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Google Ads Placements: Welcher Kampagnen-Typ passt zu deinem Ziel?

Google Ads einfach mal ausprobieren? Bei so viel Auswahl an Kampagnen-Typen und Platzierungen ist das gar nicht so leicht. Wir zeigen dir, welche Google Ads Placements und welche Kampagnen-Arten aus strategischer Sicht für dich sinnvoll sind.

Während in den frühen 2000ern das Schalten einer Textanzeige bei Google noch ein Feuerwerk der Gefühle war, sind die Möglichkeiten im aktuellen Google Ads System für manche kaum mehr überschaubar. Bei einem Marktanteil im Bereich Suchmaschinen von rund 90 % möchten viele bei Google mitspielen. Aber damit das Ads-Budget nicht fehl investiert wird, muss die Wahl des Kampagnen-Typs auf die eigenen Marketingziele und auf weitere Faktoren abgestimmt werden.

Einflussfaktoren auf die Wahl der richtigen Kampagnen-Art

Am Anfang aller Überlegungen steht wie immer deine Marketingstrategie. Mach dir zuerst Gedanken darüber, welches Ziel du eigentlich im Online-Marketing verfolgst.

Google Ads Kampagnentypen Ziele
Gleich zu Beginn der Kampagnenerstellung möchte Google dein Hauptziel wissen und richtet danach die Empfehlungen zu den Kampagnen-Typen aus. (Quelle: Google Ads System)

Neben dem Ziel gibt es allerdings noch weitere Faktoren, die für deine Gesamtstrategie wichtig sind. Wir möchten dir die wichtigsten Punkte hier kurz veranschaulichen. Weiter unten erfährst du dann, welche konkreten Placements für welche Ziele geeignet sind.

Dein Marketingziel  

Wie oben schon erwähnt, macht es einen Unterschied, ob du Leads (z. B. Kontaktanfragen oder Bewerber finden) über deine Website erzielen, etwas verkaufen willst, oder ob du gerade dabei bist, dein Markenimage zu stärken.

Deine Branche/deine Leistung

Ein Beispiel: Werden Beauty-Produkte online vermarktet, sind Video Ads oder Display Ads mit hochwertigen Bildern und Videos eine gute Wahl. Die Aufgabe der Anzeige ist es hier, auf das Produkt aufmerksam zu machen. Nach Beauty-Produkten suchen Menschen eher weniger. Textanzeigen wären hier wohl weniger erfolgreich.

Dein Budget

Eine Faustregel gibt es dazu nicht. Dennoch kannst du einen monatlichen Betrag festsetzen und beobachten, wie sich deine Kampagne entwickelt. Google gibt im Tab „Empfehlungen” auch Hinweise, falls das Budget eingeschränkt ist und erhöht werden sollte. Nicht jeder ist bereit, beispielsweise in Display Ads zu investieren, da die Conversion-Raten im Allgemeinen niedriger sind als bei Search Ads. Auch wird die Keyword-Menge bei Suchanzeigen dein Budget beeinflussen. Je enger dein Keyword-Set, desto weniger Streuverluste wirst du haben. Je breiter deine Keywords ausgerichtet sind, desto höher ist allerdings die Chance auf zusätzliche Anfragen. Du solltest also grob wissen, welches Budget du bereit bist zu investieren und welchen Return on Invest du erwartest. 

Weitere Ressourcen

Für Textanzeigen reicht es aus, gut durchdachte Texte, Keywords und ein paar Anzeigenerweiterungen einzustellen. Dahingegen benötigst du für Display oder Shopping Ads schon etwas mehr an Medienmaterial. Am aufwändigsten sind Video Ads, weil du dafür passendes Videomaterial brauchst. 

Wie erklärungsbedürftig und innovativ ist dein Produkt/deine Leistung?

Ist dein Produkt schon bekannt? Oder musst du deine Zielgruppe bei einem noch unbewussten Problem abholen? Überlege dir genau, wo deine Zielgruppe steht. Hier ist es hilfreich, Personas zu erstellen. Für erklärungsbedürftige Produkte und Leistungen sind Video Ads oft zielführender, aber mit dem richtigen Keyword-Mix und treffenden Texten können auch Suchanzeigen super funktionieren.  

Suchvolumen für dein Produkt/deine Dienstleistung

Um herauszufinden, ob überhaupt nach deinem Produkt oder deiner Leistung gegoogelt wird, prüfe unbedingt das Suchvolumen für verschiedene Keywords – am besten mithilfe einer ausführlichen Keyword-Recherche.

Was machen deine Wettbewerber*innen?

Hast du einen deiner Wettbewerber*innen schon mal in den Shopping-Ads entdeckt? Oder in den Textanzeigen? Grundsätzlich gilt: bei sehr starker Konkurrenz wird es am Anfang etwas dauern, bis du eine gewisse Sichtbarkeit erreichst – was allerdings auch wiederum von deinem Budget abhängt. 

Kampagnenmix: In vielen Fällen ist es sinnvoll, auf mehrere Placements bzw. Kampagnen-Typen zu setzen. So erreichst du z. B. über das Google Displaynetzwerk und über YouTube Ads andere potenzielle Kunden und Kundinnen als über klassische Textanzeigen. Die Kampagnen-Typen ergänzen sich häufig sehr gut und lassen sich auch mit Remarketing kombinieren.

Google Ads Placements und Kampagnen-Typen

Placements (= Platzierungen) bezeichnen die Orte, an denen deine Google Anzeige geschaltet wird. Google selbst verwendet den Begriff Placements eigentlich vorrangig für konkrete Websites bzw. für YouTube-Kanäle, die dem Displaynetzwerk angehören. Wir möchten hier den Begriff Placements allerdings noch etwas ausweiten und dir alle Kanäle zeigen, an denen deine Anzeige erscheinen könnte. 

Google Search Ads

Die Google Search Ads – man könnte auch sagen: das Urgestein der Google Ads. Jeder kennt die klassischen Google-Textanzeigen.

Google Ads Placements Suchanzeigen
Google Textanzeigen wurden erstmals im Jahr 2000 in der Betaphase eingeführt, damals noch unter dem Namen „AdWords“. Mittlerweile gibt es unzählige Google Ads Anzeigenerweiterungen für Textanzeigen, wie hier z. B. Sitelinks. (Quelle: Google Screenshot)

Neben der Google Suche landen deine Anzeigen (je nach Kampagnen-Einstellung) auch auf den Websites der sogenannten Suchnetzwerk-Partner. Dabei handelt es sich um Websites, die mit Google zusammenarbeiten und auf ihren Seiten ebenfalls Suchergebnisse mit Bezug auf Suchanfragen der Nutzer*innen ausspielen. Auch YouTube und Google Maps gehören dazu!

Google Ads Suchanzeigen in Youtube
Textanzeigen werden auch auf YouTube ausgespielt, da sie zu den Suchnetzwerk-Partnern gehören. (Quelle: YouTube)

Diese Ziele passen zu Search Ads:

  • Du willst direkte Verkäufe und deinen Umsatz erhöhen 
  • Du willst Leads und Kontakte generieren
  • Du willst mehr Website-Besucher*innen
  • Du willst mehr Anrufe oder Besucher*innen im Geschäft 

Vorteile von Search Ads:

  • Dich erwarten gute Klickraten, wenn deine Anzeigen passend auf die Suchintention der Nutzer*innen ausgerichtet sind.
  • Klassische Search Ads im Textformat sind schnell eingerichtet, weil du kein Bildmaterial etc. benötigst.

Display Ads

Das Displaynetzwerk von Google beinhaltet Millionen von potenziellen Websites, Apps und auch Video-Plattformen, in denen deine Anzeige Platz findet. Du kannst die Auswahl der Placements einschränken, sodass deine Anzeige z. B. nur auf Websites erscheint, die zu deiner Branche passen.

Google Ads Placements Youtube Ad
Mit Display Ads kannst du Emotionen besser transportieren als mit reinen Text-Ads. Bilder, Headlines, Logo und Call-to-Action sind Standardelemente einer Display Ad, wie in diesem Beispiel von Volvo. (Quelle: t3n.de)
Google Display Ads auf Youtube
Du kannst auch OHNE Videomaterial Ads auf YouTube schalten – wie in diesem Fall mit einer Display Ad, die ein statisches Bild enthält. (Quelle: YouTube)

Diese Ziele passen zu Display Ads:

  • Du willst deine Bekanntheit steigern
  • Du willst die Kaufbereitschaft für ein Produkt/eine Leistung erhöhen
  • Du willst mehr Reichweite
  • Du willst mehr Website-Besucher*innen
  • Du willst Menschen wieder ansprechen, die schon in Kontakt mit deiner Website waren (Remarketing)

Vorteile von Display Ads:

  • Du erreichst auch Menschen, die nicht aktiv googeln
  • Du schöpfst das volle Potenzial an Gestaltung aus, indem du Bilder, Videos, Texte und dein Logo integrierst
  • Du kannst deine Anzeigen gezielt auf Zielgruppen, Themen oder Placements (bestimmte Websites) ausrichten

Shopping Ads

Shopping Kampagnen sind ideal für Ladenbesitzer*innen, Produktanbieter*innen und Einzelhändler*innen. Die Produkt-Anzeigen werden nicht nur in der Google Suche, sondern auch im Displaynetzwerk und im separaten „Google Shopping“-Tab ausgeliefert.

Google Ads Placements Shopping
Mit Google Shopping Ads kannst du deine Produkte gezielt zum Verkauf anbieten – wie hier am Beispiel von Biotee. (Quelle: Google Suche)

Diese Ziele passen zu Shopping Ads:

  • Du willst direkte Verkäufe und deinen Umsatz erhöhen 
  • Du willst mehr Website-Besucher*innen
  • Du willst die Kaufbereitschaft für ein Produkt erhöhen

Vorteile von Shopping Ads:

  • Hohe Conversion-Raten
  • Alle Produktinfos für potenzielle Käufer*innen auf einen Blick, bevor ein Klick notwendig ist
  • Prominente Darstellung deiner Produkte

Du willst deine Produkte nicht nur über Google Ads, sondern auch über Amazon Ads verkaufen? In unserer Amazon Ads Schulung erfährst du, wie du über Amazon effektiv an neue Käufer*innen kommst.

YouTube und Video Ads

Wer YouTube nutzt, hat oft ein Problem, das gelöst oder eine Frage, die beantwortet werden soll. Damit ist die Videoplattform eher eine Suchmaschine, statt ein Social-Media-Kanal.  YouTube ist nach Google außerdem die zweithäufigste besuchte Website weltweit! Täglich verbringen YouTube-Nutzer*innen im Schnitt 25 Minuten auf der Plattform (Stand 2020, Quelle: Statista). Der Vorteil für dich und deine Ads: Da User*innen hier oft gezielt nach bestimmten Informationen suchen, sind sie in der Customer Journey oft schon weiter fortgeschritten, was die Conversion–Wahrscheinlichkeit für dich steigert.

Auf YouTube stehen dir gleich mehrere Ads-Optionen zur Verfügung. In unserem Beitrag zu YouTube-Werbung erfährst du alles über die Formate.

Hier siehst du ein beliebtes Ad-Format auf YouTube, eine überspringbare In-Stream-Anzeige:

Google Video Ad in Youtube
Oft können wir es kaum erwarten, dass der „Werbung überspringen“-Button auftaucht. Genau deshalb sollte deine Video-Ad auch wirklich ab der ersten Sekunde für Aufmerksamkeit sorgen und deine Zuschauer*innen packen. (Quelle. YouTube)

Diese Ziele passen zu Video Ads:

  • Du willst deine Bekanntheit und Reichweite steigern
  • Du willst die Kaufbereitschaft erhöhen
  • Du willst Menschen wieder ansprechen, die schon in Kontakt mit deinem Unternehmen waren (Remarketing)
  • Du willst dein Image verbessern
  • Du willst Zuschauer*innen emotional erreichen

Vorteile von Video Ads:

  • Du nutzt die hohe Reichweite von YouTube
  • Du kannst deine Anzeigen auf Zielgruppen und Themen ausrichten
  • Dir steht das volle Potenzial an emotionaler Ansprache zur Verfügung

Discovery Ads

Was ist „Google Discover“ überhaupt? Der Discover Feed von Google ist ein personalisierter Bereich, der Inhalte anhand der Nutzerinteressen anzeigt. Auf Smartphones tauchen Discover News und andere Inhalte auf, wenn die Google Such-App geöffnet wird.

Google Ads Placements Discovery Kampagnen
Discovery Kampagnen beinhalten neben dem Discovery Feed außerdem die Placements YouTube und Gmail. (Quelle: Google Hilfe)

Diese Ziele passen zu Discovery Kampagnen:

  • Du willst deine Bekanntheit und Reichweite steigern
  • Du willst die Kaufbereitschaft für ein Produkt erhöhen
  • Du willst Menschen wieder ansprechen, die schon in Kontakt mit deinem Unternehmen waren (Remarketing)
  • Du willst mehr Website-Besucher*innen

Vorteile von Discovery Kampagnen:

  • Du erreichst noch mehr Menschen durch Placements in Gmail, YouTube und im Discover-Feed
  • Aus deinen Anzeigenbausteinen (Assets) werden passende Anzeigen in verschiedenen Formaten für dich erstellt

Gmail Ads

Gmail ist einer der beliebtesten E-Mail-Dienste weltweit. Während Nutzer*innen in Gmail ihre Mails checken, kannst du in der Gmail-App mit deiner Anzeige präsent sein und sie dort ansprechen.

Google Ads Placements Gmail
Deine Ads werden in Gmail in den Tabs „Werbung“ und „Soziale Netzwerke“ eingeblendet. (Quelle: Gmail App)

Wenn du Anzeigen in Gmail schalten willst, kannst du das entweder über eine Anzeige im Displaynetzwerk, eine Discovery Kampagne oder eine Performance Max Kampagne umsetzen.

Die dazu passenden Ziele und Vorteile von Gmail Ads decken sich mit denen der vorher genannten Discovery Ads.

Google Play Ads / Anzeigen für Apps

Du willst eine App vermarkten und mit Google Ads etwas nachhelfen? Dazu eignet sich eine App Kampagne hervorragend. Erstellst du eine App Kampagne, wird deine App auch in der Google Suche, auf YouTube und im Displaynetzwerk beworben. 

Google Ads Placements in App
Im Bereich „Werbeanzeigen“ in der Google Play App könnte deine App zu sehen sein, wenn du eine App Kampagne über Google Ads erstellst. (Quelle: Google Play)

Diese Ziele passen zu App Ads:

  • Du willst mehr App-Installationen
  • Du willst auf deine App aufmerksam machen und mehr Reichweite generieren

Vorteile von App Kampagnen:

  • Einfache Erstellung, da der Store-Eintrag als Grundlage für die Anzeigengestaltung verwendet wird
  • Schnelle Reichweite für neue Apps

Google Maps Ads

Wenn dein Fokus auf einem lokalen Geschäft und sogenannten „Offline-Zielen“ liegt, sind Anzeigen in Google Maps zielführend. Voraussetzung hierfür ist, dass du ein Google Unternehmensprofil besitzt und mit deinem Google Ads Account verknüpfst. Ebenfalls solltest du deinen Eintrag bei Google My Business optimieren und – wenn noch nicht vorhanden – zuvor korrekt einrichten. Im verlinken Artikel zeigen wir dir, wie das geht.

Diese Ziele passen zu Google Maps Ads:

  • Mehr Besucher*innen vor Ort gewinnen
  • Den Umsatz bestimmter Filialen steigern
  • Du willst mehr Anrufe erhalten
  • Du willst deine lokale Bekanntheit und Reichweite steigern

Vorteile von Ads in Google Maps:

  • Lokale Sichtbarkeit, wenn Menschen in deiner Nähe unterwegs sind
  • Zusatzfunktion wie Routenplaner, Anrufen etc. können von Suchenden genutzt werden

Für lokale Sichtbarkeit gibt es noch weitere Möglichkeiten im Google Ads System. In einem Beitrag zu Google Local Ads zeigen wir dir 5 Strategien, wie du Anzeigen für lokale Geschäfte umsetzen kannst.

Auch die im nächsten Abschnitt genannten Google Performance Max Kampagnen lassen sich auf lokale Sichtbarkeit ausrichten.

All in one: Googles Performance Max Kampagnen

Der Kampagnen-Typ Performance Max ist noch relativ neu. Mit dieser Lösung erscheint deine Anzeige in vielen verschiedenen Formaten auf sämtlichen Google Kanälen. Hier spielen maschinelles Lernen und die Ausrichtung auf ein wichtiges Conversion-Ziel eine sehr große Rolle. 

In einem ausführlichen Beitrag zu Googles Performance Max Kampagnen zeigen wir dir, was die Vor- und Nachteile von Performance Max Kampagnen sind und wie das Ganze funktioniert.

Dein Unternehmen – dein individueller Kampagnen-Mix

Wie immer im Online-Marketing gibt es keinen Einheitstipp – denn jedes Unternehmen ist mit seiner Online-Marketing-Strategie und seinen Ressourcen einzigartig. Fange am besten mit einem Kampagnen-Typ an, der dir anhand der oben beschriebenen Zielsetzungen am sinnvollsten erscheint. Du kannst nach und nach weitere Placements testen und wichtige Kennzahlen miteinander vergleichen. Google Ads ist ein wachsendes und sich veränderndes System. Es ist wichtig, dass du auch nach dem ersten Setup dranbleibst und deine aktiven Kampagnen laufend weiterentwickelst.

Wenn du noch intensiver in das Thema Google Ads einsteigen willst und deine Ads-Strategie nicht dem Zufall überlassen willst, dann empfehlen wir dir, unser Google Ads Seminar zu besuchen! 

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