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CTR (Click-Through-Rate)

Die Click-Through-Rate (CTR), deutsch Klickrate, gibt an, wie viel Prozent der Impressionen einer Anzeige oder eines Suchergebnisses zu einem Klick führen. Die Formel lautet: Klicks geteilt durch Impressionen mal 100.

Inhalt dieser Seite
  1. Beispiel aus der Praxis
  2. Wie wird die CTR berechnet und wo finden Sie sie?
  3. Welche Rolle spielt die CTR in Google Ads?
  4. Was ist eine gute Click-Through-Rate?
  5. Warum sinkt die CTR, obwohl die Position gleich bleibt?
  6. So verbessern Sie die Klickrate
  7. Häufige Fragen

Beispiel aus der Praxis

Die Anzeige eines Versicherers für Betriebshaftpflicht wird 1.000-mal eingeblendet und 40-mal angeklickt. Die CTR liegt damit bei 4 Prozent.

Ob die Klickenden anschließend ein Angebot anfordern, zeigt die CTR nicht. Dafür braucht es die Conversion Rate der Zielseite.

Wie wird die CTR berechnet und wo finden Sie sie?

Die CTR ist die Zahl der Klicks geteilt durch die Zahl der Impressionen, meist mal 100 in Prozent ausgedrückt. Alle großen Plattformen weisen sie automatisch aus:

  • Google Ads und Microsoft Advertising: je Kampagne, Anzeigengruppe, Keyword und Anzeige.
  • Google Search Console: im Leistungsbericht für die unbezahlten Ergebnisse, je Suchanfrage, Seite, Land und Gerät.
  • Meta und LinkedIn: je Kampagne und Anzeige; Meta unterscheidet dabei zwischen allen Klicks und Link-Klicks.

Beim Vergleich ist wichtig, welche Klicks gezählt werden. Eine CTR auf „alle Klicks“ enthält bei Social Ads auch Klicks auf Profilnamen oder „Mehr anzeigen“ und liegt deshalb höher als die Link-CTR.

Welche Rolle spielt die CTR in Google Ads?

In Google Ads beeinflusst die erwartete Klickrate den Anzeigenrang und damit Position und Klickpreis. Sie ist eine der drei Komponenten des Qualitätsfaktors, neben Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Zielseite.

Der Qualitätsfaktor auf einer Skala von 1 bis 10 ist dabei ein Diagnosewert; in die Auktion fließen laut Google die Qualitätssignale in Echtzeit ein, nicht die angezeigte Zahl. Eine höhere erwartete Klickrate kann bei gleichem Gebot zu besseren Positionen oder niedrigeren Kosten pro Klick führen; mehr dazu im Eintrag zum CPC.

Was ist eine gute Click-Through-Rate?

Eine allgemeingültige gute CTR gibt es nicht; auch Google betont, dass sie von Produkt, Dienstleistung und Netzwerk abhängt. Die Werte unterscheiden sich unter anderem nach:

  • Kanal: Suchanzeigen erreichen deutlich höhere Klickraten als Display- oder Videoanzeigen, weil sie auf eine konkrete Suche antworten.
  • Position: In der organischen Suche erhalten obere Positionen deutlich mehr Klicks als tiefere.
  • Marke oder generisch: Suchen nach dem eigenen Firmennamen haben meist sehr hohe Klickraten und verzerren Durchschnittswerte.
  • Gerät und Suchergebnisseite: Anzeigen, KI-Übersichten, Karten oder Shopping-Elemente verändern, wie viele Klicks auf einzelne Ergebnisse entfallen.

Veröffentlichte Benchmarks beruhen auf unterschiedlichen Datensätzen und weichen stark voneinander ab. Aussagekräftiger ist der Vergleich mit den eigenen Werten derselben Kampagne, Seite oder Position über die Zeit.

Warum sinkt die CTR, obwohl die Position gleich bleibt?

Eine sinkende CTR bei stabiler Position hat meist Ursachen auf der Suchergebnisseite, nicht auf der eigenen Website.

  • Neue Elemente wie KI-Übersichten, Shopping-Blöcke oder zusätzliche Anzeigen schieben Ergebnisse nach unten oder beantworten die Frage direkt, siehe Zero-Click-Suche.
  • Mitbewerber haben ihre Titel, Anzeigen oder Sternebewertungen verbessert.
  • Das Suchinteresse hat sich verschoben, etwa saisonal oder durch neue Suchbegriffe mit anderem Zweck.
  • Bei Anzeigen: Weitgehend passende Keywords oder automatische Kampagnen erschließen mehr, aber weniger passende Suchanfragen, was die Impressionen stärker steigen lässt als die Klicks.

So verbessern Sie die Klickrate

  1. Suchanfrage aufgreifen: Den Suchbegriff und die Absicht dahinter in Titel oder Anzeigentext spiegeln.
  2. Konkreten Nutzen nennen: Lieferzeit, Region, Zielgruppe oder Alleinstellungsmerkmal statt allgemeiner Werbesätze.
  3. Anzeigen-Assets nutzen: Sitelinks, Snippets, Standort oder Anrufoption vergrößern die Anzeige und bieten mehr Einstiege.
  4. Strukturierte Daten für organische Ergebnisse einsetzen, wo Google Rich Results anzeigt.
  5. Varianten testen: Mehrere Anzeigentexte oder Titel parallel laufen lassen und nach Klicks und Conversions auswerten.

Eine hohe CTR ist nur dann ein Erfolg, wenn die Zielseite hält, was die Anzeige verspricht. Die Abstimmung von Anzeige und Zielseite gehört zu unserer Google Ads Betreuung.

Verwandte Begriffe

Quellen

Häufige Fragen

Was ist mit CTR gemeint?

CTR steht für Click-Through-Rate, auf Deutsch Klickrate. Sie gibt an, welcher Anteil der Einblendungen einer Anzeige oder eines Suchergebnisses zu einem Klick führt. Sie ist eine Kennzahl dafür, wie gut Titel, Anzeige oder Motiv zur Suche und Zielgruppe passen.

Wie berechne ich die Click-Through-Rate?

Klicks geteilt durch Impressionen, multipliziert mit 100. Bei 50 Klicks und 2.000 Impressionen liegt die CTR bei 2,5 Prozent. Die Search Console und die Werbeplattformen weisen die CTR automatisch aus.

Was ist eine gute Click-Through-Rate?

Das hängt stark von Kanal, Position, Branche und Suchbegriff ab. Suchanzeigen erreichen deutlich höhere Werte als Displaywerbung, Platz eins in der organischen Suche deutlich mehr als Platz fünf. Aussagekräftig ist der Vergleich mit den eigenen Werten über die Zeit, nicht ein pauschaler Benchmark.

Was sagt die CTR aus?

Die CTR zeigt, wie ansprechend und relevant eine Anzeige oder ein Suchergebnis für die Menschen ist, die es sehen. Sie sagt nichts darüber aus, ob die Besucher anschließend kaufen oder anfragen. Deshalb sollte sie immer zusammen mit der Conversion Rate betrachtet werden.

Wie verbessere ich die Klickrate?

Mit Titeln und Anzeigentexten, die die Suchanfrage direkt aufgreifen und einen konkreten Nutzen nennen, mit Anzeigen-Assets oder strukturierten Daten für auffälligere Ergebnisse und mit regelmäßigen Tests verschiedener Formulierungen. Unpassende Suchbegriffe auszuschließen erhöht die CTR in Anzeigenkampagnen zusätzlich.

Beeinflusst die CTR die Klickpreise bei Google Ads?

Ja, indirekt. Die erwartete Klickrate ist Teil der Anzeigenqualität, die in den Anzeigenrang einfließt. Eine höhere erwartete Klickrate kann bei gleichem Gebot bessere Positionen oder niedrigere Kosten pro Klick bringen.

Ist die CTR ein Rankingfaktor für SEO?

Wie stark Klickdaten in die Rankings einfließen, legt Google nicht offen; die CTR ist nicht als einzelner Rankingfaktor dokumentiert. Für SEO ist sie trotzdem ein wichtiges Diagnosesignal: Eine niedrige CTR bei guter Position zeigt, dass Title und Meta Description nicht überzeugen oder dass andere Elemente auf der Suchergebnisseite die Klicks abfangen.

Was ist der Unterschied zwischen CTR und Click-to-Open-Rate?

Die Click-to-Open-Rate stammt aus dem E-Mail-Marketing und setzt Klicks ins Verhältnis zu geöffneten E-Mails statt zu allen zugestellten. Die CTR bezieht sich dagegen auf alle Einblendungen oder Empfänger. Die Click-to-Open-Rate misst damit, wie überzeugend der Inhalt einer geöffneten E-Mail ist.

Glossar

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Alle 75 Begriffe
  • CPA (Cost per Acquisition)

    Der CPA (Cost per Acquisition) ist der Betrag, den eine Conversion wie eine Anfrage oder ein Kauf im Durchschnitt an Werbekosten verursacht.

  • CPC (Cost per Click)

    Der CPC (Cost per Click, Kosten pro Klick) ist der Betrag, den ein Werbetreibender für einen Klick auf seine Anzeige zahlt.

  • CPM (Cost per Mille)

    Der CPM (Cost per Mille), auf Deutsch Tausend-Kontakt-Preis (TKP), ist der Preis für 1.000 Einblendungen einer Anzeige.

  • Google Merchant Center

    Das Google Merchant Center ist ein kostenloses Tool von Google, in dem Händler ihre Produktdaten hinterlegen, damit Produkte in Shopping-Anzeigen und kostenlosen Produkteinträgen erscheinen.

  • LinkedIn Ads

    LinkedIn Ads sind bezahlte Anzeigen im beruflichen Netzwerk LinkedIn.

  • Meta Ads

    Meta Ads sind bezahlte Anzeigen auf den Plattformen des Meta-Konzerns: Facebook, Instagram, Messenger, Threads und im Audience Network.

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