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Conversion Rate und Conversion-Optimierung (CRO)

Die Conversion Rate (Konversionsrate) gibt an, wie viel Prozent der Besucher oder Klicks zu einer gewünschten Handlung führen, etwa einer Anfrage oder einem Kauf. Conversion-Optimierung (Conversion Rate Optimization, CRO) erhöht diesen Anteil gezielt und datenbasiert.

Inhalt dieser Seite
  1. Beispiel aus der Praxis
  2. Wie wird die Conversion Rate berechnet?
  3. Was ist eine gute Conversion Rate?
  4. Wie funktioniert Conversion-Optimierung?
  5. Was beeinflusst die Conversion Rate?
  6. Typische Fehler bei der Conversion-Optimierung
  7. Häufige Fragen

Beispiel aus der Praxis

Ein Maschinenbauer hat viele Besuche auf einer Produktseite, aber kaum Anfragen. Von 1.500 Besuchen führen 30 zu einer Anfrage, die Conversion Rate liegt also bei zwei Prozent. Die Analyse zeigt, dass das Anfrageformular zwölf Pflichtfelder hat.

Nach dem Kürzen auf die nötigsten Angaben fragen mehr Besucher an, ohne dass das Werbebudget steigt. Conversion-Optimierung verbessert so das Ergebnis aus den Besuchern, die bereits auf der Seite sind.

Wie wird die Conversion Rate berechnet?

Die Conversion Rate ist die Zahl der Conversions geteilt durch die Bezugsgröße, multipliziert mit 100. Der Wert hängt davon ab, welche Bezugsgröße gewählt wird.

  • Pro Sitzung: Conversions geteilt durch Besuche. Üblich in Webanalyse-Tools wie Google Analytics 4.
  • Pro Nutzer: Conversions geteilt durch einzelne Nutzer. Sinnvoll, wenn Kunden mehrmals wiederkommen, bevor sie anfragen.
  • Pro Anzeigeninteraktion: Google Ads teilt Conversions durch Anzeigeninteraktionen, zum Beispiel Klicks. Bei 50 Conversions aus 1.000 Interaktionen ergibt das fünf Prozent. Werden mehrere Conversion-Aktionen gezählt, kann der Wert über 100 Prozent liegen.

Vergleichen Sie Conversion Rates deshalb nur, wenn Bezugsgröße und Conversion-Definition gleich sind.

Was ist eine gute Conversion Rate?

Eine allgemeingültige gute Conversion Rate gibt es nicht. Veröffentlichte Branchenwerte beruhen auf unterschiedlichen Definitionen und Stichproben und sind für den Einzelfall wenig aussagekräftig.

Die Rate hängt ab von:

  • Art der Conversion: Ein Newsletter-Eintrag ist eine kleinere Hürde als eine Investitionsanfrage.
  • Traffic-Quelle: Besucher aus der Markensuche konvertieren meist besser als Besucher aus Display-Werbung.
  • Angebot und Preis: Erklärungsbedürftige B2B-Leistungen haben längere Entscheidungswege.
  • Gerät und Phase der Customer Journey.

Aussagekräftiger ist die Entwicklung der eigenen Rate über die Zeit und der Vergleich zwischen Kanälen, Seiten und Kampagnen.

Wie funktioniert Conversion-Optimierung?

Conversion-Optimierung folgt einem wiederkehrenden Ablauf aus Analyse, Hypothese, Test und Umsetzung.

  1. Messen: Funktionierendes Tracking der Conversions und Micro-Conversions wie Klicks auf Telefonnummern oder Downloads.
  2. Analysieren: Webanalyse, Heatmaps, Sitzungsaufzeichnungen, Nutzertests und Befragungen zeigen, wo Besucher abspringen oder zögern.
  3. Hypothese bilden: „Wenn wir X ändern, steigt Y, weil Z.“
  4. Testen: Mit einem A/B-Test oder, bei wenig Traffic, mit qualitativen Nutzertests.
  5. Umsetzen und dokumentieren: Gewinner übernehmen, Erkenntnisse festhalten, nächste Hypothese angehen.

Die Conversion-Optimierung von EOM setzt bei diesem Prozess an und beginnt mit der Prüfung des Trackings.

Was beeinflusst die Conversion Rate?

  • Klare Nutzenaussage im sichtbaren Bereich der Landingpage: Was bekommt der Besucher, für wen ist das Angebot?
  • Passung zur Anzeige oder Suchanfrage: Die Seite löst das Versprechen der Anzeige sofort ein.
  • Kürzere Formulare: nur Felder abfragen, die für die erste Antwort nötig sind.
  • Vertrauenselemente: Referenzen, Zertifikate, Ansprechpartner mit Foto, transparente nächste Schritte.
  • Ladezeit und mobile Bedienbarkeit, messbar etwa über die Core Web Vitals.
  • Alternative Kontaktwege wie Telefon oder Rückruf für Besucher, die kein Formular ausfüllen möchten.

Typische Fehler bei der Conversion-Optimierung

  • Optimierung ohne verlässliches Tracking: Doppelte oder fehlende Conversions führen zu falschen Schlüssen.
  • Micro- und Macro-Conversions werden vermischt, etwa Newsletter-Anmeldungen und Kaufanfragen in einer Rate.
  • Die Rate steigt, die Qualität der Anfragen sinkt, weil nur noch leicht erreichbare Conversions gezählt werden.
  • Änderungen nach Geschmack statt nach Daten, ohne Hypothese und ohne Test.
  • Tests werden zu früh beendet, Zufallsschwankungen gelten als Erfolg.

Verwandte Begriffe

Quellen

Häufige Fragen

Was bedeutet Conversion Rate auf Deutsch?

Conversion Rate bedeutet Konversionsrate oder Umwandlungsrate. Gemeint ist der Anteil der Besucher, der von einem Interessenten zu einem Kontakt, Käufer oder Bewerber wird. Welche Handlung als Conversion zählt, legt jedes Unternehmen selbst fest.

Wie wird die Conversion Rate berechnet?

Conversions geteilt durch Besuche (oder Nutzer oder Klicks), multipliziert mit 100. 30 Anfragen bei 1.500 Besuchen ergeben eine Conversion Rate von zwei Prozent. Wichtig ist, immer dieselbe Bezugsgröße zu verwenden, wenn Sie Werte vergleichen.

Was ist eine gute Conversion Rate?

Das hängt von Branche, Angebot, Traffic-Quelle und Conversion-Art ab. Ein Newsletter-Formular konvertiert anders als eine Investitionsanfrage. Wichtiger als Branchenwerte ist die Entwicklung der eigenen Rate und der Vergleich zwischen Kanälen und Seiten.

Wie kann man die Conversion Rate verbessern?

Indem man zuerst misst, wo Besucher abspringen, und dann gezielt ansetzt: Nutzen klarer formulieren, Formulare verkürzen, Vertrauen zeigen, Ladezeit senken und Änderungen per A/B-Test prüfen. Voraussetzung ist ein Tracking, das Conversions vollständig und ohne Doppelzählung erfasst.

Was ist Konversionsoptimierung?

Konversionsoptimierung (Conversion Rate Optimization, CRO) ist die systematische Verbesserung einer Website oder Kampagne, damit mehr Besucher eine gewünschte Handlung ausführen. Sie arbeitet mit Datenanalyse, Nutzerforschung, Hypothesen und Tests. Ziel ist mehr Ergebnis aus demselben Traffic.

Was ist der Unterschied zwischen Micro- und Macro-Conversion?

Eine Macro-Conversion ist das eigentliche Geschäftsziel, etwa eine Anfrage oder ein Kauf. Micro-Conversions sind Zwischenschritte auf dem Weg dorthin, zum Beispiel ein Katalog-Download, ein Klick auf die Telefonnummer oder das Ansehen eines Produktvideos. Beide sollten getrennt gemessen und ausgewertet werden.

Warum unterscheidet sich die Conversion Rate in Google Ads und Google Analytics?

Google Ads bezieht die Rate auf Anzeigeninteraktionen, Google Analytics meist auf Sitzungen oder Nutzer. Dazu kommen unterschiedliche Attributionsmodelle, Zeitpunkte der Zuordnung und fehlende Einwilligungen. Die Werte sind daher nicht direkt vergleichbar.

Wie lange dauert Conversion-Optimierung?

Conversion-Optimierung ist ein fortlaufender Prozess, kein einmaliges Projekt. Erste Verbesserungen wie gekürzte Formulare lassen sich schnell umsetzen. Belastbare Testergebnisse brauchen je nach Traffic und Conversion-Zahl Wochen, bei wenig Traffic auch länger.

Glossar

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Alle 75 Begriffe
  • A/B-Test

    Ein A/B-Test ist ein Experiment, bei dem Besucher zufällig auf zwei Varianten einer Webseite, Anzeige oder E-Mail verteilt werden.

  • Call to Action (CTA)

    Ein Call to Action (CTA) ist eine Handlungsaufforderung, die Leser einer Website oder Anzeige zum nächsten Schritt einlädt, etwa zu einer Anfrage oder einem Download.

  • Content Marketing

    Content Marketing ist eine Marketingmethode, bei der ein Unternehmen Kunden mit nützlichen Inhalten gewinnt und bindet, etwa mit Fachartikeln, Leitfäden, Videos oder Studien, statt mit reiner Werbung.

  • Customer Journey

    Die Customer Journey (deutsch: Kundenreise) beschreibt alle Phasen und Berührungspunkte (Touchpoints), die ein Kunde vom ersten Bedarf über die Kaufentscheidung bis zur Bindung an ein Unternehmen durchläuft.

  • Heatmap

    Eine Heatmap ist eine farbige Darstellung, die aus den zusammengefassten Daten vieler Besuche zeigt, wo Besucher auf einer Webseite klicken und wie weit sie scrollen.

  • Landingpage

    Eine Landingpage (Zielseite) ist die Seite, auf der Besucher nach dem Klick auf eine Anzeige, einen Link oder ein Suchergebnis ankommen.

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