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Beispiel aus der Praxis
Ein Maschinenbauer wird im Fachportal seiner Branche und auf der Referenzseite eines bekannten Kunden verlinkt. Diese beiden Links wiegen für Google in der Regel mehr als viele Links aus themenfremden Blogs oder Einträge in beliebigen Webkatalogen.
Google nutzt Links, um neue Seiten zu finden und einzuschätzen, welche Quellen vertrauenswürdig sind. Es kommt dabei darauf an, wer verlinkt und in welchem Zusammenhang.
Wie wirken Backlinks bei Google?
Backlinks erfüllen für Google zwei Aufgaben: Über Links findet Google laut eigener Aussage den Großteil der neuen Seiten, und Links helfen dabei, Relevanz und Bedeutung einer Seite einzuschätzen.
Wie stark ein einzelner Link wirkt, veröffentlicht Google nicht. Aus der Praxis und aus Googles Richtlinien lässt sich ableiten, worauf es ankommt:
- Themennähe: Ein Link aus derselben Branche ist aussagekräftiger als einer aus einem fremden Umfeld.
- Ansehen der verlinkenden Seite: Seiten, die selbst oft verlinkt und besucht werden, geben mehr Vertrauen weiter.
- Natürlicher Kontext: Ein Link im redaktionellen Text mit beschreibendem Ankertext wirkt anders als ein Link im Footer.
- Kennzeichnung: Mit rel=“nofollow“, rel=“sponsored“ oder rel=“ugc“ markierte Links werden im Allgemeinen nicht verfolgt und geben kein Ranking-Signal weiter.
Backlinks sind damit ein Baustein von SEO neben Technik und Inhalten und eng mit dem Vertrauensbild verbunden, das Google unter E-E-A-T beschreibt.
Was gilt bei Google als Linkspam?
Links, die in erster Linie das Ranking manipulieren sollen, verstoßen gegen die Spamrichtlinien von Google und können zu Rankingverlusten oder manuellen Maßnahmen führen. Dazu zählen laut Google unter anderem:
- Kauf oder Verkauf von Links gegen Bezahlung, Waren oder Dienstleistungen ohne Kennzeichnung mit rel=“sponsored“ oder rel=“nofollow“.
- Übermäßiger Linktausch nach dem Muster „Verlinkst du mich, verlinke ich dich“.
- Gastbeiträge, Artikel oder Pressemitteilungen mit gezielt optimierten Ankertexten.
- Automatisch erzeugte Links sowie Links aus Netzwerken, die nur für den Linkaufbau existieren.
Bezahlte Kooperationen sind erlaubt, wenn der Link korrekt als sponsored oder nofollow gekennzeichnet ist. Er bringt dann Reichweite und Markenbekanntheit, aber kein Ranking-Signal.
So bauen Sie Backlinks nachhaltig auf
Nachhaltige Backlinks entstehen, wenn andere einen Grund haben, auf Sie zu verweisen. Für mittelständische Unternehmen haben sich diese Wege bewährt:
- Bestehende Beziehungen nutzen: Hersteller, Händler, Kunden mit Referenzseiten, Verbände, Kammern, Hochschulkooperationen.
- Zitierfähige Inhalte: eigene Studien, Marktdaten, Leitfäden, Rechner oder Checklisten im Rahmen von Content Marketing.
- Fach- und Pressearbeit: Beiträge in Branchenmedien, Interviews, Vorträge auf Messen und Fachtagungen.
- Erwähnungen ohne Link nachfassen: Wo Ihr Unternehmen genannt, aber nicht verlinkt wird, lohnt eine freundliche Nachfrage.
- Verlorene Links zurückholen: Nach einem Relaunch zeigen alte Links oft auf nicht mehr vorhandene URLs, Weiterleitungen retten diesen Wert.
Linkaufbau muss zur Themenstrategie und zu den Zielseiten passen.
Kennzahlen und Tools für Backlinks
Die einzige Backlink-Datenquelle direkt von Google ist der Bericht „Links“ in der Google Search Console. Er zeigt verlinkende Websites, meistverlinkte Seiten und häufige Ankertexte.
Tools wie Sistrix, Ahrefs oder Semrush crawlen das Web selbst und berechnen eigene Werte zur Linkstärke einer Domain. Diese Werte sind Schätzungen der jeweiligen Anbieter, keine Google-Kennzahlen, und lassen sich zwischen Tools nicht direkt vergleichen. Sinnvoll sind sie für Trends und den Vergleich mit Wettbewerbern.
- Anzahl verweisender Domains statt Anzahl einzelner Links
- Anteil themennaher Domains
- Verteilung der Links auf Startseite und Unterseiten
- Neue und verlorene Links über die Zeit
Backlinks, Markenerwähnungen und KI-Suche
Für die Sichtbarkeit in KI-Antworten spielen neben Links auch Erwähnungen der Marke in Fachmedien, Foren, Vergleichsportalen und Bewertungsplattformen eine Rolle. KI-Systeme bilden ihr Bild eines Unternehmens aus vielen Quellen, und je häufiger eine Marke in einem Themenumfeld glaubwürdig genannt wird, desto eher taucht sie in Antworten auf.
Belastbare offizielle Angaben, wie stark Links oder Erwähnungen in einzelnen KI-Systemen gewichtet werden, gibt es nicht (Stand: September 2026). Die Maßnahmen für gute Backlinks und für KI-Sichtbarkeit überschneiden sich jedoch weitgehend.










