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Performance Max (PMax)

Performance Max (PMax) ist ein zielbasierter Kampagnentyp in Google Ads. Eine einzige Kampagne spielt mit automatisierten Geboten Anzeigen im gesamten Google-Ads-Inventar aus: Suche, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps.

Inhalt dieser Seite
  1. Beispiel aus der Praxis
  2. Wie funktioniert Performance Max?
  3. Für wen eignet sich Performance Max und für wen nicht?
  4. Welche Steuerungsmöglichkeiten bietet Performance Max?
  5. Typische Fehler bei Performance-Max-Kampagnen
  6. Häufige Fragen

Beispiel aus der Praxis

Ein Onlinehändler für Gartenmöbel gibt Performance Max das Ziel Onlineverkäufe vor und liefert Texte, Bilder, Videos und seinen Produktfeed. Google entscheidet dann selbst, ob die Anzeige als Shopping-Anzeige in der Suche, als Video auf YouTube oder als Banner auf einer Website erscheint.

Die Kampagne kann nur so gut steuern wie die Daten, die sie bekommt. Beim Gartenmöbelhändler ist der Produktfeed gepflegt, und die Umsätze kommen korrekt bei Google an. Ein Betrieb, der jeden Klick auf die Telefonnummer als Erfolg zählt, lenkt das System dagegen in die falsche Richtung.

Wie funktioniert Performance Max?

Performance Max kombiniert Ihre Vorgaben mit Googles Automatisierung für Gebote, Ausrichtung und Anzeigengestaltung. Sie liefern:

  • Conversion-Ziele: Verkäufe, Leads, Websitebesuche oder Ladenbesuche, idealerweise mit Werten.
  • Budget und Gebotsstrategie: Conversions oder Conversion-Wert maximieren, optional mit Ziel-CPA oder Ziel-ROAS.
  • Asset-Gruppen: Sammlungen aus Texten, Bildern, Logos und Videos, nach Thema oder Zielgruppe gegliedert.
  • Zielgruppensignale und Suchthemen: Hinweise, wer Ihre Kunden sind und wonach sie suchen. Seit August 2025 sind bis zu 50 Suchthemen je Asset-Gruppe möglich.
  • Produktfeed aus dem Google Merchant Center für Shopping-Anzeigen.

Zielgruppensignale sind keine harte Ausrichtung: Google nutzt sie als Startpunkt und spielt Anzeigen auch an andere Personen aus, wenn dort Conversions wahrscheinlich sind.

Für wen eignet sich Performance Max und für wen nicht?

Performance Max eignet sich vor allem für Unternehmen mit messbaren, ausreichend häufigen Conversions und klarer Wertlogik.

  • Gut geeignet: Onlineshops mit gepflegtem Produktfeed, übermittelten Warenkorbwerten und genug Verkäufen; Anbieter mit vielen gleichartigen Anfragen, etwa Terminbuchungen.
  • Eingeschränkt geeignet: B2B-Unternehmen mit wenigen Anfragen im Monat. Ohne Rückmeldung, welche Leads zu Aufträgen wurden, optimiert PMax auf Formulareingaben, auch auf minderwertige.
  • Weniger geeignet: wenn strenge Vorgaben zu Umfeldern, Botschaften oder Suchbegriffen gelten oder wenn das Budget kaum für eine einzelne Kampagne reicht.

Stimmt ein Keyword einer Suchkampagne genau mit der Suchanfrage überein, bevorzugt Google laut eigener Hilfe die Suchkampagne vor Performance Max. Wichtige Begriffe lassen sich so weiter gezielt steuern.

Welche Steuerungsmöglichkeiten bietet Performance Max?

Performance Max ist inzwischen deutlich transparenter als zum Start 2021, bleibt aber weniger steuerbar als klassische Kampagnen. Verfügbar sind unter anderem (Stand: September 2026):

  • Auszuschließende Keywords auf Kampagnenebene; sie gelten nur für Such- und Shopping-Inventar.
  • Markenausschlüsse, um Markensuchen der eigenen oder fremder Marken herauszuhalten.
  • Placement-Ausschlüsse und Filter für Inhaltseignung.
  • Suchbegriffbericht für alle Performance-Max-Kampagnen.
  • Kanalbericht mit Leistung nach Google-Suche, Displaynetzwerk, YouTube, Discover, Maps, Gmail und Suchnetzwerk-Partnern.
  • Asset-Berichte mit Conversions, Kosten und Klicks je Asset.
  • Geräte- und Altersausrichtung; Ausschlüsse nach Geschlecht als Beta.
  • Kundenakquisition als Ziel, um Neukunden höher zu gewichten.

Typische Fehler bei Performance-Max-Kampagnen

  • Falsche Conversion-Ziele: Mikro-Aktionen wie Scrolltiefe oder Klicks auf die Telefonnummer als primäre Conversion, auf die PMax dann optimiert.
  • Markensuchen im Ergebnis: PMax erreicht Menschen, die ohnehin nach Ihrer Marke suchen, und weist dafür einen hohen ROAS aus. Ohne Markenausschluss wirkt die Kampagne besser, als sie ist.
  • Leads ohne Qualitätsrückmeldung: Ohne Import von Offline-Conversions aus dem CRM lernt PMax nicht, welche Anfragen wertvoll sind.
  • Schwacher Produktfeed: unklare Produkttitel, fehlende Attribute oder falsche Preise begrenzen die Shopping-Ausspielung.
  • Zu frühe Bewertung: Änderungen im Tagesrhythmus lassen dem System keine Lernphase.
  • Ungeprüfte URL-Erweiterung: Traffic landet auf Karriere-, Blog- oder Impressumsseiten, wenn diese nicht ausgeschlossen sind.

Eine Prüfung dieser Punkte gehört zu jeder Google Ads Betreuung mit Performance Max.

Verwandte Begriffe

Quellen

Häufige Fragen

Was ist PMax?

PMax ist die Kurzform für Performance Max, einen zielbasierten Kampagnentyp in Google Ads. Eine Kampagne spielt Anzeigen automatisiert in Suche, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps aus. Gebote, Platzierung und Anzeigenkombination steuert Google anhand Ihrer Conversion-Ziele.

Auf welchen Kanälen läuft Performance Max?

Performance Max nutzt das gesamte Google-Ads-Inventar: Google-Suche, Shopping, YouTube, Displaynetzwerk, Discover, Gmail und Maps sowie Suchnetzwerk-Partner. Der Kanalbericht zeigt, wie sich Impressionen, Klicks und Conversions auf diese Kanäle verteilen.

Für wen eignet sich Performance Max?

Vor allem für Onlineshops mit Produktfeed und für Unternehmen mit ausreichend vielen, zuverlässig gemessenen Conversions. Bei wenigen Anfragen im Monat fehlt dem Algorithmus oft die Datengrundlage. Eine allgemeingültige Mindestzahl gibt es nicht; je stabiler die Datenbasis, desto besser die Ergebnisse.

Kann man bei Performance Max steuern, wo Anzeigen erscheinen?

Nur eingeschränkt. Über auszuschließende Keywords, Markenausschlüsse, Placement-Ausschlüsse, Suchthemen und Zielgruppensignale lässt sich die Richtung beeinflussen. Welche Kanäle Google nutzt, entscheidet das System; der Kanalbericht macht die Verteilung sichtbar.

Kann man die Suchbegriffe in Performance Max sehen?

Ja. Google stellt für Performance-Max-Kampagnen einen Suchbegriffbericht bereit, auch über die API. Unpassende Begriffe lassen sich anschließend als auszuschließende Keywords auf Kampagnenebene hinterlegen.

Ersetzt Performance Max die Shopping-Kampagne?

Performance Max hat 2022 die smarten Shopping-Kampagnen abgelöst. Standard-Shopping-Kampagnen gibt es weiterhin; sie bieten mehr manuelle Kontrolle, erreichen aber nur Shopping-Flächen. Viele Händler kombinieren beide, etwa für Test- oder Randsortimente.

Funktioniert Performance Max für B2B und Leadgenerierung?

Grundsätzlich ja, allerdings nur mit sauberer Qualitätsmessung. Ohne Rückmeldung, welche Anfragen zu Aufträgen wurden, optimiert PMax auf die Menge ausgefüllter Formulare, darunter auch Spam. Sinnvoll sind der Import von Offline-Conversions aus dem CRM, qualifizierende Formularfelder und Ausschlüsse für unpassende Seiten.

Warum zeigt Performance Max einen so hohen ROAS?

Häufig, weil die Kampagne Markensuchen und wiederkehrende Besucher erreicht, die auch ohne Anzeige gekauft hätten. Markenausschlüsse, der Kanal- und Suchbegriffbericht sowie der Vergleich mit dem Gesamtumsatz zeigen, wie viel zusätzlicher Umsatz entsteht.

Glossar

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  • CPA (Cost per Acquisition)

    Der CPA (Cost per Acquisition) ist der Betrag, den eine Conversion wie eine Anfrage oder ein Kauf im Durchschnitt an Werbekosten verursacht.

  • CPC (Cost per Click)

    Der CPC (Cost per Click, Kosten pro Klick) ist der Betrag, den ein Werbetreibender für einen Klick auf seine Anzeige zahlt.

  • CPM (Cost per Mille)

    Der CPM (Cost per Mille), auf Deutsch Tausend-Kontakt-Preis (TKP), ist der Preis für 1.000 Einblendungen einer Anzeige.

  • CTR (Click-Through-Rate)

    Die Click-Through-Rate (CTR), deutsch Klickrate, gibt an, wie viel Prozent der Impressionen einer Anzeige oder eines Suchergebnisses zu einem Klick führen.

  • Google Merchant Center

    Das Google Merchant Center ist ein kostenloses Tool von Google, in dem Händler ihre Produktdaten hinterlegen, damit Produkte in Shopping-Anzeigen und kostenlosen Produkteinträgen erscheinen.

  • LinkedIn Ads

    LinkedIn Ads sind bezahlte Anzeigen im beruflichen Netzwerk LinkedIn.

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