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Google for Jobs

Google for Jobs ist die in die Google-Suche integrierte Jobsuche, die Stellenanzeigen von Karriereseiten und Jobbörsen gebündelt in einem eigenen Bereich mit Filtern zeigt. Grundlage sind strukturierte Daten vom Typ JobPosting.

Inhalt dieser Seite
  1. Beispiel aus der Praxis
  2. Wie funktioniert Google for Jobs?
  3. Welche Angaben braucht das JobPosting-Markup?
  4. So kommen Ihre Stellenanzeigen in Google for Jobs
  5. Was Google bei Stellenanzeigen nicht erlaubt
  6. Typische Fehler aus der Praxis
  7. Sollten Stellenanzeigen ein Gehalt nennen?
  8. Häufige Fragen

Beispiel aus der Praxis

Ein Fensterhersteller aus Celle stellt seine offene Stelle für Tischler auf die eigene Website. Damit Google die Seite als Stellenangebot erkennt, braucht sie strukturierte Daten mit Titel, Arbeitgeber, Ort und Datum. Viele Bewerbermanagementsysteme erzeugen diese Angaben automatisch.

Sind sie korrekt, kann die Stelle erscheinen, wenn jemand „Tischler Job Celle“ sucht. Die Anzeige kostet den Hersteller nichts, und die Bewerbung läuft über seine eigene Seite.

Wie funktioniert Google for Jobs?

Google for Jobs sammelt Stellenanzeigen von Karriereseiten und Jobbörsen und zeigt sie bei Jobsuchen gebündelt oberhalb oder zwischen den normalen Suchergebnissen an. In Deutschland ist die Funktion seit Mai 2019 verfügbar, laut Google insgesamt in mehr als 60 Ländern (Stand: September 2026).

  • Nutzer filtern nach Ort, Datum, Arbeitgeber, Beschäftigungsart und Homeoffice.
  • Zu jeder Stelle zeigt Google Details, Arbeitgeberinformationen und Links zu Bewerbungsmöglichkeiten.
  • Die Bewerbung erfolgt immer auf der Website des Arbeitgebers oder einer Jobbörse, nicht bei Google.

Google berechnet für die Aufnahme keine Gebühren. Die Stelle muss aber auf einer Website stehen, die Google crawlen kann, und korrekt ausgezeichnet sein.

Welche Angaben braucht das JobPosting-Markup?

Google verlangt für jede Stellenanzeige strukturierte Daten vom Typ JobPosting mit fünf Pflichtangaben:

  • title: nur die Stellenbezeichnung, ohne Codes, Adressen, Daten, Gehalt oder Firmennamen
  • description: die vollständige Stellenbeschreibung im HTML-Format
  • datePosted: das Veröffentlichungsdatum
  • hiringOrganization: das einstellende Unternehmen
  • jobLocation: der Arbeitsort mit Adresse einschließlich Land (addressCountry)

Empfohlen sind unter anderem validThrough (Ablaufdatum, Pflicht bei befristeten Anzeigen), baseSalary (Gehalt), employmentType (zum Beispiel Vollzeit oder Teilzeit), identifier, directApply sowie für reine Remote-Stellen jobLocationType mit dem Wert TELECOMMUTE und applicantLocationRequirements.

So kommen Ihre Stellenanzeigen in Google for Jobs

  1. Eine Seite pro Stelle: Das Markup gehört auf die einzelne Stellenseite, nicht auf Übersichts- oder Listenseiten. Pro Seite ist ein JobPosting vorgesehen.
  2. Markup einbauen: am einfachsten als JSON-LD, oft automatisch über das Bewerbermanagementsystem. Alle Angaben im Markup müssen auch sichtbar auf der Seite stehen.
  3. Testen: mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google.
  4. Google informieren: Google empfiehlt für Stellenseiten die Indexing API, alternativ eine aktuelle Sitemap.
  5. Überwachen: In der Google Search Console zeigen der Statusbericht für Rich-Suchergebnisse, der Leistungsbericht und die URL-Prüfung Fehler und Reichweite.
  6. Besetzte Stellen entfernen: per validThrough-Datum in der Vergangenheit, Statuscode 404 oder 410 oder durch Entfernen des Markups.

Nach der Veröffentlichung kann es laut Google einige Tage dauern, bis eine Seite gefunden und gecrawlt wird.

Was Google bei Stellenanzeigen nicht erlaubt

Google hat eigene Inhaltsrichtlinien für Stellenanzeigen. Verstöße können dazu führen, dass Anzeigen nicht erscheinen oder manuelle Maßnahmen verhängt werden.

  • abgelaufene Stellenanzeigen
  • Stellen, für die Bewerber bezahlen müssen
  • Anzeigen, die vor allem Bewerberdaten sammeln sollen, statt eine Stelle zu besetzen
  • irreführende Angaben oder das Vortäuschen einer anderen Organisation
  • Markup auf Seiten, die keine einzelne Stelle beschreiben

Typische Fehler aus der Praxis

  • Stellen im iFrame oder nur per JavaScript: Bewerbermanagementsysteme binden Stellen teils so ein, dass Google das Markup nicht der eigenen Domain zuordnet oder gar nicht erfasst.
  • Überladene Titel: Zusätze wie Standort, Gehalt oder „Top-Job“ im Titel verstoßen gegen die Vorgaben und erschweren das Matching mit Suchanfragen.
  • Fehlende Adressangaben: Ohne vollständigen Arbeitsort samt Land fehlt eine Pflichtangabe.
  • Veraltete Anzeigen: Besetzte Stellen bleiben online und ausgezeichnet.
  • Dieselbe Stelle mehrfach: Viele nahezu identische Seiten für unterschiedliche Orte ohne echte Unterschiede.

Google for Jobs lässt sich gut mit bezahlten Kampagnen kombinieren, siehe unsere Leistung Performance Recruiting.

Sollten Stellenanzeigen ein Gehalt nennen?

Google führt das Gehalt (baseSalary) als empfohlene, nicht als Pflichtangabe. Für Bewerber ist die Gehaltsangabe ein wichtiges Filter- und Entscheidungskriterium. Hinzu kommt die EU-Entgelttransparenzrichtlinie (Richtlinie (EU) 2023/970): Sie verpflichtet Arbeitgeber, Bewerbern Informationen zum Einstiegsentgelt oder zur Entgeltspanne zu geben, etwa in der Stellenausschreibung oder vor dem Vorstellungsgespräch. Die Umsetzungsfrist für die Mitgliedstaaten endete am 7. Juni 2026. Ein deutsches Umsetzungsgesetz lag nach Angaben der Bundesregierung im Juli 2026 noch nicht vor. Den aktuellen Stand und die Pflichten für Ihr Unternehmen sollten Sie mit einer Rechtsberatung klären.

Verwandte Begriffe

Quellen

Häufige Fragen

Ist Google for Jobs kostenlos?

Ja. Google berechnet für die Anzeige von Stellen in Google for Jobs keine Gebühren. Sie brauchen korrekt ausgezeichnete Stellenanzeigen auf Ihrer Website oder eine Jobbörse, die Ihre Stellen mit dem entsprechenden Markup veröffentlicht.

Wie komme ich mit meiner Stellenanzeige in Google for Jobs?

Zeichnen Sie jede Stellenanzeige auf einer eigenen Seite mit strukturierten Daten vom Typ JobPosting aus, halten Sie die Angaben aktuell und entfernen Sie besetzte Stellen. Testen Sie das Markup mit dem Test für Rich-Suchergebnisse und prüfen Sie den Status in der Google Search Console.

Welche Pflichtangaben braucht eine Stellenanzeige für Google for Jobs?

Pflicht sind Stellentitel (title), vollständige Beschreibung (description), Veröffentlichungsdatum (datePosted), einstellendes Unternehmen (hiringOrganization) und Arbeitsort (jobLocation) mit Land. Empfohlen sind unter anderem Ablaufdatum, Gehalt und Beschäftigungsart. Alle Angaben müssen auch sichtbar auf der Seite stehen.

Warum erscheint meine Stelle nicht in Google for Jobs?

Häufige Gründe sind fehlende oder fehlerhafte strukturierte Daten, fehlende Pflichtangaben wie der Arbeitsort, Einbindung per iFrame, veraltete Anzeigen oder eine Karriereseite, die Google nicht crawlen kann. Auch Verstöße gegen die Inhaltsrichtlinien, etwa abgelaufene Stellen, verhindern die Anzeige. Die Search Console zeigt die meisten technischen Fehler.

Wie lange dauert es, bis eine Stelle in Google for Jobs erscheint?

Das hängt davon ab, wie schnell Google die Seite crawlt. Laut Google kann es einige Tage dauern, bis eine neue Seite gefunden wird. Die Indexing API, die Google für Stellenseiten empfiehlt, beschleunigt das Erfassen neuer und entfernter Stellen.

Brauche ich eine Jobbörse, um in Google for Jobs zu erscheinen?

Nein. Stellen von der eigenen Karriereseite können direkt erscheinen, wenn sie korrekt ausgezeichnet sind. Viele Jobbörsen liefern ebenfalls an Google for Jobs, dann kann dieselbe Stelle mehrfach mit unterschiedlichen Bewerbungslinks auftauchen.

Wie entferne ich besetzte Stellen aus Google for Jobs?

Google nennt drei Wege: das Ablaufdatum validThrough auf ein vergangenes Datum setzen, die Seite mit Statuscode 404 oder 410 ausliefern oder das Markup entfernen. Mit der Indexing API lässt sich Google zusätzlich über die Änderung informieren.

Funktioniert Google for Jobs auch für Remote-Stellen?

Ja. Für Stellen, die vollständig im Homeoffice ausgeübt werden, sieht Google die Eigenschaft jobLocationType mit dem Wert TELECOMMUTE vor. Zusätzlich sollte applicantLocationRequirements angeben, aus welchen Ländern oder Regionen Bewerbungen möglich sind.

Wie nutzen Bewerber Google for Jobs?

Bewerber geben eine Jobsuche bei Google ein, etwa Beruf und Ort, und öffnen den Jobbereich. Dort können sie filtern, Details lesen, Stellen speichern und über einen Link zur Bewerbungsseite wechseln. Eine Anmeldung bei Google ist dafür nicht nötig.

Glossar

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