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Beispiel aus der Praxis
Die Anzeige eines Versicherers für Betriebshaftpflicht wird 1.000-mal eingeblendet und 40-mal angeklickt. Die CTR liegt damit bei 4 Prozent.
Ob die Klickenden anschließend ein Angebot anfordern, zeigt die CTR nicht. Dafür braucht es die Conversion Rate der Zielseite.
Wie wird die CTR berechnet und wo finden Sie sie?
Die CTR ist die Zahl der Klicks geteilt durch die Zahl der Impressionen, meist mal 100 in Prozent ausgedrückt. Alle großen Plattformen weisen sie automatisch aus:
- Google Ads und Microsoft Advertising: je Kampagne, Anzeigengruppe, Keyword und Anzeige.
- Google Search Console: im Leistungsbericht für die unbezahlten Ergebnisse, je Suchanfrage, Seite, Land und Gerät.
- Meta und LinkedIn: je Kampagne und Anzeige; Meta unterscheidet dabei zwischen allen Klicks und Link-Klicks.
Beim Vergleich ist wichtig, welche Klicks gezählt werden. Eine CTR auf „alle Klicks“ enthält bei Social Ads auch Klicks auf Profilnamen oder „Mehr anzeigen“ und liegt deshalb höher als die Link-CTR.
Welche Rolle spielt die CTR in Google Ads?
In Google Ads beeinflusst die erwartete Klickrate den Anzeigenrang und damit Position und Klickpreis. Sie ist eine der drei Komponenten des Qualitätsfaktors, neben Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Zielseite.
Der Qualitätsfaktor auf einer Skala von 1 bis 10 ist dabei ein Diagnosewert; in die Auktion fließen laut Google die Qualitätssignale in Echtzeit ein, nicht die angezeigte Zahl. Eine höhere erwartete Klickrate kann bei gleichem Gebot zu besseren Positionen oder niedrigeren Kosten pro Klick führen; mehr dazu im Eintrag zum CPC.
Was ist eine gute Click-Through-Rate?
Eine allgemeingültige gute CTR gibt es nicht; auch Google betont, dass sie von Produkt, Dienstleistung und Netzwerk abhängt. Die Werte unterscheiden sich unter anderem nach:
- Kanal: Suchanzeigen erreichen deutlich höhere Klickraten als Display- oder Videoanzeigen, weil sie auf eine konkrete Suche antworten.
- Position: In der organischen Suche erhalten obere Positionen deutlich mehr Klicks als tiefere.
- Marke oder generisch: Suchen nach dem eigenen Firmennamen haben meist sehr hohe Klickraten und verzerren Durchschnittswerte.
- Gerät und Suchergebnisseite: Anzeigen, KI-Übersichten, Karten oder Shopping-Elemente verändern, wie viele Klicks auf einzelne Ergebnisse entfallen.
Veröffentlichte Benchmarks beruhen auf unterschiedlichen Datensätzen und weichen stark voneinander ab. Aussagekräftiger ist der Vergleich mit den eigenen Werten derselben Kampagne, Seite oder Position über die Zeit.
Warum sinkt die CTR, obwohl die Position gleich bleibt?
Eine sinkende CTR bei stabiler Position hat meist Ursachen auf der Suchergebnisseite, nicht auf der eigenen Website.
- Neue Elemente wie KI-Übersichten, Shopping-Blöcke oder zusätzliche Anzeigen schieben Ergebnisse nach unten oder beantworten die Frage direkt, siehe Zero-Click-Suche.
- Mitbewerber haben ihre Titel, Anzeigen oder Sternebewertungen verbessert.
- Das Suchinteresse hat sich verschoben, etwa saisonal oder durch neue Suchbegriffe mit anderem Zweck.
- Bei Anzeigen: Weitgehend passende Keywords oder automatische Kampagnen erschließen mehr, aber weniger passende Suchanfragen, was die Impressionen stärker steigen lässt als die Klicks.
So verbessern Sie die Klickrate
- Suchanfrage aufgreifen: Den Suchbegriff und die Absicht dahinter in Titel oder Anzeigentext spiegeln.
- Konkreten Nutzen nennen: Lieferzeit, Region, Zielgruppe oder Alleinstellungsmerkmal statt allgemeiner Werbesätze.
- Anzeigen-Assets nutzen: Sitelinks, Snippets, Standort oder Anrufoption vergrößern die Anzeige und bieten mehr Einstiege.
- Strukturierte Daten für organische Ergebnisse einsetzen, wo Google Rich Results anzeigt.
- Varianten testen: Mehrere Anzeigentexte oder Titel parallel laufen lassen und nach Klicks und Conversions auswerten.
Eine hohe CTR ist nur dann ein Erfolg, wenn die Zielseite hält, was die Anzeige verspricht. Die Abstimmung von Anzeige und Zielseite gehört zu unserer Google Ads Betreuung.










