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Beispiel aus der Praxis
Ein Instandhaltungsleiter sucht bei Google „Druckluftanlage Energiekosten senken“. Über den gewohnten Suchergebnissen erscheint eine Übersicht mit KI. Sie fasst Ursachen und Maßnahmen zusammen und verlinkt auf die Seiten, aus denen die Antwort stammt, zum Beispiel auf den Leitfaden eines Kompressorenherstellers.
Für diesen Hersteller ist die Nennung wertvoll, auch wenn nicht jeder Leser klickt. Sein Name steht bereits in der ersten Antwort.
Wie entstehen AI Overviews?
AI Overviews entstehen aus Googles Suchindex und einem Gemini-Modell, das passende Inhalte zu einer Antwort zusammenfasst. Google nutzt dafür nach eigenen Angaben das Verfahren „Query Fan-out“: Eine Frage wird in mehrere verwandte Teilsuchen zerlegt, deren Ergebnisse gemeinsam ausgewertet werden. Dadurch können auch Seiten verlinkt werden, die für die ursprüngliche Suchanfrage nicht auf Seite 1 stehen.
Nicht jede Suchanfrage löst eine KI-Übersicht aus. Häufig erscheinen sie bei Informations- und Vergleichsfragen, seltener bei reinen Marken- oder Navigationssuchen. In Deutschland sind AI Overviews seit März 2025 verfügbar, zunächst für angemeldete Nutzer ab 18 Jahren.
Wie kommt eine Website in eine KI-Übersicht?
Laut Google gelten für AI Overviews keine zusätzlichen technischen Anforderungen: Eine Seite muss indexiert sein und mit einem Snippet in der Suche erscheinen dürfen. Es gibt auch keine speziellen Optimierungen oder Auszeichnungen, die eine Aufnahme sicherstellen.
In der Praxis erhöhen folgende Punkte die Chance, als Quelle verlinkt zu werden:
- Die Seite beantwortet eine konkrete Frage direkt und in eigenen Worten, statt Allgemeinwissen zu wiederholen.
- Aussagen sind präzise, mit Zahlen, Bedingungen und Beispielen belegt.
- Überschriften und Absätze sind klar gegliedert, sodass einzelne Aussagen isoliert verständlich sind.
- Die Seite rankt bereits für verwandte Suchanfragen, denn die Quellen stammen aus dem normalen Suchindex (SEO bleibt die Grundlage).
- Autor, Unternehmen und Erfahrung sind erkennbar (E-E-A-T).
Wie Unternehmen ihre Präsenz in KI-Antworten systematisch aufbauen, beschreibt unsere Seite zur GEO-Agentur.
Wie wirken sich AI Overviews auf Klicks aus?
Bei Informationsfragen sinken die Klicks auf Websites häufig, wenn eine KI-Übersicht erscheint. Eine Auswertung des Pew Research Center aus den USA (März 2025, Browserdaten von 900 Erwachsenen) ergab: Bei Suchen mit KI-Zusammenfassung klickten Nutzer in 8 Prozent der Fälle auf ein Suchergebnis, ohne Zusammenfassung in 15 Prozent. Auf Links innerhalb der Zusammenfassung klickten sie in rund 1 Prozent der Fälle.
Für Deutschland gibt es keine vergleichbar belastbare, öffentlich dokumentierte Erhebung. Die Zahlen zeigen eine Richtung, keinen festen Wert für Ihre Website. Bei Kauf- und Anbieterfragen bleibt der Klick wichtiger, weil Nutzer Angebote, Preise und Ansprechpartner selbst prüfen wollen. Mehr dazu unter Zero-Click-Suche.
Wie messen Sie Ihre Präsenz in AI Overviews?
Die Google Search Console enthält einen eigenen Bericht zur Leistung in generativen KI-Funktionen. Er zeigt Impressionen, also wie oft Links zu Ihrer Website in AI Overviews und im KI-Modus erschienen sind, gegliedert nach Seiten, Ländern, Zeitraum und Gerät. Seit dem 31. August 2026 steht der Bericht laut Google allen Websites weltweit zur Verfügung. Daten erscheinen erst, wenn eine Website genug Impressionen in den KI-Funktionen erhalten hat (Stand: September 2026).
- Klicks aus KI-Funktionen sind im normalen Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web“ enthalten, aber nicht separat ausgewiesen.
- Seiten mit stabilen Positionen und Impressionen, aber sinkender Klickrate, sind ein Hinweis auf KI-Übersichten oder andere Antwortelemente.
- Für Wettbewerbsvergleiche und einzelne Suchanfragen braucht es zusätzlich SEO- oder KI-Monitoring-Tools.
Kann man Inhalte von AI Overviews ausschließen?
Ja, allerdings nur mit denselben Mitteln, die auch die normale Suchdarstellung einschränken. Google nennt dafür die Robots-Anweisungen nosnippet, data-nosnippet, max-snippet und noindex.
- nosnippet / max-snippet: verhindern oder begrenzen Textauszüge, auch im klassischen Suchergebnis.
- data-nosnippet: schließt einzelne Textbereiche einer Seite aus.
- noindex: entfernt die Seite komplett aus der Google-Suche.
Die Anweisung Google-Extended in der robots.txt steuert dagegen nur, ob Inhalte für das Training und die Antworten von Gemini-Modellen außerhalb der Suche genutzt werden. Auf Aufnahme und Ranking in der Google-Suche hat sie laut Google keinen Einfluss. Ein Ausschluss kostet in der Regel Sichtbarkeit und ist deshalb nur in Ausnahmefällen sinnvoll, etwa bei kostenpflichtigen Inhalten.
Verwandte Begriffe
Quellen
- Google Search Central: AI features and your website
- Google Search Central: Optimizing your website for generative AI features on Google Search
- Google: AI Overviews in weiteren Ländern Europas (25.03.2025)
- Google Blog: Der KI-Modus startet in Deutschland, Österreich und der Schweiz (08.10.2025)
- Search Console-Hilfe: Generative AI performance report (Search)
- Pew Research Center: Google users are less likely to click on links when an AI summary appears (22.07.2025)
- Google Search Hilfe: AI Overviews in Google Search
- Google Search Central: Google-Extended und weitere Google-Crawler
- Search Engine Roundtable: Google Expands Ads In AI Overviews To More Countries (22.12.2025)










