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Microsoft Ads (Bing Ads)

Microsoft Advertising, früher Bing Ads, ist die Werbeplattform von Microsoft und rechnet meist pro Klick ab. Such-, Shopping- und Multimedia-Anzeigen erscheinen in Bing, bei Suchpartnern wie Yahoo, DuckDuckGo und Ecosia, auf Microsoft-Seiten wie MSN und in Copilot.

Inhalt dieser Seite
  1. Beispiel aus der Praxis
  2. Wo erscheinen Anzeigen von Microsoft Advertising?
  3. Was unterscheidet Microsoft Advertising von Google Ads?
  4. Wann lohnen sich Microsoft Ads?
  5. So übernehmen Sie Google-Kampagnen in Microsoft Advertising
  6. Typische Fehler mit Microsoft Advertising
  7. Häufige Fragen

Beispiel aus der Praxis

Ein Versicherer für Gewerbekunden bucht bei Microsoft Advertising dieselben Suchbegriffe wie bei Google Ads, etwa „Betriebshaftpflicht“. Bing ist die voreingestellte Suchmaschine im Browser Microsoft Edge, der auf vielen Büro-PCs in Unternehmen läuft. So erreicht der Versicherer Einkäufer und Geschäftsführer, die am Arbeitsplatz suchen.

Das Suchvolumen ist kleiner als bei Google, der Wettbewerb um die Anzeigenplätze oft auch.

Wo erscheinen Anzeigen von Microsoft Advertising?

Anzeigen laufen im Microsoft Advertising Network, das mehrere Bereiche umfasst:

  • Microsoft-eigene Seiten: Bing, MSN, Microsoft Start, Microsoft Edge und Outlook.com.
  • Syndizierte Suchpartner: unter anderem AOL, Yahoo, DuckDuckGo und Ecosia.
  • Partner-Platzierungen und Audience Network: Websites und Apps, auf denen Multimedia- und Zielgruppenanzeigen erscheinen.
  • Copilot: Microsoft erstellt aus bestehenden Kampagnen automatisch Anzeigen im KI-Assistenten Copilot. Berechtigt sind unter anderem Suchanzeigen mit Logo-Erweiterung, Produktanzeigen aus Shopping- und Performance-Max-Kampagnen sowie Multimedia-Anzeigen. Laut Microsoft sind berechtigte Kampagnen automatisch aktiviert, ein Abwählen ist nicht vorgesehen, und eigene Copilot-Kennzahlen gibt es bislang nicht (Stand: September 2026). Mehr dazu unter Ads in KI-Oberflächen.

Über die Einstellungen zur Anzeigenverteilung legen Sie fest, ob Anzeigen im gesamten Netzwerk oder nur auf Microsoft-Seiten und ausgewähltem Traffic erscheinen.

Was unterscheidet Microsoft Advertising von Google Ads?

Technisch ähneln sich die Plattformen stark; die Unterschiede liegen in Reichweite, Zielgruppenoptionen und Wettbewerb.

  • Reichweite: In Deutschland verarbeitet Google den weitaus größten Teil der Suchanfragen; Microsoft Advertising ist eine Ergänzung, kein Ersatz für SEA bei Google.
  • LinkedIn-Profil-Targeting: Gebote lassen sich nach Unternehmen, Branche und Berufsfeld aus LinkedIn-Profilen anpassen. In Suchkampagnen verengt das die Zielgruppe nicht, sondern wirkt als Gebotsanpassung. Pro Kampagne oder Anzeigengruppe sind bis zu 1.000 Unternehmen möglich; die Verfügbarkeit variiert je Markt.
  • Google-Import: Kampagnen lassen sich aus Google Ads übernehmen, auch als regelmäßig geplanter Import.
  • Tracking: Conversions werden über das UET-Tag (Universal Event Tracking) gemessen, nicht über das Google-Tag.
  • Wettbewerb: Aus unserer Projekterfahrung bieten auf viele Suchbegriffe weniger Unternehmen mit; belastbare, allgemeingültige Vergleichszahlen zu Klickpreisen gibt es dafür nicht.

Wann lohnen sich Microsoft Ads?

Microsoft Advertising lohnt sich vor allem, wenn die Google-Kampagnen bereits gut laufen und zusätzliche Reichweite zu vertretbaren Kosten gesucht wird.

  • B2B-Angebote, deren Zielgruppe am Arbeitsplatz-PC sucht, zum Beispiel Industriebedarf, Software oder Gewerbeversicherungen.
  • Hoher Kundenwert, bei dem auch wenige zusätzliche Anfragen den Aufwand rechtfertigen.
  • Ausgeschöpfte Google-Kampagnen mit hohem Anteil an möglichen Impressionen.

Weniger sinnvoll ist Microsoft Advertising, solange die Google-Kampagnen noch Grundlagenprobleme haben oder das Suchvolumen der Kernbegriffe schon bei Google sehr klein ist.

So übernehmen Sie Google-Kampagnen in Microsoft Advertising

  1. Import durchführen: Kampagnen, Keywords, Anzeigen und Erweiterungen über den Google-Import übernehmen.
  2. UET-Tag einrichten: Conversions sauber und einwilligungsbasiert messen, bevor automatische Gebote aktiv werden.
  3. Gebote und Budgets anpassen: Werte aus Google nicht blind übernehmen, sondern an Volumen und Wettbewerb im Microsoft-Netzwerk ausrichten.
  4. Anzeigenverteilung prüfen: Leistung nach Suchpartnern und Websites auswerten, unpassende Umfelder ausschließen.
  5. Zielgruppen ergänzen: LinkedIn-Profil-Targeting für B2B-Kampagnen testen.
  6. Geplante Importe steuern: festlegen, welche Elemente ein wiederkehrender Import aktualisiert, damit manuelle Anpassungen erhalten bleiben.

Unterstützung bei Einrichtung und Optimierung bietet unsere Microsoft Ads Betreuung.

Typische Fehler mit Microsoft Advertising

  • Kampagnen werden importiert und danach nicht mehr eigenständig optimiert.
  • Traffic von Suchpartnern und Partner-Platzierungen wird nicht getrennt ausgewertet.
  • Das UET-Tag fehlt oder feuert ohne Einwilligung der Besucher.
  • LinkedIn-Profil-Targeting wird als Ausschluss verstanden, obwohl es in Suchkampagnen nur Gebote anpasst.
  • Nach wenigen Wochen mit geringen Klickzahlen wird der Kanal als „funktioniert nicht“ abgeschrieben, obwohl die Datenbasis zu klein ist.

Verwandte Begriffe

Quellen

Häufige Fragen

Was sind Microsoft Ads?

Microsoft Ads, offiziell Microsoft Advertising, ist Suchmaschinenwerbung und Display-Werbung im Netzwerk von Microsoft. Die Anzeigen erscheinen in Bing, bei Suchpartnern wie Yahoo, DuckDuckGo und Ecosia, auf Microsoft-Seiten wie MSN und in Copilot. Abgerechnet wird in der Regel pro Klick.

Was ist der Unterschied zwischen Bing Ads und Microsoft Advertising?

Es ist dieselbe Plattform. Microsoft hat Bing Ads im April 2019 in Microsoft Advertising umbenannt, weil die Anzeigen längst nicht nur in Bing erscheinen. Im Alltag sind beide Bezeichnungen noch gebräuchlich.

Lohnen sich Microsoft Ads neben Google Ads?

Oft ja, besonders im B2B und bei hohem Kundenwert. Die Reichweite ist deutlich kleiner als bei Google, dafür ist der Wettbewerb auf vielen Suchbegriffen geringer. LinkedIn-Profil-Targeting erlaubt zudem höhere Gebote für bestimmte Branchen, Unternehmen oder Berufsfelder.

Kann ich meine Google-Ads-Kampagnen übernehmen?

Ja, Microsoft Advertising bietet einen Google-Import an, einmalig oder als geplanter Import in festen Abständen. Danach sollten Gebote, Anzeigentexte, Ausschlüsse und Zielgruppen gezielt an das Microsoft-Netzwerk angepasst werden. Das Conversion-Tracking läuft über ein eigenes UET-Tag.

Erscheinen Microsoft-Anzeigen auch in Copilot?

Ja. Microsoft erstellt aus berechtigten Kampagnen automatisch Anzeigen in Copilot, etwa aus Suchanzeigen mit Logo-Erweiterung, Shopping- und Performance-Max-Kampagnen. Berechtigte Kampagnen sind laut Microsoft automatisch aktiviert und können nicht abgewählt werden; auszuschließende Keywords gelten auch dort (Stand: September 2026).

Kann ich Suchpartner wie Yahoo oder DuckDuckGo ausschließen?

Teilweise. In den Einstellungen zur Anzeigenverteilung wählen Sie, ob Anzeigen im gesamten Microsoft Advertising Network oder nur auf Microsoft-Seiten und ausgewähltem Traffic erscheinen. Einzelne Websites mit schwacher Leistung lassen sich zusätzlich ausschließen.

Was ist LinkedIn-Profil-Targeting bei Microsoft Advertising?

LinkedIn-Profil-Targeting nutzt Angaben aus LinkedIn-Profilen, nämlich Unternehmen, Branche und Berufsfeld, um Gebote anzupassen. In Suchkampagnen schließt es niemanden aus, sondern erhöht oder senkt Gebote für passende Profile. Verfügbarkeit und Umfang unterscheiden sich je nach Markt.

Wie erstelle ich ein Microsoft-Advertising-Konto?

Sie melden sich unter ads.microsoft.com mit einem Microsoft-Konto an, legen ein Werbekonto an und hinterlegen eine Zahlungsmethode. Vor dem Start sollten das UET-Tag installiert und die Conversion-Ziele definiert sein, damit Ergebnisse von Beginn an messbar sind.

Glossar

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Alle 75 Begriffe
  • CPA (Cost per Acquisition)

    Der CPA (Cost per Acquisition) ist der Betrag, den eine Conversion wie eine Anfrage oder ein Kauf im Durchschnitt an Werbekosten verursacht.

  • CPC (Cost per Click)

    Der CPC (Cost per Click, Kosten pro Klick) ist der Betrag, den ein Werbetreibender für einen Klick auf seine Anzeige zahlt.

  • CPM (Cost per Mille)

    Der CPM (Cost per Mille), auf Deutsch Tausend-Kontakt-Preis (TKP), ist der Preis für 1.000 Einblendungen einer Anzeige.

  • CTR (Click-Through-Rate)

    Die Click-Through-Rate (CTR), deutsch Klickrate, gibt an, wie viel Prozent der Impressionen einer Anzeige oder eines Suchergebnisses zu einem Klick führen.

  • Google Merchant Center

    Das Google Merchant Center ist ein kostenloses Tool von Google, in dem Händler ihre Produktdaten hinterlegen, damit Produkte in Shopping-Anzeigen und kostenlosen Produkteinträgen erscheinen.

  • LinkedIn Ads

    LinkedIn Ads sind bezahlte Anzeigen im beruflichen Netzwerk LinkedIn.

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