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Google Merchant Center

Das Google Merchant Center ist ein kostenloses Tool von Google, in dem Händler ihre Produktdaten hinterlegen, damit Produkte in Shopping-Anzeigen und kostenlosen Produkteinträgen erscheinen. Seit Juli 2026 verzichtet Google auf den Namenszusatz „Next“.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Beispiel aus der Praxis
  3. Wofür nutzen Händler das Google Merchant Center?
  4. Welche Produktdaten verlangt Google?
  5. Wie kommen die Produktdaten ins Merchant Center?
  6. Wie hängen Merchant Center, Google Ads und Performance Max zusammen?
  7. Warum lehnt Google Produkte ab oder sperrt Konten?
  8. Welche Rolle spielen Produktdaten für KI-Shopping?
  9. Häufige Fragen

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Merchant Center pflegen Händler Produktdaten wie Preis und Verfügbarkeit. Google nutzt sie für Shopping-Anzeigen und für kostenlose Produkteinträge, etwa in der Google-Suche und in Gemini.
  • Das Konto ist kostenlos. Kosten entstehen erst mit Anzeigen über Google Ads, bei Shopping-Kampagnen pro Klick.
  • Welche Angaben Pflicht sind, regelt die Produktdatenspezifikation. In Deutschland gehören auch die Versandkosten dazu.
  • Weicht der Preis im Feed von der Produktseite ab, lehnt Google das Produkt ab. Bei schweren Verstößen gegen die Richtlinien sperrt Google das Konto ohne Vorwarnung.
  • Für Shopping-Kampagnen verknüpfen Sie das Merchant Center mit Google Ads. Auch Performance Max nutzt die Produktdaten.

Beispiel aus der Praxis

Ein Onlinehändler für Gartengeräte verkauft rund 2.000 Artikel. Sein Shopsystem überträgt die Produktdaten jede Nacht als Datei ins Google Merchant Center, mit Preis und Verfügbarkeit. Sucht jemand nach „Akku-Heckenschere“, kann Google Produkte des Händlers mit Bild und Preis zeigen, als Shopping-Anzeige oder als kostenlosen Produkteintrag.

Nach einer Preisaktion meldet das Merchant Center viele abgelehnte Produkte. Der Feed enthält noch die alten Preise, die Produktseiten schon die neuen. Seit der Händler den Feed mehrmals täglich aktualisiert, stimmen beide Angaben überein.

Wofür nutzen Händler das Google Merchant Center?

Im Merchant Center übergeben Händler Google ihre Produktdaten. Google nutzt diese Daten für zwei Arten von Einträgen.

  • Kostenlose Produkteinträge. Laut Google können Produkte ohne Kosten in der Google-Suche, in Google Maps und Gemini, auf YouTube, im Shopping-Tab, in Google Bilder und in Google Lens erscheinen.
  • Shopping-Anzeigen. Sie zeigen Produktfoto und Preis und laufen über Shopping-Kampagnen und Performance Max. Bei Shopping-Kampagnen zahlen Sie pro Klick.

Für das Merchant Center selbst fallen keine Gebühren an. Seit Juli 2026 nennt Google die bisherige Oberfläche „Merchant Center Next“ nur noch Merchant Center. Konten und Kampagnen bleiben laut Google unverändert.

Welche Produktdaten verlangt Google?

Welche Angaben Pflicht sind, legt Google in der Produktdatenspezifikation fest. Diese Attribute braucht jedes Produkt oder Produkte einer bestimmten Art.

Pflichtattribute im Google Merchant Center (Stand: Oktober 2026)
Attribut Inhalt und Vorgabe
id eindeutige Artikelnummer, höchstens 50 Zeichen
title Produkttitel, höchstens 150 Zeichen
description Beschreibung, höchstens 5.000 Zeichen
link Adresse der Produktseite im Shop
image_link Hauptbild, ab dem 31. Januar 2027 mindestens 500 × 500 Pixel groß
availability Verfügbarkeit, etwa auf Lager
price Preis, wie er auf der Produktseite steht
brand Marke, Pflicht für neue Produkte außer Filmen, Büchern und Musikaufnahmen
gtin und mpn GTIN je nach Produkt, von Google dringend empfohlen; ohne GTIN ist die Herstellerteilenummer (MPN) Pflicht
condition Zustand, Pflicht bei gebrauchter oder aufbereiteter Ware
shipping Versandkosten, in Deutschland Pflicht, als Attribut oder in den Kontoeinstellungen

Für Bekleidung verlangt Google in Deutschland zusätzlich Angaben wie Größe und Farbe.

Wie kommen die Produktdaten ins Merchant Center?

Google bietet mehrere Wege, Produktdaten zu übertragen.

  • Automatisch aus dem Onlineshop. Google liest die Produktdaten aus der schema.org-Auszeichnung der Produktseiten, siehe strukturierte Daten.
  • E-Commerce-Plattform. Shops auf Plattformen wie Shopify lassen sich direkt verbinden.
  • Datei oder Google Sheets. Google ruft gehostete Dateien und Tabellen alle 24 Stunden ab.
  • Merchant API. Eigene Anwendungen übertragen Produktdaten direkt.

Wie hängen Merchant Center, Google Ads und Performance Max zusammen?

Für Shopping-Kampagnen muss das Merchant Center mit einem Google-Ads-Konto verknüpft sein. Die Verknüpfung startet eine Person mit Administratorzugriff im Merchant Center, in Google Ads bestätigt sie ebenfalls jemand mit Administratorzugriff.

Wann eine Shopping-Anzeige erscheint, bestimmt Google anhand der Produktdaten im Merchant Center. Performance Max nutzt dieselben Daten und kann Produkte zusätzlich auf YouTube und in Gmail ausspielen. Wird die Verknüpfung aufgehoben, nutzen die Kampagnen keine Produktdaten mehr für die Auslieferung. In der Google Ads Betreuung prüfen wir Feed und Kampagnen deshalb gemeinsam.

Warum lehnt Google Produkte ab oder sperrt Konten?

Google lehnt einzelne Produkte ab, wenn Angaben fehlen oder nicht zur Produktseite passen. Bei Verstößen gegen die Richtlinien kann Google das ganze Konto sperren.

  • Abweichender Preis. Steht im Feed ein anderer Preis als auf der Produktseite, lehnt das Merchant Center das Produkt ab. Häufen sich solche Fälle, warnt Google auf Kontoebene vor ungenauen Preisen.
  • Bilder mit Werbung. Werbetexte oder Wasserzeichen auf dem Hauptbild verstoßen gegen die Vorgaben.
  • Falschdarstellung. Dazu zählen laut Google etwa falsche Kontaktdaten oder Gesamtkosten, die erst spät im Bestellprozess sichtbar werden.

Vor einer Sperre schickt Google in der Regel eine Warnung mit einer Frist. Bei schwerwiegenden Verstößen sperrt Google das Konto sofort. Nach der Korrektur beantragen Sie eine Überprüfung. Nach jeder erfolglosen Überprüfung kann sich die Wartezeit bis zur nächsten verlängern.

Welche Rolle spielen Produktdaten für KI-Shopping?

Produktdaten aus dem Merchant Center nutzt Google auch für KI-Funktionen. Gemini gehört laut Google zu den Orten, an denen kostenlose Produkteinträge erscheinen können. Im Januar 2026 hat Google zusätzliche Attribute angekündigt, etwa Antworten auf häufige Produktfragen, die für den KI-Modus und Gemini gedacht sind.

Über das Universal Commerce Protocol (UCP) können ausgewählte Händler einen Kauf direkt im KI-Modus und in Gemini anbieten. Das gilt laut Google für Produkte in den USA, Kanada und Australien (Stand: Oktober 2026). Was das für Händler hierzulande bedeutet, beschreibt der Eintrag zu Agentic Commerce.

Verwandte Begriffe

Quellen

Häufige Fragen

Was ist das Google Merchant Center?

Das Google Merchant Center ist ein kostenloses Tool, in dem Händler ihre Produktdaten für Google hinterlegen. Aus diesen Daten entstehen Shopping-Anzeigen und kostenlose Produkteinträge, etwa in der Google-Suche und im Shopping-Tab. Ohne Merchant Center lassen sich keine Shopping-Kampagnen schalten.

Ist das Google Merchant Center kostenlos?

Ja, Google beschreibt das Merchant Center als kostenloses Tool. Auch die Produkteinträge in der Suche und im Shopping-Tab kosten nichts. Bezahlt werden nur Anzeigen über Google Ads, bei Shopping-Kampagnen pro Klick.

Was ist der Unterschied zwischen Merchant Center und Google Ads?

Im Merchant Center verwalten Sie die Produktdaten, in Google Ads die bezahlten Kampagnen. Für Shopping-Anzeigen brauchen Sie beides, verknüpft über die Kontoeinstellungen. Für kostenlose Produkteinträge reicht das Merchant Center.

Was ist das Merchant Center Next?

So hieß die aktuelle Oberfläche des Merchant Centers bis Juli 2026. Dann hat Google den Zusatz „Next“ gestrichen, seitdem heißt das Tool einfach Merchant Center. Für bestehende Konten und Kampagnen ändert sich dadurch laut Google nichts.

Was ist ein Produktfeed?

Ein Produktfeed ist die Liste aller Produkte mit ihren Attributen, die ein Shop an das Merchant Center übermittelt. Er kommt als Datei oder über eine Schnittstelle, oft direkt aus dem Shopsystem. Google gleicht die Angaben mit den Produktseiten ab.

Warum wurde mein Merchant-Center-Konto gesperrt?

Ein möglicher Grund sind Verstöße gegen die Richtlinie zur Falschdarstellung, etwa falsche Kontaktdaten oder versteckte Kosten. In der Regel warnt Google vorher und setzt eine Frist. Beheben Sie alle genannten Punkte, bevor Sie eine Überprüfung beantragen, weil sich die Wartezeit nach erfolglosen Überprüfungen verlängern kann.

Wie oft muss ich den Produktfeed aktualisieren?

Aktualisieren Sie den Feed so oft, wie sich Preise und Bestände ändern. Gehostete Dateien und Google Sheets ruft Google alle 24 Stunden ab. Wer Preise mehrmals täglich ändert, braucht häufigere Updates, etwa über die Merchant API.

Kann ich das Merchant Center ohne Google Ads nutzen?

Ja. Für kostenlose Produkteinträge brauchen Sie kein Google-Ads-Konto. Erst wenn Sie Shopping-Anzeigen oder Performance Max mit Produkten schalten wollen, verknüpfen Sie beide Konten.

Wie verknüpfe ich Merchant Center und Google Ads?

Die Verknüpfung startet eine Person mit Administratorzugriff im Merchant Center. Bestätigen muss sie jemand mit Administratorzugriff auf das Google-Ads-Konto. Danach können Sie Shopping-Kampagnen mit Ihren Produktdaten anlegen.

Glossar

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    Der CPA (Cost per Acquisition) ist der Betrag, den eine Conversion wie eine Anfrage oder ein Kauf im Durchschnitt an Werbekosten verursacht.

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    Der CPC (Cost per Click, Kosten pro Klick) ist der Betrag, den ein Werbetreibender für einen Klick auf seine Anzeige zahlt.

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    Der CPM (Cost per Mille), auf Deutsch Tausend-Kontakt-Preis (TKP), ist der Preis für 1.000 Einblendungen einer Anzeige.

  • CTR (Click-Through-Rate)

    Die Click-Through-Rate (CTR), deutsch Klickrate, gibt an, wie viel Prozent der Impressionen einer Anzeige oder eines Suchergebnisses zu einem Klick führen.

  • LinkedIn Ads

    LinkedIn Ads sind bezahlte Anzeigen im beruflichen Netzwerk LinkedIn.

  • Meta Ads

    Meta Ads sind bezahlte Anzeigen auf den Plattformen des Meta-Konzerns: Facebook, Instagram, Messenger, Threads und im Audience Network.

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