Inhalt dieser Seite
Beispiel aus der Praxis
Ein Hersteller von Hallenheizungen schaltet eine Anzeige für „Hallenheizung Logistikhalle“. Führt der Klick auf die Startseite, muss der Besucher das passende System erst suchen. Führt er auf eine Seite, die genau dieses Angebot mit Referenzen aus Logistikhallen erklärt und einen Rückruf durch einen Fachberater anbietet, fragt ein größerer Teil der Besucher an.
Was macht eine gute Landingpage aus?
Eine gute Landingpage beantwortet in wenigen Sekunden drei Fragen: Bin ich hier richtig? Was habe ich davon? Was soll ich jetzt tun? Daraus ergeben sich die zentralen Elemente:
- Überschrift, die das Versprechen der Anzeige oder des Suchergebnisses aufgreift und den Nutzen benennt.
- Kurze Beschreibung des Angebots für eine klar umrissene Zielgruppe.
- Belege: Referenzen, Kundenstimmen, Zertifikate, Zahlen, Ansprechpartner mit Foto.
- Antworten auf typische Einwände, etwa zu Ablauf, Dauer oder Voraussetzungen.
- Eine klare Handlungsaufforderung mit kurzem Formular und alternativem Kontaktweg.
- Schnelle Ladezeit und gute mobile Darstellung, messbar über die Core Web Vitals.
Was ist der Unterschied zwischen Landingpage und Homepage?
Die Homepage (Startseite) stellt das ganze Unternehmen vor und führt in viele Richtungen. Eine Landingpage konzentriert sich auf ein Angebot, eine Zielgruppe und eine Handlung.
- Homepage: Navigation zu allen Bereichen, allgemeine Positionierung, viele mögliche nächste Schritte.
- Landingpage im engeren Sinn: ein Thema, oft reduzierte Navigation, ein Ziel.
- Landingpage im weiteren Sinn: jede Seite, auf der Besucher einsteigen. In der Webanalyse heißt sie Einstiegs- oder Zielseite, auch ein Blogartikel kann das sein.
Warum ist die Landingpage für Google Ads wichtig?
Die Landingpage beeinflusst bei Google Ads Anzeigenqualität und damit Position und Klickpreise. Google bewertet unter anderem Nutzen und Relevanz der Landingpage, die Bedienbarkeit der Navigation und ob die Seite die Erwartungen erfüllt, die das Anzeigen-Creative weckt. Hochwertigere Anzeigen führen laut Google häufig zu niedrigeren Klickpreisen.
Im Qualitätsfaktor erscheint das als Komponente „Nutzererfahrung mit der Landingpage“. Der Qualitätsfaktor selbst ist ein Diagnosewert und fließt nicht direkt in die Auktion ein, er zeigt aber, wo die Zielseite schwächelt. Für Suchmaschinenwerbung gilt daher: Anzeige, Keyword und Zielseite müssen zusammenpassen.
So erstellen Sie eine Landingpage
- Ziel und Zielgruppe festlegen: Wer soll was tun? Eine Seite, ein Ziel.
- Suchintention oder Anzeige prüfen: Welche Frage bringt die Besucher auf die Seite?
- Inhalt vor Gestaltung: Nutzen, Belege und Einwände zuerst schreiben, dann gestalten.
- Umsetzen im vorhandenen Content-Management-System oder mit einem Landingpage-Baukasten, mit sauberem Tracking der Conversions.
- Testen und verbessern: Conversion Rate beobachten und Änderungen, wo der Traffic reicht, per A/B-Test prüfen.
Bei der Analyse und Optimierung bestehender Zielseiten unterstützt die Conversion-Optimierung von EOM.
Typische Fehler bei Landingpages
- Anzeigen führen auf die Startseite oder eine allgemeine Leistungsseite.
- Die Überschrift beschreibt das Unternehmen statt den Nutzen für den Besucher.
- Zu viele Handlungsaufforderungen konkurrieren miteinander.
- Formulare fragen Daten ab, die für die erste Antwort nicht nötig sind.
- Belege fehlen oder sind austauschbar, etwa Stockfotos statt echter Ansprechpartner.
- Kampagnenseiten bleiben nach Kampagnenende online und veralten, oder sie werden versehentlich als Duplikate indexiert.










