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Beispiel aus der Praxis
Ein Versicherungsmakler stellt fest, dass seine Seite zur Gewerbehaftpflicht in der Google-Suche oft angezeigt, aber selten angeklickt wird. Die Search Console zeigt ihm, bei welchen Suchbegriffen die Seite erscheint und wie hoch die Klickrate jeweils ist.
Er überarbeitet Seitentitel und Beschreibung und prüft in den folgenden Wochen, ob die Klickrate steigt. Weil die Daten direkt von Google stammen, sind sie die verlässlichste Quelle für alles, was in der Suche vor dem Klick passiert.
Welche Berichte bietet die Search Console?
- Leistung: Klicks, Impressionen, Klickrate (CTR) und durchschnittliche Position, filterbar nach Suchanfrage, Seite, Land, Gerät und Suchdarstellung. Verfügbar sind Daten der letzten 16 Monate.
- Leistung in generativen KI-Funktionen: Impressionen Ihrer Seiten in AI Overviews und im KI-Modus. Seit dem 31. August 2026 für alle Websites weltweit verfügbar (Stand: September 2026).
- Seitenindexierung: welche URLs im Index sind und warum andere ausgeschlossen wurden.
- URL-Prüfung: Status einer einzelnen Seite, Test der Live-URL und Antrag auf Indexierung.
- Sitemaps: Einreichen und Überwachen von XML-Sitemaps.
- Core Web Vitals: Felddaten zu Ladezeit, Reaktionsfähigkeit und Stabilität, siehe Core Web Vitals.
- Verbesserungen und Rich-Suchergebnisse: Fehler und Warnungen bei strukturierten Daten.
- Links: externe und interne Links auf Ihre Seiten.
- Sicherheit und manuelle Maßnahmen: Hinweise auf Hacking, Malware oder Verstöße gegen Google-Richtlinien.
So richten Sie die Search Console ein
Für die Einrichtung brauchen Sie ein Google-Konto und müssen nachweisen, dass Sie die Website verwalten. Google unterscheidet zwei Property-Typen:
- Domain-Property (z. B. beispiel.de): umfasst alle Subdomains und Protokolle, also auch www, http und https. Die Bestätigung erfolgt ausschließlich über einen DNS-Eintrag beim Domain-Anbieter.
- URL-Präfix-Property (z. B. https://www.beispiel.de): umfasst nur URLs mit genau diesem Präfix. Zur Bestätigung stehen mehrere Methoden zur Verfügung, etwa eine HTML-Datei, ein Meta-Tag, Google Analytics oder der Google Tag Manager.
Empfehlenswert ist in den meisten Fällen eine Domain-Property, ergänzt um URL-Präfix-Properties für einzelne Bereiche, wenn Teams getrennt arbeiten. Legen Sie die Properties im Unternehmenskonto an und vergeben Sie Dienstleistern nur Nutzerrechte, damit der Zugriff bei einem Personal- oder Agenturwechsel erhalten bleibt.
Unterschied zwischen Search Console und Google Analytics
Die Search Console zeigt, was vor dem Klick in der Google-Suche passiert, Google Analytics 4 zeigt, was Besucher nach dem Klick auf Ihrer Website tun.
- Search Console: Suchanfragen, Impressionen, Klicks, Positionen, Indexierung und technische Probleme, nur für die Google-Suche.
- Google Analytics 4: Besuche aus allen Kanälen, Verhalten auf der Website, Conversions, abhängig von Einwilligungen im Cookie-Banner.
Die Klickzahlen beider Tools weichen daher regelmäßig voneinander ab. Beide Tools lassen sich verknüpfen, um Suchanfragen und Verhalten gemeinsam auszuwerten.
Typische Einsatzszenarien aus der Praxis
- Relaunch absichern: Vor dem Relaunch Daten sichern, danach Indexierung, Weiterleitungen und Klickentwicklung täglich prüfen.
- Traffic-Einbrüche analysieren: Liegt es an einzelnen Seiten, Geräten, Ländern oder an einem Google-Update?
- Klickrate verbessern: Seiten mit vielen Impressionen und niedriger Klickrate gezielt bei Titel und Beschreibung überarbeiten.
- Schwellenkeywords finden: Suchanfragen auf Position 5 bis 15 identifizieren, bei denen eine Überarbeitung schnell Wirkung zeigen kann.
- Neue Themen entdecken: Suchanfragen, für die Ihre Seiten erscheinen, obwohl es noch keine passende Seite gibt, sind Hinweise für die Keyword-Recherche.
Wir binden die Search Console in Reportings ein und nutzen sie vor und nach jedem Relaunch, um Verluste früh zu erkennen. Mehr dazu in unserer SEO-Beratung.
Grenzen der Search Console
- Anonymisierte Suchanfragen: Sehr seltene Suchanfragen zeigt Google zum Schutz der Privatsphäre nicht einzeln an. Die Summe der Anfragen ergibt deshalb nie die Gesamtzahl der Klicks.
- Durchschnittliche Position: Der Wert mittelt über Orte, Geräte und Zeiträume und entspricht nicht der Position, die Sie bei einer eigenen Suche sehen.
- Begrenzter Zeitraum: Leistungsdaten reichen 16 Monate zurück. Wer längere Vergleiche braucht, sollte Daten regelmäßig exportieren, etwa per API oder Bulk-Export nach BigQuery.
- Nur Google: Andere Suchmaschinen wie Bing haben eigene Tools, etwa die Bing Webmaster Tools.
- Keine Personendaten: Wer sucht, zeigt die Search Console nicht.
Verwandte Begriffe
Quellen
- Search Console-Hilfe: Über die Search Console
- Search Console-Hilfe: Leistungsbericht (Google-Suchergebnisse)
- Search Console-Hilfe: Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen (Google Suche)
- Search Console-Hilfe: Property hinzufügen
- Google Search Central Blog: Introducing the new Search Console (16 Monate Leistungsdaten)










