Zum Inhalt springen

Keyword-Recherche

Die Keyword-Recherche ermittelt, mit welchen Suchbegriffen und Fragen die Zielgruppe nach einem Angebot sucht, wie häufig danach gesucht wird und welche Absicht (Suchintention) dahintersteckt. Sie ist Grundlage für SEO, SEA und die Planung von Inhalten.

Inhalt dieser Seite
  1. Beispiel aus der Praxis
  2. So gehen Sie bei der Keyword-Recherche vor
  3. Welche Arten von Suchintention gibt es?
  4. Kennzahlen zur Bewertung von Keywords
  5. Tools für die Keyword-Recherche
  6. Typische Fehler bei der Keyword-Recherche
  7. Keyword-Recherche für die KI-Suche
  8. Häufige Fragen

Beispiel aus der Praxis

Ein Hersteller spricht intern von „Flurförderzeugen“. Kunden suchen aber nach „Gabelstapler kaufen“, „Elektrostapler gebraucht“ oder „Hubwagen Tragkraft 2 Tonnen“. Die Keyword-Recherche zeigt diese Begriffe, bewertet, wie oft danach gesucht wird, und ordnet jedem Thema die passende Seite zu.

Dabei zählt auch die Absicht hinter der Suche. Wer „Was kostet ein Gabelstapler“ eingibt, will sich informieren. Wer „Gabelstapler Händler Hannover“ eingibt, sucht einen Anbieter.

So gehen Sie bei der Keyword-Recherche vor

  1. Themen sammeln: Fragen aus Vertrieb, Kundendienst und Angeboten, Produktbezeichnungen, Anwendungsfälle, Wettbewerbsseiten.
  2. Begriffe erweitern: mit Tools, der Google-Autovervollständigung, den Fragen im Block „Ähnliche Fragen“ und den eigenen Suchanfragen aus der Google Search Console.
  3. Bewerten: Suchvolumen, Wettbewerb, Suchintention und Geschäftswert für Ihr Unternehmen.
  4. Clustern: Begriffe mit gleicher Absicht zu Themen zusammenfassen.
  5. Seiten zuordnen: je Themencluster genau eine Zielseite festlegen, bestehende Seiten prüfen, Lücken für neue Inhalte identifizieren.
  6. Priorisieren: nach Potenzial und Aufwand, oft zuerst Themen, bei denen Sie bereits auf Seite zwei stehen.

Die Recherche ist Ausgangspunkt jeder SEO-Beratung und liefert zugleich Suchbegriffe für SEA-Kampagnen.

Welche Arten von Suchintention gibt es?

Die Suchintention beschreibt, was jemand mit einer Suche erreichen will. Google bevorzugt Seiten, die zur Absicht passen, deshalb sollte jede Seite auf eine klare Intention ausgerichtet sein. Üblich ist die Einteilung in vier Typen:

  • Informational: etwas lernen oder verstehen, etwa „Wie funktioniert eine Wärmepumpe“.
  • Kommerziell bzw. vergleichend: Optionen abwägen, etwa „Wärmepumpe oder Gasheizung Vergleich“.
  • Transaktional: kaufen, anfragen oder buchen, etwa „Wärmepumpe Angebot anfordern“.
  • Navigational: eine bestimmte Marke oder Seite finden, etwa „Viessmann Login“.

Welche Absicht Google einer Suche zuordnet, zeigt am zuverlässigsten ein Blick auf die aktuellen Suchergebnisse: Stehen dort Fachartikel, Vergleiche, Shops oder Kartenergebnisse?

Kennzahlen zur Bewertung von Keywords

  • Suchvolumen: durchschnittliche monatliche Suchanfragen. Alle Tools liefern Schätzwerte, keine exakten Zahlen.
  • Wettbewerb bzw. Keyword-Schwierigkeit: toolspezifische Schätzung, wie schwer eine Top-Platzierung zu erreichen ist.
  • CPC (Cost per Click): Der Klickpreis in Google Ads ist ein Hinweis darauf, wie wertvoll ein Begriff kommerziell ist.
  • Klickpotenzial: Anzeigen, Kartenblöcke, AI Overviews und andere Elemente können einen Großteil der Aufmerksamkeit abziehen, auch bei hohem Suchvolumen (Zero-Click-Suche).
  • Geschäftswert: Wie nah ist der Begriff an einer Anfrage oder einem Kauf? Diese Einschätzung kann nur das Unternehmen selbst treffen.

Tools für die Keyword-Recherche

  • Google Keyword-Planer: kostenlos in Google Ads nutzbar, setzt eine abgeschlossene Kontoeinrichtung voraus. Zeigt Suchvolumen-Schätzungen und Klickpreis-Spannen. Ohne laufende Kampagnen sehen Nutzer erfahrungsgemäß oft nur grobe Volumenspannen.
  • Google Search Console: echte Suchanfragen, bei denen Ihre Website bereits erscheint, inklusive Impressionen und Positionen.
  • Google Trends: relative Entwicklung und Saisonalität von Suchinteresse.
  • Suchergebnisse selbst: Autovervollständigung, „Ähnliche Fragen“ und verwandte Suchanfragen.
  • Kostenpflichtige SEO-Tools wie Sistrix, Semrush oder Ahrefs: große Keyword-Datenbanken, Wettbewerbsanalysen und Keyword-Schwierigkeit.

Bei allen Tools gilt: Die Volumenangaben sind Schätzungen und weichen zwischen Anbietern teils deutlich voneinander ab.

Typische Fehler bei der Keyword-Recherche

  • Nur auf Suchvolumen schauen: Ein Begriff mit wenigen Suchen, aber klarer Kaufabsicht ist oft mehr wert als ein allgemeiner Begriff mit hohem Volumen.
  • Begriffe ohne Suchvolumen verwerfen: Im B2B zeigen Tools für spezielle Fachbegriffe oft „0“, obwohl es relevante Suchen gibt. Search-Console-Daten und Vertriebserfahrung helfen hier weiter.
  • Fachsprache statt Kundensprache: Seiten ranken für Begriffe, die niemand sucht.
  • Mehrere Seiten auf dasselbe Thema ausrichten: Sie konkurrieren miteinander, keine setzt sich durch.
  • Einmal recherchieren und nie wieder: Suchverhalten, Produkte und Wettbewerb ändern sich, die Recherche sollte regelmäßig aktualisiert werden.

Keyword-Recherche für die KI-Suche

In KI-Assistenten und im KI-Modus von Google formulieren Menschen oft ganze Fragen und Folgefragen statt kurzer Suchbegriffe. Die Keyword-Recherche verschiebt sich deshalb von einzelnen Keywords hin zu Themen, Fragen und Entscheidungssituationen.

Für GEO lohnt es sich, typische Fragen der Zielgruppe entlang der Customer Journey zu sammeln und Inhalte so aufzubauen, dass sie diese Fragen direkt und belegt beantworten. Verlässliche Suchvolumen für Prompts in KI-Assistenten veröffentlichen die Anbieter nicht (Stand: September 2026).

Verwandte Begriffe

Quellen

Häufige Fragen

Wie mache ich eine Keyword-Recherche?

Sammeln Sie Begriffe aus Kundengesprächen, Vertrieb und Wettbewerbsseiten, erweitern Sie sie mit Tools wie dem Google Keyword-Planer, der Search Console oder Sistrix und bewerten Sie Suchvolumen, Wettbewerb und Suchintention. Fassen Sie Begriffe mit gleicher Absicht zu Themen zusammen und ordnen Sie jedem Thema genau eine Seite zu.

Wie findet man die richtigen Keywords?

Die richtigen Keywords verbinden Suchnachfrage mit Geschäftswert. Starten Sie mit den Problemen und Fragen Ihrer Kunden, prüfen Sie dann, wie danach gesucht wird, und wählen Sie Begriffe, deren Suchintention zu Ihrem Angebot passt. Ein Blick in die aktuellen Suchergebnisse zeigt, ob Ihre Seite dort sinnvoll hineinpasst.

Welche kostenlosen Keyword-Recherche-Tools gibt es?

Kostenlos nutzbar sind der Google Keyword-Planer in Google Ads, die Google Search Console für eigene Suchanfragen, Google Trends für Saisonalität sowie die Autovervollständigung und die Fragen in den Suchergebnissen. Viele kostenpflichtige Tools bieten zudem eingeschränkte Gratisabfragen.

Ist der Google Keyword-Planer kostenlos?

Ja, die Nutzung kostet nichts, setzt aber ein Google-Ads-Konto mit abgeschlossener Einrichtung voraus. Ohne aktive Kampagnen zeigt der Planer erfahrungsgemäß oft nur Volumenspannen statt genauer Werte. Für SEO-Zwecke reichen diese Spannen zur Orientierung häufig aus.

Was ist Suchintention?

Die Suchintention ist die Absicht hinter einer Suchanfrage: sich informieren, Optionen vergleichen, etwas kaufen oder eine bestimmte Seite finden. Google bevorzugt Seiten, die zur Absicht passen. Deshalb sollte jede Seite auf eine klare Intention ausgerichtet sein.

Was sind Longtail-Keywords?

Longtail-Keywords sind längere, spezifischere Suchanfragen aus mehreren Wörtern, etwa „Edelstahl Förderband für Lebensmittelindustrie“. Sie haben einzeln wenig Suchvolumen, zeigen aber oft eine klare Absicht und haben weniger Wettbewerb. In Summe machen sie einen großen Teil der Suchanfragen aus.

Wie viele Keywords sollte eine Seite abdecken?

Eine Seite sollte ein Thema mit einer Suchintention abdecken, nicht nur ein einzelnes Keyword. Dazu gehören Hauptbegriff, Synonyme und verwandte Fragen. Eine feste Zahl gibt es nicht, wichtig ist, dass keine zweite Seite dasselbe Thema bedient.

Wie oft sollte man eine Keyword-Recherche wiederholen?

Eine grundlegende Aktualisierung einmal im Jahr und vor größeren Projekten wie einem Relaunch ist sinnvoll. Laufend lohnt der Blick in die Search Console, um neue Suchanfragen zu entdecken, für die Ihre Seiten bereits erscheinen. In saisonalen Branchen sollte die Planung den Jahresverlauf berücksichtigen.

Kann ich Keyword-Recherche selbst machen?

Ja, die Grundlagen lassen sich mit kostenlosen Tools und dem Wissen aus Vertrieb und Kundenservice gut intern umsetzen. Unterstützung lohnt sich bei großen Websites, in stark umkämpften Märkten und wenn Keywords systematisch mit Seitenstruktur und Content-Planung verknüpft werden sollen.

Glossar

Mehr aus SEO.

Alle 75 Begriffe
  • Backlinks

    Backlinks sind Links von anderen Websites auf die eigene Seite.

  • Core Web Vitals

    Die Core Web Vitals sind drei Kennzahlen von Google zur Nutzererfahrung einer Webseite: Largest Contentful Paint (LCP) für die Ladezeit, Interaction to Next Paint (INP) für die Reaktionsfähigkeit und Cumulative Layout Shift (CLS) für die optische Stabilität.

  • E-E-A-T

    E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness (Erfahrung, Fachwissen, Autorität, Vertrauenswürdigkeit).

  • Google Search Console

    Die Google Search Console (GSC) ist ein kostenloses Tool von Google, das zeigt, wie eine Website in der Google-Suche erscheint, bei welchen Suchanfragen sie gefunden wird und welche technischen Probleme Google feststellt.

  • Google Unternehmensprofil

    Das Google Unternehmensprofil (englisch Google Business Profile, früher Google My Business) ist der kostenlose Firmeneintrag, der in der Google-Suche und in Google Maps erscheint.

  • Knowledge Graph

    Ein Knowledge Graph (Wissensgraph) ist eine Datenbank, die Dinge wie Unternehmen oder Produkte als Entitäten speichert und ihre Beziehungen untereinander abbildet.

Gespräch anfragen