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Beispiel aus der Praxis
Ein Autohaus pflegt sein Unternehmensprofil sorgfältig. Es hinterlegt Sonderöffnungszeiten an Feiertagen, zeigt aktuelle Fotos von Werkstatt und Team und antwortet auf jede Bewertung. Wer nach dem Autohaus oder nach „Autowerkstatt in der Nähe“ sucht, sieht diesen Eintrag mit Karte, Telefonnummer und Sternebewertung oft vor der Website.
Interessenten können direkt aus der Suche anrufen oder eine Route planen. Für viele lokale Betriebe ist das Profil deshalb ein wichtiger Weg, über den Anfragen hereinkommen.
Welche Angaben enthält das Profil und welche sind wichtig?
Das Profil bündelt alle Informationen, die Suchende für eine schnelle Entscheidung brauchen. Besonders wichtig sind:
- Firmenname: genau so, wie er auf Schild, Briefpapier und Website steht, ohne zusätzliche Suchbegriffe.
- Kategorien: eine möglichst genaue Hauptkategorie und passende weitere Kategorien, weil sie stark bestimmen, bei welchen Suchen das Profil erscheint.
- Adresse oder Servicegebiet: Adresse für Standorte mit Kundenbesuch, Servicegebiet für Betriebe, die beim Kunden arbeiten.
- Öffnungszeiten: inklusive Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.
- Kontakt und Website: Telefonnummer, Website-Link, gegebenenfalls Terminbuchung.
- Leistungen, Produkte, Beschreibung und Fotos: geben Google und Suchenden Kontext.
- Bewertungen und Antworten: prägen Vertrauen und lokale Bekanntheit.
So erstellen und bestätigen Sie das Profil
Ein Profil legen Sie mit einem Google-Konto über google.com/business an. Bevor Änderungen öffentlich sichtbar werden und Sie alle Funktionen nutzen können, muss das Unternehmen bestätigt werden. Google nennt dafür folgende Wege (Stand: September 2026):
- Telefon oder SMS mit Bestätigungscode
- E-Mail an eine geschäftliche Adresse
- Live-Videoanruf mit dem Google-Support
- Videoaufnahme, die Standort und Inhaberschaft zeigt
- Postkarte mit Code an die Geschäftsadresse; die meisten Karten kommen laut Google innerhalb von 14 Tagen an, der Code läuft nach 30 Tagen ab
Welche Methoden zur Verfügung stehen, legt Google je nach Unternehmen automatisch fest, eine Auswahl ist nicht möglich. Die anschließende Prüfung kann laut Google bis zu fünf Werktage dauern.
Wie beeinflusst das Profil das lokale Ranking?
Das Unternehmensprofil ist die Datengrundlage für die Kartenergebnisse und damit zentral für Local SEO. Google ordnet lokale Ergebnisse nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit.
- Relevanz steigern Sie mit vollständigen, genauen Angaben und passenden Kategorien.
- Entfernung ergibt sich aus Ihrem Standort und dem des Suchenden und lässt sich nicht beeinflussen.
- Bekanntheit speist sich unter anderem aus Bewertungen, Erwähnungen und Links im Web sowie Ihrer Sichtbarkeit in den organischen Suchergebnissen.
Ein besseres Ranking lässt sich laut Google nicht kaufen, auch nicht über Anzeigen. Wie Profil, Website und Standortseiten zusammenwirken, ist Teil unserer SEO-Beratung.
Bewertungen richtig managen
Bewertungen sind für Suchende oft das wichtigste Auswahlkriterium und fließen in die lokale Bekanntheit ein. Die Google-Richtlinien setzen dabei klare Grenzen:
- Erlaubt: Kunden aktiv um ehrliche Bewertungen bitten, etwa per Link oder QR-Code nach Projektabschluss.
- Verboten: Anreize wie Rabatte, Gutscheine oder Geschenke für Bewertungen, gezieltes Bitten nur um positive Bewertungen, Verhindern negativer Bewertungen sowie gefälschte Bewertungen.
- Antworten: sachlich, zeitnah und ohne personenbezogene Details. Auch kritische Bewertungen verdienen eine lösungsorientierte Antwort.
- Melden: Bewertungen, die gegen Richtlinien verstoßen, etwa Beleidigungen oder Spam, können Sie bei Google melden. Unliebsame, aber zulässige Bewertungen entfernt Google nicht.
Bei rechtlich problematischen Bewertungen, etwa unwahren Tatsachenbehauptungen, sollten Sie sich rechtlich beraten lassen.
Typische Fehler beim Unternehmensprofil
- Suchbegriffe im Firmennamen: Zusätze wie „günstig“ oder Ortsnamen, die nicht zum offiziellen Namen gehören, verstoßen gegen die Richtlinien und können zur Sperrung führen.
- Doppelte Profile: Pro Standort ist nur ein Profil vorgesehen, Dubletten führen zu Darstellungsproblemen.
- Profil gehört der Agentur oder einem ehemaligen Mitarbeiter: Das Unternehmen sollte immer selbst Inhaber sein und Dritten nur Verwalterrechte geben.
- Private Adresse sichtbar: Betriebe ohne Kundenbesuch sollten ein Servicegebiet angeben und die Adresse ausblenden.
- Einmal angelegt, nie gepflegt: falsche Öffnungszeiten, alte Fotos und unbeantwortete Bewertungen kosten Vertrauen.
- Auf kostenpflichtige „Eintragungsdienste“ hereinfallen: Google verlangt für das Profil keine Gebühr.
Unternehmensprofile für mehrere Standorte
Unternehmen mit mehreren Niederlassungen verwalten ihre Profile am besten gemeinsam in einer Unternehmensgruppe. So lassen sich Rechte zentral steuern und Angaben einheitlich halten.
- Für jeden Standort mit Kundenkontakt ein eigenes Profil und eine eigene Standortseite auf der Website anlegen.
- Einheitliche Namenskonvention, Kategorien und Markenauftritt festlegen.
- Filialleitungen gezielt Rechte für Fotos, Beiträge und Antworten geben.
- Für viele Standorte bietet Google eine Sammelbestätigung an, die Voraussetzungen nennt die Unternehmensprofil-Hilfe.
Die Standortdaten sollten mit Website, strukturierten Daten und Verzeichniseinträgen übereinstimmen.
Verwandte Begriffe
Quellen
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Unternehmen bestätigen
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Lokales Ranking bei Google verbessern
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Richtlinien für die Darstellung Ihres Unternehmens bei Google
- Google Maps: Richtlinien für von Nutzern beigetragene Inhalte (Verbotene und eingeschränkte Inhalte)










