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Beispiel aus der Praxis
Ein mittelständischer Maschinenbauer investiert seit Jahren in Google Ads, die Anfragen stagnieren aber. Das Audit zeigt, dass die Conversion-Messung doppelt zählt, viele Anzeigen auf die Startseite führen und wichtige Produktseiten bei Google kaum sichtbar sind.
Aus den Ergebnissen entsteht eine Reihenfolge. Zuerst wird das Tracking repariert, weil alle weiteren Entscheidungen auf diesen Zahlen beruhen. Danach folgen die Zielseiten der Anzeigen und erst dann die Verteilung des Budgets.
Was wird bei einem Marketing-Audit geprüft?
Ein Marketing-Audit prüft alle Bereiche, die zusammen über Anfragen und Umsatz entscheiden. Der genaue Umfang richtet sich nach Zielen und genutzten Kanälen.
- Website und Technik: Ladezeit, mobile Darstellung, Indexierung, Barrierefreiheit, Formulare.
- Sichtbarkeit: Rankings und Suchanfragen in der Google Search Console, Inhalte, Wettbewerb, Präsenz in KI-Antworten (KI-Sichtbarkeit).
- Werbekonten: Struktur, Keywords, Zielgruppen, Budgetverteilung und Zielseiten in Google Ads, Microsoft Ads, LinkedIn oder Meta.
- Tracking und Einwilligung: Messkonzept, Google Analytics 4, Tag Manager, Consent-Management und Google Consent Mode v2.
- Conversion-Wege: Landingpages, Formulare, Kontaktwege, Übergabe von Anfragen an den Vertrieb.
- Lesbarkeit für KI-Agenten: ob Inhalte und Angebote für KI-Systeme verständlich aufbereitet sind.
Wie läuft ein Marketing-Audit ab?
- Ziele klären: Welche Kennzahlen zählen, etwa Anfragen, Umsatz oder Bewerbungen?
- Zugänge bereitstellen: Lesezugriff auf Analytics, Search Console, Werbekonten, Tag Manager und Consent-Tool.
- Analyse: technische Prüfung, Auswertung der Daten, Vergleich mit Wettbewerbern.
- Priorisierung: Ergebnisse nach Wirkung, Aufwand und Dringlichkeit ordnen.
- Besprechung: Ergebnisse gemeinsam durchgehen und nächste Schritte festlegen.
Das Ergebnis ist keine lange Mängelliste, sondern eine priorisierte Reihenfolge: Was bringt mit wenig Aufwand viel, was ist dringend, was kann warten? Bei EOM ist das Marketing-Audit der übliche Einstieg in eine Zusammenarbeit, das Ergebnis besprechen wir in einem Gespräch.
Wann ist ein Marketing-Audit sinnvoll und wann nicht?
Ein Marketing-Audit ist sinnvoll, wenn Entscheidungen anstehen, für die ein verlässlicher Überblick fehlt.
- vor einem Website-Relaunch
- bei einem Wechsel der Agentur oder der internen Zuständigkeit
- wenn Ergebnisse trotz gleichbleibendem Budget stagnieren
- bevor Budgets deutlich erhöht werden
- wenn Zahlen aus verschiedenen Tools nicht zusammenpassen
Weniger sinnvoll ist ein umfassendes Audit, wenn die Probleme bereits bekannt sind und nur die Umsetzung fehlt, oder wenn kurz zuvor ein Audit durchgeführt wurde und die Empfehlungen noch nicht umgesetzt sind. Dann hilft eher ein gezielter Check eines einzelnen Bereichs.
Welche Arten von Audits gibt es im Online-Marketing?
Neben dem kanalübergreifenden Marketing-Audit gibt es spezialisierte Audits für einzelne Bereiche:
- SEO-Audit: Technik, Inhalte und Verlinkung mit Blick auf Suchmaschinen.
- Content-Audit: Bestand an Seiten und Artikeln, Aktualität, Doppelungen, Lücken.
- SEA-Audit: Aufbau und Wirtschaftlichkeit von Werbekonten.
- Tracking-Audit: Vollständigkeit und Richtigkeit der Messung sowie Einwilligungslogik.
- Barrierefreiheits-Audit: Prüfung der Website auf Anforderungen etwa nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.
Ein Marketing-Audit verbindet diese Perspektiven. Es geht weniger in die Tiefe jedes Einzelbereichs, zeigt aber Wechselwirkungen, etwa wenn gute Anzeigen an fehlerhaftem Tracking scheitern.
Typische Ergebnisse aus Marketing-Audits
- Conversions werden doppelt, gar nicht oder über ungeeignete Ereignisse wie Button-Klicks gezählt.
- Tags lösen ohne Einwilligung aus oder der Consent Mode ist unvollständig eingerichtet.
- Anzeigen führen auf allgemeine Seiten statt auf passende Landingpages.
- Budget fließt in Suchbegriffe ohne Kaufabsicht.
- Wichtige Leistungsseiten sind technisch schwer erreichbar oder inhaltlich zu dünn.
- Niemand hat Zugriff auf alle Konten, weil sie bei früheren Dienstleistern liegen.










