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Content-Audit: So holst du mehr aus deinem Blog raus!

Ein Content-Audit kann deinem Blog einen ordentlichen Boost in den Suchergebnissen verschaffen. Wir verraten dir, wie du am besten vorgehst, damit sich die harte Arbeit am Blog auch lohnt.

Am Anfang vieler Blog-Karrieren ist der Elan meistens sehr groß. Systeme werden implementiert, erste Beiträge geschrieben und veröffentlicht. Alle sind happy und freuen sich auf die neuen Website-Besucher*innen, die der Blog bringen soll.

Den Blog aufrechtzuerhalten und erfolgreich zu machen, ist allerdings ein sich wiederholender, wachsender Prozess, der ein gutes Management erfordert.

Ein Blog-Content-Audit hilft dir dabei, die aktuelle Situation zu beleuchten und die Bemühungen in die richtigen Wege zu leiten – für maximalen Erfolg!

7 Anzeichen, die für einen Blog-Content-Audit sprechen

In diesen Fällen solltest du dich eingehend mit deinem Blog beschäftigen:

  1. Du willst eigentlich viel öfter Blogartikel veröffentlichen.
  2. Bisherige Beiträge gefallen dir inhaltlich und stilistisch nicht.
  3. Das Schreiben von Beiträgen belastet dich und deine Kolleg*innen.
  4. Dein Blog generiert kaum Website-Besucher*innen.
  5. Deine Blogbeiträge ranken nicht bei Google.
  6. Zu deinen Beiträgen kommt kein Feedback (z.B. beim Teilen in Social Media oder im Newsletter).
  7. Die Verweildauer auf deinen Blog-Seiten ist sehr gering.

Und, kommt dir einiges davon bekannt vor? Dann ist es Zeit, sich an die Arbeit zu machen.

Was ist ein Content-Audit?

Ein Audit ist eine Art Inventur und umfasst grundsätzlich das Prüfen von bestehenden Aktivitäten, Prozessen oder Systemen. Bei einem Content-Audit bzw. Blog-Audit schaust du dir speziell die Inhalte deines Blogs und die dazugehörigen Prozesse dahinter an. 

Ein ausführlicher Content-Audit umfasst folgende Bereiche:

  • Blog-Strategie (Keyword-Ausrichtung, Zielgruppe, Kanäle etc.)
  • Blog-Inhalte (Texte, SEO-Elemente, Bilder und sonstige Medien)
  • Personelle Ressourcen (Projektleiter*in, Autor*innen)
  • Technische Ressourcen und Prozesse (Projektmanager*innen, Autor*innen, etc.)
  • Kennzahlen-Interpretation

Wie genau diese einzelnen Bereiche ausgiebig geprüft werden, erfährst du im Folgenden.

So geht’s: In 5 Schritten zum erfolgreichen Blog

1. Wo willst du hin? Wen willst du erreichen?

Definiere deine Ziele

Das könnten z. B. sein: 

„Ich möchte mindestens 5 Neukunden pro Jahr über meinen Blog gewinnen“ oder

„Ich möchte mindestens 10.000 Website-Besucher pro Monat über meinen Blog gewinnen“ oder

„Ich möchte mindestens 20 neue Newsletter-Abonnenten pro Monat durch meine Bloginhalte gewinnen.“

Je konkreter dein Ziel ist, desto besser kannst du am Ende den Erfolg deines Blogs messen.

Abstraktere Ziele, wie z. B. „Ich möchte mehr Bekanntheit durch meinen Blog erlangen.“ sind schwieriger zu messen.

Definiere deine Zielgruppe

Für wen willst du in Zukunft schreiben? Normalerweise hast du deine Zielgruppe ja bereits für deine gesamten Marketingaktivitäten definiert. Prüfe nochmal, ob diese auch für deinen Blog gilt oder ob du hier vielleicht einen zusätzlichen Personenkreis ansprechen willst. Mit der richtigen Zielgruppe im Hinterkopf sorgst du dafür, dass deine Bloginhalte auch wirklich deine Ziele unterstützen. 

Wenn diese grundsätzlichen Eckdaten geklärt sind, kann es mit der Bestandsaufnahme weitergehen.

2. Bestandsaufnahme

Zur Bestandsaufnahme erstellst du als Erstes eine Übersicht über alle vorhandenen Beiträge. Wenn du diese nicht manuell auswerten willst, kannst du sogenannte „Crawling Tools“ (wie z.B. den Screamingfrog) verwenden. Diese werfen dir automatisch alle URLs deiner Website aus und du musst sie nur noch sortieren.

Sehen wir uns ein Beispiel an. Hier geht es um einen Blog eines Rucksackherstellers, der außerdem einen Online-Shop für Rucksäcke betreibt. Das Ziel des Blogs ist in diesem Fall, aus den Blogbesuchern Käufer zu gewinnen.

Titel des BeitragsAnzahl der WörterHaupt-Ziel-KeywordAktuelle Google-PositionAnzahl monatlicher AufrufeErhält die Seite externe Backlinks?ProblemHandlungsempfehlung
Wanderrucksäcke – diese 5 Voraussetzungen sollte jeder Rucksack erfüllen923Wanderrucksäcke Test (1.600 monatliche Suchanfragen)1370Ja, 2Konkurriert inhaltlich mit Beitrag „Das solltest du beim Kauf eines Wanderrucksacks beachten“Ranking bringt nur wenige BesucherAuf 7 Voraussetzungen ausweitenMit anderem Beitrag kombinierenTextumfang erweiternVerlinkung zum Produkt im Shop ergänzenSEO optimieren
Wanderzelte nach neuer Norm103010NeinProdukt ist kein Bestandteil des Shops mehr.Die Norm lt. Beitrag ist nicht mehr aktuellBeitrag entfernen und URL weiterleiten
Den Tabellenkopf kannst du als Vorlage für deine eigene Bestandsaufnahme verwenden.

Zu den vorhandenen Beiträgen werden in der Tabelle auch direkt wichtige Werte erfasst und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Die aktuelle Google-Position und Besucherzahlen auszuwerten ist deshalb wichtig, weil du gut performende Beiträge nicht einfach verändern oder löschen solltest. Aber natürlich auch deshalb, weil du Potenzial erkennen kannst. So kann sich etwas Arbeit am Beitrag auszahlen und dein Ranking verbessert sich um einige Positionen. 

Auch vorhandene Backlinks von externen Seiten sind ein Anzeichen dafür, dass dein Beitrag scheinbar wichtig und interessant ist!

3. Blog aufräumen und optimieren

Jetzt, wo du einen Überblick über alle vorhandenen Blogartikel hast, willst du natürlich wissen, was du damit anfangen sollst.

Was tun mit all den Beiträgen?

Zu kurze Beiträge: Du kannst diese löschen*, erweitern, oder mit anderen Beiträgen kombinieren. Außerdem kannst du kurze Beiträge super für Social Media Texte verwenden, da dafür nicht so viel Umfang notwendig ist.

Veraltete Beiträge: Löschen* oder aktualisieren.

Schlecht performende Beiträge: Hier kommt es darauf an, welche Kennzahl du mit guter oder schlechter Performance verbindest. Ist es dir z.B. wichtig, dass der Beitrag in den Top 3 der Suchergebnisse auf Google erscheint, dann solltest du den Beitrag SEO-technisch unter die Lupe nehmen (lassen).
(Tipps dazu gibt es auch in unserem Beitrag „In 5 Schritten zum perfekten SEO-Text“)

Ähnliche Beiträge: Diese konkurrieren oft (aus SEO-Sicht) miteinander. Du solltest versuchen, diese zu einem Beitrag zusammenzufügen oder die einzelnen Beiträge noch mehr zu individualisieren.

*Löschst du Beiträge, solltest du die alte URL unbedingt per 301-Weiterleitung auf eine passende Seite weiterleiten, sodass eventueller Traffic durch alte Verlinkungen nicht ins Leere führt!

Tipps zur Optimierung bestehender Artikel

Must have: Das sollte unbedingt rein!

  • Verwende nur eine H1-Überschrift pro Beitrag und arbeite mit Zwischenüberschriften in H2 und H3
  • Verwende Aufzählungen, Absätze und Fettschrift
  • SEO-Boost: Verlinke an passenden Stellen zu anderen Beiträgen. Das stärkt auch deine anderen Blogposts
  • Nutze Blog-Kategorien, so bringst du Ordnung in deine Posts

Nice to have: So wird dein Blog noch attraktiver

Hier noch ein paar Ideen, um deinen Beiträgen den letzten Schliff zu verpassen:

  • Titelbild als Eyecatcher
  • Verlinke ein Inhaltsverzeichnis, um eine schnelle Navigation zu ermöglichen
  • Gib die Lesedauer an (mit dem kostenlosen Tool von Wortliga kannst du das auswerten lassen)
  • Füge zusätzliche Videos, Gifs, Infografiken oder Bilder ein
    Wichtig: Befülle beim Einsatz von Medien immer den “ALT-Text” oder “ALT-Tag”, so werden auch Bilder in der Google-Suche besser gefunden. Außerdem solltest du Bilder komprimieren, sodass sie die Ladezeit nicht negativ beeinflussen.
  • Ergänze Infos zum Autor
  • Verlinke zu passenden Produkten/Dienstleistungen auf deiner Website

4. Routinen für regelmäßige Blogposts

Die Königsdisziplin ist es wohl, kontinuierlich Beiträge zu posten. Auch dazu haben wir ein paar hilfreiche Tipps:

Wer schreibt meine Beiträge?

Die meisten Unternehmen stellen intern nicht genügend freie Kapazitäten bereit, um regelmäßig Beiträge zu produzieren. Mögliche Lösungsansätze könnten sein:

  • Beauftrage Werkstudenten/-studentinnen, die über theoretisches Wissen zu deinen Themen verfügen.
  • Versuche, für ein bis zwei Mitarbeiter*innen jede Woche ca. 3 – 5 Stunden zu blocken, in denen sie jeweils einen Beitrag verfassen können. In dieser Zeit sollten sie auf jeden Fall ungestört arbeiten können.
  • Suche nach Autor*innen auf Minijob-Basis, die gerne schreiben und sich praktisch gut mit deinen Themen auskennen (schalte z.B. eine Stellenanzeige oder frage im Bekanntenkreis nach)
  • Suche dir professionelle Freelancer-Texter*innen als Ghostwriter (diese findest du auf Portalen wie z.B. Freelancermap). Hier musst du wahrscheinlich mit etwas höheren Stundensätzen rechnen, erhältst dafür aber Profi-Qualität.

Du kannst auch Gastbeiträge von anderen Blogger*innen schreiben lassen. Diese wollen allerdings auch was vom Kuchen abbekommen und möchten öffentlich genannt bzw. verlinkt werden.

Vorlagen und Anleitungen

Vor allem, wenn mehrere Personen mit dem Schreiben beauftragt wurden, sind einheitliche Richtlinien wichtig. Du kannst in einem Dokument die Mindestanforderungen an Blogbeiträge und Hinweise zum einheitlichen Schreibstil zusammentragen oder einen Musterbeitrag als Referenz verwenden. Auch sollten die beteiligten Personen über deine Ziele und Zielgruppe (siehe oben) informiert werden!

Verantwortlichkeiten

Um Chaos zu vermeiden, sollte es definitiv eine/n Blogbeauftragte*n, z.B. in Form eines/einer Projektleiter*in, geben. Diese*r kümmert sich um die Autoren, um die Zeitplanung und um Themenvorschläge. Er oder sie stellt sicher, dass regelmäßig neuer Content geliefert wird. Wichtig ist, dass diese Person sich wirklich verantwortlich für den Bereich Content-Marketing/Blog fühlt.

Außerdem sollte es eine Person geben, die für das Seeding (Veröffentlichen der Themen in den verschiedenen Kanälen) verantwortlich ist und jemanden, der die Kennzahlen interpretiert und Maßnahmen ableitet. Natürlich kann das alles in kleinerem Umfang von einer Person gemacht werden. Wir empfehlen außerdem, die Texte von mindestens einer weiteren Person korrekturlesen zu lassen. Vier Augen sehen mehr als zwei und gerade bei langen Texten verliert man sich irgendwann.

Workflows

Du kannst den Ablauf von der Idee bis zum fertigen Blogartikel sehr effizient mit spezieller Aufgabenmanagementsoftware (wie z. B. Jira, Monday oder Trello) abbilden. Lohnt sich der Einsatz solcher Tools für dich nicht, tut es aber auch die gute alte Exceltabelle.

Hier ein Beispiel, wie diese aufgebaut sein könnte:

ThemenvorschlagFreigabeKorrektur/LektoratZiel-VeröffentlichungsdatumKanäleStatus
Thema xyzerteiltausstehendflexibelBlog, Newsletterin Bearbeitung
Management-System für Blogartikel

5. Auswerten und weitermachen

Nachdem du nun weißt, wie du regelmäßig zu Beiträgen kommst, willst du natürlich deine Erfolge messen.

Hier ein paar Blog-Kennzahlen, die du in regelmäßigen Abständen anschauen solltest:

KennzahlenZu finden in
Aufrufe (Besuche) einzelner Blogseiten durch die organische Suche (Suchmaschinen)Google Analytics 
Likes/Shares/Kommentare und Speichern von Beiträgen Instagram, Facebook bzw. weitere Social-Media-Kanäle, in denen du Themen teilst
Aufrufe (Besuche) einzelner Blogseiten durch andere Quellen (z.B. Facebook, LinkedIn, Xing, Newsletter)Google Analytics
Anzahl der Kommentare auf dem BlogContent-Management-System (CMS)
Verweildauer auf der Blogseite(Tipp: Die Verweildauer solltest du immer in Relation zur Länge des Beitrags betrachten. Ein Beitrag mit 800 Wörtern benötigt wenige Minuten Lesezeit, einer mit 2.000 Wörtern dagegen knapp 10 Minuten.)Google Analytics
Klicks auf Links im Newsletter; Öffnungsrate des NewslettersNewsletter-Software
Scrolltiefe
(Wie weit scrollt der Leser in deinem Blogbeitrag nach unten?)
Google Analytics
Wichtige Blog-Kennzahlen

Tipp: Arbeite in Google Analytics mit benutzerdefinierten Berichten. Dort kannst du auch die Quelle (also die Herkunft) der Besucher filtern. Du kannst dir dort individuelle Auswertungen erstellen und diese z.B. monatlich per E-Mail zusenden lassen.

Stellst du fest, dass ein bestimmter Stil oder Themen besonders gut ankommen, kannst du dieses Wissen in deine nächsten Blogposts einfließen lassen. Go on & optimize!

Dieses Potenzial steckt in Blogbeiträgen

Falls du dich jetzt fragst, ob sich dieser ganze Aufwand wirklich lohnt, hier nochmal ein paar motivierende Worte von uns:

Mit Blogbeiträgen …

  • gibst du den Suchmaschinen „Futter“ – so wird deine Website noch besser bei Google und Co. gefunden, was dir wirklich viele Besucher bescheren kann.
  • positionierst du dich als Experte auf deinem Fachgebiet und stärkst so dein Image. 
  • hast du eine Grundlage für weitere Content-Formate, z.B. für Facebook, Instagram oder deinen Newsletter. 
  • teilst du interessantes Wissen, was dich sympathisch macht.

Happy Blogging!

Du solltest jetzt Lust bekommen haben, deinen Blog richtig auf Vordermann zu bringen. Wie du siehst, greifen die Themen Blogging, Social Media und Newsletter-Marketing stark ineinander. Im Bereich des Content-Marketings ist der Blog ein wichtiger Antreiber, um neue Kontakte, Kund*innen oder Mitarbeiter*innen zu gewinnen. Mit diesem ausführlichen Leitfaden wirst du das auf jeden Fall schaffen!

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Möchtest du wissen, wie du im Content-Marketing richtig durchstarten kannst? Schau dir diesen Beitrag über 4 effektive Content-Marketing-Strategien an!

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