeitrag.

Im Mittelstand eignen sich vor allem Beiträge der Geschäftsführung oder von Expertinnen und Experten aus Technik und Vertrieb. Sie profitieren von einer bestehenden Präsenz als Corporate Influencer, denn beworben werden kann nur, was die Person selbst veröffentlicht hat.

Wann lohnen sich LinkedIn Ads?

LinkedIn Ads lohnen sich, wenn die Zielgruppe beruflich klar abgrenzbar ist und ein einzelner Kunde oder eine Einstellung viel wert ist. Die Klickpreise liegen nach unserer Erfahrung meist über denen anderer Plattformen; belastbare allgemeingültige Richtwerte gibt es nicht, da LinkedIn die Preise per Auktion bildet.

  • Geeignet: B2B-Anbieter mit langen Verkaufszyklen, Account-based Marketing, Leadgenerierung mit Fachinhalten, Webinare, Recruiting von Fach- und Führungskräften.
  • Weniger geeignet: Konsumgüter mit geringem Warenkorb, sehr kleine Budgets, Angebote ohne klaren beruflichen Bezug.

Für Konzeption und Aussteuerung bieten wir eine Social Ads Betreuung an.

Typische Fehler bei LinkedIn Ads

  • Direkt verkaufen wollen: Kaltes Publikum reagiert selten auf „Jetzt Demo buchen“. Fachinhalte, Checklisten oder Webinare senken die Einstiegshürde.
  • Zielgruppenerweiterung ungeprüft: Optionen wie die Zielgruppenerweiterung oder das LinkedIn Audience Network können die Ausspielung über die Kernzielgruppe hinaus öffnen.
  • Lead-Formulare ohne Anschluss: Leads bleiben im Kampagnenmanager liegen, statt automatisch ins CRM und an den Vertrieb zu gehen.
  • Bewertung nur nach Klickpreis: Entscheidend sind Kosten pro qualifiziertem Lead und der spätere Auftragswert.
  • Kein Nachfassen: Ohne Lead Nurturing versanden die Kontakte aus Whitepaper-Downloads.

Verwandte Begriffe

Quellen

Häufige Fragen

Wie funktionieren LinkedIn Ads?

Sie wählen im Kampagnenmanager ein Ziel, definieren die Zielgruppe nach beruflichen Merkmalen, legen Budget und Gebotsstrategie fest und erstellen die Anzeigen. Welche Anzeige erscheint, entscheidet eine Auktion. Abgerechnet wird je nach Ziel nach Klicks, Impressionen oder versendeten Nachrichten.

Wie viel kosten LinkedIn Ads?

Einen festen Preis gibt es nicht, da LinkedIn Anzeigen per Auktion vergibt. Die Kosten hängen von Zielgruppe, Wettbewerb, Format, Kampagnenziel und Anzeigenqualität ab. Die Klickpreise liegen in der Regel über denen anderer Social-Media-Plattformen, was sich bei hohem Kundenwert lohnen kann.

Für wen lohnen sich LinkedIn Ads?

Für B2B-Anbieter mit klar definierter Zielgruppe und hohem Kundenwert sowie für das Recruiting von Fach- und Führungskräften. Weniger geeignet sind Angebote für Privatkunden mit geringem Warenwert.

Welche Anzeigenformate gibt es auf LinkedIn?

LinkedIn bietet Sponsored Content im Feed (Bild, Video, Karussell, Dokument, Event, Thought Leader Ads und weitere), Sponsored Messaging im Postfach, Dynamic Ads, Text Ads und Lead Gen Forms. Welche Formate verfügbar sind, hängt vom Kampagnenziel ab.

Was sind Thought Leader Ads?

Thought Leader Ads sind beworbene Beiträge von Personen statt der Unternehmensseite, etwa der Geschäftsführung, von Fachexperten, Kunden oder Creators. Die Person muss der Bewerbung ihres Beitrags zustimmen. Solche Beiträge wirken persönlicher als klassische Unternehmensanzeigen.

Was sind LinkedIn Lead Gen Forms?

Lead Gen Forms sind Formulare, die sich direkt auf LinkedIn öffnen und mit Profildaten wie Name, Unternehmen und Position vorausgefüllt sind. Das senkt die Hürde für eine Anfrage deutlich. Qualifizierende Zusatzfragen und eine direkte CRM-Anbindung sichern die Qualität der Leads.

Brauche ich das LinkedIn Insight Tag?

Für Conversion-Messung auf der Website und für Website-Retargeting ja. Das Insight Tag ist ein Code-Schnipsel, der Besuche und Aktionen an LinkedIn meldet. Es darf wie andere Marketing-Tags in der Regel erst nach Einwilligung der Besucher geladen werden.

Kann ich mit LinkedIn Ads bestimmte Unternehmen ansprechen?

Ja. Über Firmenlisten in den Matched Audiences lassen sich gezielt Mitarbeitende bestimmter Unternehmen erreichen, kombiniert mit Jobtitel oder Hierarchiestufe. Das ist die Grundlage für Account-based Marketing, bei dem wenige, ausgewählte Zielkunden im Mittelpunkt stehen.

Glossar

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Alle 75 Begriffe
  • CPA (Cost per Acquisition)

    Der CPA (Cost per Acquisition) ist der Betrag, den eine Conversion wie eine Anfrage oder ein Kauf im Durchschnitt an Werbekosten verursacht.

  • CPC (Cost per Click)

    Der CPC (Cost per Click, Kosten pro Klick) ist der Betrag, den ein Werbetreibender für einen Klick auf seine Anzeige zahlt.

  • CPM (Cost per Mille)

    Der CPM (Cost per Mille), auf Deutsch Tausend-Kontakt-Preis (TKP), ist der Preis für 1.000 Einblendungen einer Anzeige.

  • CTR (Click-Through-Rate)

    Die Click-Through-Rate (CTR), deutsch Klickrate, gibt an, wie viel Prozent der Impressionen einer Anzeige oder eines Suchergebnisses zu einem Klick führen.

  • Google Merchant Center

    Das Google Merchant Center ist ein kostenloses Tool von Google, in dem Händler ihre Produktdaten hinterlegen, damit Produkte in Shopping-Anzeigen und kostenlosen Produkteinträgen erscheinen.

  • Meta Ads

    Meta Ads sind bezahlte Anzeigen auf den Plattformen des Meta-Konzerns: Facebook, Instagram, Messenger, Threads und im Audience Network.

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