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ROAS (Return on Ad Spend)

Der ROAS (Return on Ad Spend) misst, wie viel Umsatz oder Conversion-Wert Werbeausgaben erzeugen. Berechnet wird er als Umsatz aus Werbung geteilt durch Werbekosten und als Faktor (zum Beispiel 4) oder in Prozent (400 Prozent) angegeben.

Inhalt dieser Seite
  1. Beispiel aus der Praxis
  2. Wie berechnet man den ROAS?
  3. Was ist der Break-even-ROAS und wie berechnen Sie ihn?
  4. Was ist der Unterschied zwischen ROAS, ROI und KUR?
  5. Wie funktioniert die Gebotsstrategie Ziel-ROAS in Google Ads?
  6. Typische Fehler bei der Bewertung des ROAS
  7. Häufige Fragen

Beispiel aus der Praxis

Ein Onlinehändler für Arbeitsschuhe gibt in einem Monat 1.000 Euro für Google-Anzeigen aus und erzielt darüber 6.000 Euro Umsatz. Sein ROAS liegt bei 6, also 600 Prozent.

Umsatz ist allerdings nicht Gewinn. Ein ROAS von 6 reicht nicht, wenn Wareneinsatz, Versand und Retouren so viel kosten, dass der Rohertrag die Werbekosten nicht deckt. Für die Steuerung zählt deshalb, welcher ROAS bei der eigenen Marge mindestens nötig ist.

Wie berechnet man den ROAS?

Der ROAS ist der Umsatz aus Werbung geteilt durch die Werbekosten. Google Ads definiert ihn als Conversion-Wert geteilt durch Kosten mal 100 Prozent.

  • Als Faktor: 5.000 Umsatz ÷ 1.000 Kosten = ROAS 5.
  • In Prozent: 5 × 100 = 500 Prozent.
  • Kehrwert KUR: Im deutschen E-Commerce ist auch die Kosten-Umsatz-Relation verbreitet: Kosten ÷ Umsatz × 100. Eine KUR von 20 Prozent entspricht einem ROAS von 5.

In Werbeplattformen wird statt des Umsatzes der übermittelte Conversion-Wert verwendet. Ob darin Mehrwertsteuer, Versandkosten oder stornierte Bestellungen enthalten sind, hängt vom Tracking ab und sollte bekannt sein, bevor Ziele festgelegt werden.

Was ist der Break-even-ROAS und wie berechnen Sie ihn?

Der Break-even-ROAS ist der Wert, ab dem Werbung ihre eigenen Kosten aus dem Rohertrag deckt. Er errechnet sich als 1 geteilt durch die Marge nach variablen Kosten.

  • Bei einer Marge von 25 Prozent liegt der Break-even-ROAS bei 1 ÷ 0,25 = 4.
  • Bei einer Marge von 50 Prozent liegt er bei 2.

In die Marge gehören neben dem Wareneinsatz auch Versand, Zahlungsgebühren, Verpackung und die übliche Retourenquote. Erst oberhalb des Break-even-ROAS erwirtschaftet die Werbung einen Beitrag zu Fixkosten und Gewinn. Wer Neukunden mit hohem Wiederkaufwert gewinnt, kann bewusst auch darunter werben, sollte das aber mit dem Kundenwert begründen können.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS, ROI und KUR?

  • ROAS: Umsatz im Verhältnis zu den Werbekosten. Schnell verfügbar, aber ohne Kostenstruktur.
  • ROI (Return on Investment): Gewinn im Verhältnis zu allen eingesetzten Kosten, also auch Wareneinsatz, Agentur- und Personalkosten. Aussagekräftiger für die Wirtschaftlichkeit, aber aufwendiger zu ermitteln.
  • KUR (Kosten-Umsatz-Relation): Kehrwert des ROAS in Prozent. Beschreibt, welcher Anteil des Umsatzes für Werbung ausgegeben wurde.

Für die laufende Steuerung von Kampagnen ist der ROAS praktisch; für Budgetentscheidungen der Geschäftsführung sollte er in Deckungsbeitrag oder ROI übersetzt werden.

Wie funktioniert die Gebotsstrategie Ziel-ROAS in Google Ads?

Ziel-ROAS ist eine automatische Gebotsstrategie, die für jede Auktion den möglichen Conversion-Wert schätzt und die Gebote so setzt, dass der vorgegebene ROAS im Durchschnitt erreicht wird. Sie wird in Such-, Shopping-, Display- und Performance-Max-Kampagnen eingesetzt.

  • Voraussetzung: Conversions mit korrekt übermittelten Werten. Google nennt je Kampagnentyp Mindestmengen an Conversions, für Such- und Shopping-Kampagnen 15 Conversions in 30 Tagen (Stand: September 2026).
  • Zu hohes Ziel: Das System bietet vorsichtiger, Reichweite und Umsatz sinken.
  • Zu niedriges Ziel: Mehr Umsatz, aber möglicherweise unter der Wirtschaftlichkeitsgrenze.

Bei der Wahl des richtigen Zielwerts unterstützt unsere Google Ads Betreuung.

Typische Fehler bei der Bewertung des ROAS

  • Markensuchen und Retargeting im Mix: Kampagnen, die vor allem Bestandskunden oder Markensuchende erreichen, zeigen hohe Werte, erzeugen aber wenig zusätzlichen Umsatz. Das gilt besonders für Retargeting.
  • Brutto statt netto: Umsatz inklusive Mehrwertsteuer oder vor Retouren überzeichnet den ROAS.
  • Unterschiedliche Attribution: Google Ads, Meta und Analytics rechnen Conversions unterschiedlich zu; die Summe der Plattform-ROAS übersteigt oft den im Shop gemessenen Gesamtumsatz.
  • ROAS ohne Volumen: Ein sehr hoher ROAS bei kleinem Budget kann bedeuten, dass Wachstum verschenkt wird.
  • ROAS im Leadgeschäft: Ohne Rückfluss der Auftragswerte aus dem CRM bildet der ROAS nur Platzhalterwerte ab.

Verwandte Begriffe

Quellen

Häufige Fragen

Was ist ROAS auf Deutsch?

ROAS steht für Return on Ad Spend, sinngemäß Rendite der Werbeausgaben. Die Kennzahl zeigt, wie viel Umsatz eine Werbekampagne im Verhältnis zu ihren Kosten erzielt. Sie ist vor allem im E-Commerce die zentrale Steuerungsgröße für Anzeigen.

Wie rechnet man den ROAS aus?

Umsatz aus Werbung geteilt durch Werbekosten. Bringt eine Kampagne mit Kosten von 1.000 einen Umsatz von 5.000, liegt der ROAS bei 5 oder 500 Prozent. Werbeplattformen wie Google Ads verwenden statt des Umsatzes den übermittelten Conversion-Wert.

Was ist ein guter ROAS?

Einer, der nach Abzug aller variablen Kosten Gewinn bringt. Bei hoher Marge reicht ein niedriger ROAS, bei knapper Marge muss er deutlich höher sein. Einen branchenübergreifend guten Wert gibt es nicht; Ausgangspunkt ist immer der eigene Break-even-ROAS.

Wie berechne ich den Break-even-ROAS?

Break-even-ROAS gleich 1 geteilt durch die Marge nach variablen Kosten. Bei 25 Prozent Marge liegt er bei 4, bei 40 Prozent bei 2,5. Ab diesem Wert decken die Werbekosten sich selbst aus dem Rohertrag; darüber entsteht ein Beitrag zu Fixkosten und Gewinn.

Wie gebe ich den ROAS in Prozent an?

Multiplizieren Sie den ROAS-Faktor mit 100. Ein ROAS von 4 entspricht 400 Prozent, ein ROAS von 0,8 entspricht 80 Prozent. Google Ads gibt Ziel-ROAS-Werte in Prozent an.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?

Der ROAS setzt Umsatz ins Verhältnis zu den Werbekosten. Der ROI (Return on Investment) betrachtet den Gewinn im Verhältnis zu allen eingesetzten Kosten und ist damit die umfassendere Kennzahl. Ein hoher ROAS kann trotzdem einen negativen ROI bedeuten, wenn die Marge gering ist.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und KUR?

Die KUR (Kosten-Umsatz-Relation) ist der Kehrwert des ROAS: Werbekosten geteilt durch Umsatz mal 100. Eine KUR von 25 Prozent entspricht einem ROAS von 4. Beide Kennzahlen beschreiben dasselbe Verhältnis aus unterschiedlicher Richtung.

Warum weicht der ROAS in Google Ads von Google Analytics ab?

Die Systeme rechnen Conversions unterschiedlich zu. Google Ads ordnet sie dem Klickdatum und Anzeigenkontakten zu, Google Analytics dem Sitzungsdatum und allen Kanälen; hinzu kommen unterschiedliche Attributionsmodelle, Einwilligungsraten und Zeitfenster. Kleinere Abweichungen sind normal, große deuten auf Tracking-Fehler hin.

Glossar

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Alle 75 Begriffe
  • CPA (Cost per Acquisition)

    Der CPA (Cost per Acquisition) ist der Betrag, den eine Conversion wie eine Anfrage oder ein Kauf im Durchschnitt an Werbekosten verursacht.

  • CPC (Cost per Click)

    Der CPC (Cost per Click, Kosten pro Klick) ist der Betrag, den ein Werbetreibender für einen Klick auf seine Anzeige zahlt.

  • CPM (Cost per Mille)

    Der CPM (Cost per Mille), auf Deutsch Tausend-Kontakt-Preis (TKP), ist der Preis für 1.000 Einblendungen einer Anzeige.

  • CTR (Click-Through-Rate)

    Die Click-Through-Rate (CTR), deutsch Klickrate, gibt an, wie viel Prozent der Impressionen einer Anzeige oder eines Suchergebnisses zu einem Klick führen.

  • Google Merchant Center

    Das Google Merchant Center ist ein kostenloses Tool von Google, in dem Händler ihre Produktdaten hinterlegen, damit Produkte in Shopping-Anzeigen und kostenlosen Produkteinträgen erscheinen.

  • LinkedIn Ads

    LinkedIn Ads sind bezahlte Anzeigen im beruflichen Netzwerk LinkedIn.

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