Inhalt dieser Seite
- Das Wichtigste in Kürze
- Beispiel aus der Praxis
- Wofür nutzen Händler das Google Merchant Center?
- Welche Produktdaten verlangt Google?
- Wie kommen die Produktdaten ins Merchant Center?
- Wie hängen Merchant Center, Google Ads und Performance Max zusammen?
- Warum lehnt Google Produkte ab oder sperrt Konten?
- Welche Rolle spielen Produktdaten für KI-Shopping?
- Häufige Fragen
Das Wichtigste in Kürze
- Im Merchant Center pflegen Händler Produktdaten wie Preis und Verfügbarkeit. Google nutzt sie für Shopping-Anzeigen und für kostenlose Produkteinträge, etwa in der Google-Suche und in Gemini.
- Das Konto ist kostenlos. Kosten entstehen erst mit Anzeigen über Google Ads, bei Shopping-Kampagnen pro Klick.
- Welche Angaben Pflicht sind, regelt die Produktdatenspezifikation. In Deutschland gehören auch die Versandkosten dazu.
- Weicht der Preis im Feed von der Produktseite ab, lehnt Google das Produkt ab. Bei schweren Verstößen gegen die Richtlinien sperrt Google das Konto ohne Vorwarnung.
- Für Shopping-Kampagnen verknüpfen Sie das Merchant Center mit Google Ads. Auch Performance Max nutzt die Produktdaten.
Beispiel aus der Praxis
Ein Onlinehändler für Gartengeräte verkauft rund 2.000 Artikel. Sein Shopsystem überträgt die Produktdaten jede Nacht als Datei ins Google Merchant Center, mit Preis und Verfügbarkeit. Sucht jemand nach „Akku-Heckenschere“, kann Google Produkte des Händlers mit Bild und Preis zeigen, als Shopping-Anzeige oder als kostenlosen Produkteintrag.
Nach einer Preisaktion meldet das Merchant Center viele abgelehnte Produkte. Der Feed enthält noch die alten Preise, die Produktseiten schon die neuen. Seit der Händler den Feed mehrmals täglich aktualisiert, stimmen beide Angaben überein.
Wofür nutzen Händler das Google Merchant Center?
Im Merchant Center übergeben Händler Google ihre Produktdaten. Google nutzt diese Daten für zwei Arten von Einträgen.
- Kostenlose Produkteinträge. Laut Google können Produkte ohne Kosten in der Google-Suche, in Google Maps und Gemini, auf YouTube, im Shopping-Tab, in Google Bilder und in Google Lens erscheinen.
- Shopping-Anzeigen. Sie zeigen Produktfoto und Preis und laufen über Shopping-Kampagnen und Performance Max. Bei Shopping-Kampagnen zahlen Sie pro Klick.
Für das Merchant Center selbst fallen keine Gebühren an. Seit Juli 2026 nennt Google die bisherige Oberfläche „Merchant Center Next“ nur noch Merchant Center. Konten und Kampagnen bleiben laut Google unverändert.
Welche Produktdaten verlangt Google?
Welche Angaben Pflicht sind, legt Google in der Produktdatenspezifikation fest. Diese Attribute braucht jedes Produkt oder Produkte einer bestimmten Art.
| Attribut | Inhalt und Vorgabe |
|---|---|
| id | eindeutige Artikelnummer, höchstens 50 Zeichen |
| title | Produkttitel, höchstens 150 Zeichen |
| description | Beschreibung, höchstens 5.000 Zeichen |
| link | Adresse der Produktseite im Shop |
| image_link | Hauptbild, ab dem 31. Januar 2027 mindestens 500 × 500 Pixel groß |
| availability | Verfügbarkeit, etwa auf Lager |
| price | Preis, wie er auf der Produktseite steht |
| brand | Marke, Pflicht für neue Produkte außer Filmen, Büchern und Musikaufnahmen |
| gtin und mpn | GTIN je nach Produkt, von Google dringend empfohlen; ohne GTIN ist die Herstellerteilenummer (MPN) Pflicht |
| condition | Zustand, Pflicht bei gebrauchter oder aufbereiteter Ware |
| shipping | Versandkosten, in Deutschland Pflicht, als Attribut oder in den Kontoeinstellungen |
Für Bekleidung verlangt Google in Deutschland zusätzlich Angaben wie Größe und Farbe.
Wie kommen die Produktdaten ins Merchant Center?
Google bietet mehrere Wege, Produktdaten zu übertragen.
- Automatisch aus dem Onlineshop. Google liest die Produktdaten aus der schema.org-Auszeichnung der Produktseiten, siehe strukturierte Daten.
- E-Commerce-Plattform. Shops auf Plattformen wie Shopify lassen sich direkt verbinden.
- Datei oder Google Sheets. Google ruft gehostete Dateien und Tabellen alle 24 Stunden ab.
- Merchant API. Eigene Anwendungen übertragen Produktdaten direkt.
Wie hängen Merchant Center, Google Ads und Performance Max zusammen?
Für Shopping-Kampagnen muss das Merchant Center mit einem Google-Ads-Konto verknüpft sein. Die Verknüpfung startet eine Person mit Administratorzugriff im Merchant Center, in Google Ads bestätigt sie ebenfalls jemand mit Administratorzugriff.
Wann eine Shopping-Anzeige erscheint, bestimmt Google anhand der Produktdaten im Merchant Center. Performance Max nutzt dieselben Daten und kann Produkte zusätzlich auf YouTube und in Gmail ausspielen. Wird die Verknüpfung aufgehoben, nutzen die Kampagnen keine Produktdaten mehr für die Auslieferung. In der Google Ads Betreuung prüfen wir Feed und Kampagnen deshalb gemeinsam.
Warum lehnt Google Produkte ab oder sperrt Konten?
Google lehnt einzelne Produkte ab, wenn Angaben fehlen oder nicht zur Produktseite passen. Bei Verstößen gegen die Richtlinien kann Google das ganze Konto sperren.
- Abweichender Preis. Steht im Feed ein anderer Preis als auf der Produktseite, lehnt das Merchant Center das Produkt ab. Häufen sich solche Fälle, warnt Google auf Kontoebene vor ungenauen Preisen.
- Bilder mit Werbung. Werbetexte oder Wasserzeichen auf dem Hauptbild verstoßen gegen die Vorgaben.
- Falschdarstellung. Dazu zählen laut Google etwa falsche Kontaktdaten oder Gesamtkosten, die erst spät im Bestellprozess sichtbar werden.
Vor einer Sperre schickt Google in der Regel eine Warnung mit einer Frist. Bei schwerwiegenden Verstößen sperrt Google das Konto sofort. Nach der Korrektur beantragen Sie eine Überprüfung. Nach jeder erfolglosen Überprüfung kann sich die Wartezeit bis zur nächsten verlängern.
Welche Rolle spielen Produktdaten für KI-Shopping?
Produktdaten aus dem Merchant Center nutzt Google auch für KI-Funktionen. Gemini gehört laut Google zu den Orten, an denen kostenlose Produkteinträge erscheinen können. Im Januar 2026 hat Google zusätzliche Attribute angekündigt, etwa Antworten auf häufige Produktfragen, die für den KI-Modus und Gemini gedacht sind.
Über das Universal Commerce Protocol (UCP) können ausgewählte Händler einen Kauf direkt im KI-Modus und in Gemini anbieten. Das gilt laut Google für Produkte in den USA, Kanada und Australien (Stand: Oktober 2026). Was das für Händler hierzulande bedeutet, beschreibt der Eintrag zu Agentic Commerce.
Verwandte Begriffe
Quellen
- Google Merchant Center-Hilfe: Einführung in das Merchant Center
- Google Merchant Center-Hilfe: Produkteinträge
- Google Merchant Center-Hilfe: Produktdatenspezifikation
- Google Merchant Center-Hilfe: Das Merchant Center Next ist jetzt das Merchant Center
- Google Ads-Hilfe: Shopping-Anzeigen
- Google Merchant Center-Hilfe: Falschdarstellung
- Google Merchant Center Help: About the Universal Commerce Protocol (UCP) and UCP-powered checkout feature on Google










