Inhalt dieser Seite
Beispiel aus der Praxis
Ein Großhändler für Hydraulikkomponenten hatte in einem Monat Werbekosten von 600 Euro für 300 Klicks. Sein durchschnittlicher CPC liegt bei 2 Euro.
Ob sich das lohnt, zeigt der CPC allein nicht. Dafür zählt, wie viele dieser Klicks zu einer Anfrage und schließlich zu einem Auftrag führen.
Was ist der Unterschied zwischen maximalem, tatsächlichem und durchschnittlichem CPC?
In Google Ads und ähnlichen Plattformen gibt es drei CPC-Werte, die oft verwechselt werden:
- Maximaler CPC: das Gebot, also der Höchstbetrag, den Sie für einen Klick zu zahlen bereit sind. Bei automatischen Gebotsstrategien legt das System ihn je Auktion selbst fest.
- Tatsächlicher CPC: der Betrag, der für einen einzelnen Klick berechnet wird. Er liegt oft unter dem Maximalgebot.
- Durchschnittlicher CPC: Gesamtkosten geteilt durch alle Klicks eines Zeitraums, die übliche Kennzahl im Bericht.
Mit Gebotsanpassungen, etwa nach Gerät oder Standort, kann der tatsächliche CPC über dem ursprünglich festgelegten Maximalgebot liegen.
Wie entsteht der Klickpreis bei Google Ads?
Der Klickpreis ergibt sich aus der Anzeigenauktion, die bei jeder Suchanfrage stattfindet. Google berechnet dabei höchstens den Betrag, der nötig ist, um die Grenzwerte für den erreichten Anzeigenrang zu erfüllen und den nächstplatzierten Mitbewerber zu übertreffen.
- Anzeigenqualität senkt Kosten: Anzeigen mit hoher erwarteter Klickrate, passender Relevanz und guter Zielseite erreichen denselben Rang mit niedrigerem Preis.
- Position zählt: Für Plätze über den Suchergebnissen liegen die Grenzwerte und damit die Klickpreise in der Regel höher.
- Wettbewerb zählt: Liegen die Mitbewerber knapp beieinander, steigt der Preis.
Die Grundlagen der Auktion erklärt der Eintrag zu SEA.
Warum ist ein niedriger CPC kein Erfolgsmaß?
Ein niedriger CPC sagt nichts darüber aus, ob Werbung wirtschaftlich ist; entscheidend sind die Kosten pro Anfrage oder Verkauf. Diese ergeben sich aus CPC geteilt durch die Conversion Rate.
Ein Rechenbeispiel ohne Währung: Kampagne A kostet 1 pro Klick bei einer Conversion Rate von 1 Prozent, also 100 pro Anfrage. Kampagne B kostet 3 pro Klick bei 5 Prozent Conversion Rate, also 60 pro Anfrage. Trotz dreifachem Klickpreis ist Kampagne B günstiger pro Ergebnis. Für Onlineshops ergänzt der ROAS diese Sicht um den erzielten Umsatz.
Wovon hängt die Höhe des CPC ab?
- Branche und Wettbewerb: In Märkten mit hohem Kundenwert, etwa Versicherungen, Finanzdienstleistungen oder Industriegüter, bieten mehr Unternehmen höher.
- Suchbegriff: Begriffe mit Kaufabsicht sind meist teurer als Informationssuchen.
- Anzeigenqualität und Zielseite.
- Position, Gerät, Region und Uhrzeit.
- Plattform: Berufliche Zielgruppen auf LinkedIn sind meist teurer als breite Zielgruppen auf Meta.
- Gebotsstrategie: Automatische Strategien bieten je Auktion unterschiedlich hoch.
Veröffentlichte Branchen-Durchschnittswerte schwanken je nach Quelle stark und lassen sich selten auf das eigene Konto übertragen. Aussagekräftiger ist der Vergleich mit den eigenen Werten über die Zeit.
So senken Sie die Kosten pro Klick sinnvoll
- Anzeigen enger an Suchbegriffe anpassen: Anzeigengruppen thematisch eng schneiden, damit Anzeigentext und Suchanfrage zusammenpassen.
- Zielseiten verbessern: Die Seite muss das Suchversprechen einlösen und schnell laden.
- Unpassende Suchbegriffe ausschließen: Den Suchbegriffbericht regelmäßig prüfen.
- Assets nutzen: Sitelinks, Snippets und Anrufoptionen erhöhen die erwartete Wirkung im Anzeigenrang.
- Gebotsstrategie am Ziel ausrichten: Auf Conversions oder Conversion-Wert bieten statt auf möglichst viele Klicks.
Diese Maßnahmen gehören fest zu unserer Google-Ads-Betreuung.










