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Podcast SEO: So verbesserst du deine Rankings auf Spotify & Co.

Y’all listening? Der eigene Podcast als Marketingkanal gehört für viele Unternehmen mittlerweile genauso zum Repertoire des Content-Marketing wie YouTube oder Social Media. Kontinuierlich tauchen neue Podcasts auf Spotify und Co. auf, mit der Folge, dass der Wettbewerb immer mehr zunimmt. Deshalb brauchen wir eine Art Suchmaschinenoptimierung für Podcasts, sodass diese auch gefunden und gehört werden.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du deinen Podcast durch SEO bekannter machst.

In den letzten 5 Jahren ist der Anteil der Deutschen, die Podcasts hören, um 24 % gestiegen. Über ein Drittel aller Deutschen konsumieren somit laut Statista mehr oder weniger regelmäßig Podcasts (Stand 2021). Ob Business-Tipps, Weltgeschehen, Crime-Serien oder Comedy-Podcasts – es ist für jeden was dabei. 

Auch du kannst deinen Content in eine Audio-Form gießen und so tausende Hörer*innen erreichen. Warum das so lukrativ für dein Marketing ist, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Du willst direkt zu den SEO-Tipps springen und dein Podcast-Ranking verbessern? Dann überspring den nächsten Abschnitt einfach 🙂

Content-Marketing via Podcast – das spricht dafür

Warum Podcasts nicht nur für Geschichten-Erzähler*innen und Comedians gemacht sind, sieht man an den erfolgreichen Podcasts von Unternehmen und Solo-Selbständigen. In ihren Folgen geben sie Tipps und Insights sowie aktuelle News aus ihrer Branche preis. Podcasts sorgen für Weiterempfehlungen, wodurch du neue Kunden gewinnst und deine Marken- oder Personenbekanntheit enorm steigerst. 

Durch einen Podcast kannst du echte Fans für dich und dein Unternehmen gewinnen.

Darum ist das Format Podcast für Unternehmen so lukrativ:

  • Du erreichst durch einen Podcast potenziell andere Menschen als über deinen Blog oder Social Media. Einige Menschen konsumieren Inhalte lieber auditiv, weil sie so aufnahmefähiger oder flexibler sind (stell dir z. B. eine lange Autofahrt vor oder einen gemütlichen Spaziergang am Feierabend). 
  • Du musst nicht die Tagesschau sein, um Abonnenten zu gewinnen. Jedes Unternehmen hat Geschichten zu erzählen!
  • Wenn Schreiben nicht dein Ding ist, du aber gerne sprichst, dann ist ein Podcast als Content-Marketing Kanal wie gemacht für dich.
  • In einem Podcast kannst du durch Gesprochenes auf eine natürliche Art Emotionen transportieren. Emotionen führen zu mehr Aufmerksamkeit und Bindungsgefühl bei deiner Zielgruppe.
  • Es gibt mehr als 70.000 deutschsprachige Podcasts (Stand 2021), im Vergleich dazu über 16.000.000 registrierte .de-Domains für Websites und ca. 200.000 deutschsprachige Blogs. Ein Podcast erhält also rein rechnerisch gesehen mehr Aufmerksamkeit als eine Website oder ein Blog, weil es weniger Konkurrenz gibt.
  • Du kannst in Podcasts Werbung integrieren oder Interview-Gäste einladen und so deinen Aufwand (teilweise) mit Werbeeinnahmen wieder ausgleichen.
  • Du brauchst nicht viel dafür: Ein überschaubares Equipment, (d)eine Stimme sowie einen Podcast-Hoster.

Dein Content ist höchstwahrscheinlich schon aus anderen Kanälen, wie z. B. deinem Blog oder YouTube-Channel, vorhanden und muss nur noch in die richtige (sprachliche) Form gebracht werden (#contentrecycling).

Warum ist SEO für Podcasts relevant?

SEO verbinden wir zuallererst mit der Google Suche. Das Ziel von Podcast SEO ist, dass dein Podcast sowohl in Suchmaschinen als auch in Spotify und auf anderen Podcast-Plattformen möglichst weit vorne in den Suchergebnissen erscheint. Wird dein Podcast gut gefunden, bringt das neue Hörer*innen zu dir, ganz ohne zusätzlichen Werbeaufwand und ohne Zusatzkosten.

Podcasts bekannt machen: So funktioniert SEO auf Spotify und Co.

Sehen wir uns anhand eines Beispiels, ein Marketing-Podcast, an, wie du dein Ranking auf Spotify, iTunes etc. positiv beeinflussen kannst.

Die richtigen Keywords finden

Eine Keyword-Recherche ist die Basis aller SEO-Maßnahmen. Diesem Thema haben wir einen eigenen Artikel gewidmet: Keyword-Recherche für SEO: So findest du die passenden Suchbegriffe!

Tipp: Mit einer Keyword-Recherche findest du heraus, für welche Themen sich deine Zielgruppe interessiert. Du kannst also nicht nur deine Folgen-Titel für Spotify und Co. optimieren, sondern zudem noch Ideen für Podcast-Inhalte sammeln!

Podcast-Name

Der Podcast-Name ist dein Aushängeschild. Falls du noch vor der Wahl deines Podcast-Namens stehst, dann überlege ihn dir gut! Sowohl dein Markenname/Personenname, als auch das Thema bzw. die Branche darf enthalten sein. Aber auch ein Fantasiename speziell für den Podcast ist denkbar.

Beispiel für einen Podcast-Namen:

EOM | Weekly Online-Marketing-Tipps 

Hinweis: Dieser Podcast existiert so nicht und dient hier nur zur besseren Veranschaulichung.

Erst, wenn sich ein Podcast so etabliert hat, dass der Name bereits für sich spricht und er keinen Zusatz mehr braucht, spielen Keywords an dieser Stelle eine weniger wichtige Rolle.

Wichtig: Du gestaltest deinen Podcast für deine Hörer*innen und nicht für den Algorithmus! Diese Regel kennst du bestimmt aus dem klassischen SEO, und sie gilt auch hier. Du investierst üblicherweise langfristig in deinen Podcast und baust dir eine Marke auf. Verwende also keinen unnatürlichen Podcast-Namen, nur dass er exakt deinem Hauptkeyword entspricht. 

Podcast-Beschreibung

Die Beschreibung fasst deine Podcast-Inhalte in ein paar kurzen Sätzen verständlich zusammen und beinhaltet auch ganz klar die Zielgruppe des Podcasts. Hier solltest du außerdem erwähnen, welche Vorteile die Hörer*innen daraus mitnehmen und welchen besonderen Stil der Podcast mit sich bringt. Wenn es sich anbietet, dann arbeite hier mit deinen Keywords (ohne es zu übertreiben).

Podcast Marketing Tipps in Spotify
Aus dieser Podcast-Beschreibung liest man heraus, dass die Tipps womöglich leicht umsetzbar und einfach erklärt sind. Die Zielgruppe und der Nutzen werden deutlich. Das Haupt-Keyword „Marketing Tipps“ wird allerdings in der Beschreibung nicht verwendet, sondern nur im Titel.

Titel der einzelnen Podcast-Folgen

In den Suchergebnissen von Spotify werden sowohl Podcasts als auch einzelne Folgen vorgeschlagen. Umso wichtiger ist es, dass deine Podcast-Folgen optimierte Titel haben!

Hier gilt: Eine Mischung aus aktivierender Headline und Hauptkeyword ist gefragt (passend zum Thema der Folge). Viele Podcaster*innen integrieren auch die Folgen-Nummer, z. B. #30, in den Titel. Die durchnummerierten Folgen ergeben keinen SEO-Vorteil, aber eine hohe Zahl suggeriert: Dieser Podcast bringt viele Folgen raus, der ist wohl ziemlich beliebt! 

Die Titel sollten nicht mehr als 35 Zeichen umfassen, so werden sie auch auf kleineren Smartphones immer noch vollständig angezeigt. Abgeschnittene Titel können aber natürlich auch Neugier wecken, solange das Wesentliche noch lesbar ist.

Beispiel für einen Folgen-Titel:

SEO für Podcasts | # 11

Shownotes

Die Shownotes sind die Beschreibungen zu den einzelnen Podcast-Folgen. Abgesehen davon, dass die Shownotes Interesse wecken, aber nicht gleich den ganzen Inhalt verraten sollen, kannst du auch wichtige Keywords darin platzieren. 

Beispiel:

Podcaster*innen und solche, die es werden wollen, aufgepasst! In dieser Folge gibt’s Tipps für Podcast SEO. Erfahre in nur 20 Minuten, wie dein Podcast und deine Podcast-Folgen besser gefunden werden! 

User-Verhalten

Verweildauer, Klickrate, Bounce-Rate etc. – kennst du diese Begriffe schon aus der klassischen Suchmaschinenoptimierung? Auch auf Podcast-Plattformen wie Spotify ist das User-Verhalten ein Hinweis darauf, wie gut dein Podcast und seine Darstellung in den Suchergebnissen ist. User-Signale sind Futter für den Podcast-Algorithmus und deshalb äußerst wichtig.

Übrigens: „Dauerbrenner“-Themen können einen positiven Einfluss auf das User-Verhalten und so auch auf das Ranking einzelner Podcast-Folgen haben. Je mehr Hörer*innen eine Folge über einen langen Zeitraum konsumieren, desto beliebter scheint das Thema zu sein. Versuche also zu Beginn echten Evergreen-Content zu produzieren, bevor du dich an schnelllebigen Trendthemen bedienst. 

Tipp: Sorge für ein stimmiges Gesamtbild im Hinblick auf das Coverbild, den Podcast-Titel, die Shownotes und die Titel der Folgen. Das verschafft den Leser*innen bzw. Hörer*innen Klarheit und vermeidet frühzeitige Absprünge. 

Apropos Absprünge: Die Bounce-Rate (Absprungrate) sollte möglichst gering gehalten werden. Das schaffst du mit einem richtig guten Podcast-Einstieg. Egal, ob du einen coolen Jingle oder eine witzige Ansage (oder beides) einspielst – die ersten fünf Sekunden sollen deine Hörer*innen wachrütteln und Lust auf mehr machen. Wenn du dann den Spannungsbogen durch abwechslungsreiche und rhetorisch kluge Sprechweise aufrechterhältst, optimierst du damit automatisch die Verweildauer in deinen Podcast-Folgen.

Bewertungen 

Bis zu fünf Sterne sind beispielsweise auf Spotify für deinen Podcast drin. Für das Ranking innerhalb der Podcast-Charts sind gute Bewertungen von Hörer*innen äußerst wichtig. Die Podcast-Charts sind zwar ein weit gestecktes Ziel, aber auch kleineren Podcasts können Bewertungen nicht schaden!

Ruf deine Hörer*innen ganz freundlich dazu auf, deinem Podcast ein paar Sterne zu hinterlassen. Gute Bewertungen bringen auch Neulinge dazu, sich deinen Podcast anzuhören.

Empfehlungen und Abonnenten

Nicht unbedingt eine klassische SEO-Maßnahme, aber dennoch enorm wichtig: Empfehlungen sind ein natürlicher Booster für deinen Podcast und sorgen für Zuwachs an Abonnenten, was sich positiv auf die Sichtbarkeit deines Podcasts auswirkt. Sorge dafür, dass dein Podcast weiterempfohlen wird und erwähne ihn auf anderen Kanälen, wo immer du kannst. Erzähle es deinen Business-Buddies, Bekannten, Freunden, teile deinen Podcast auf Social Media und in deinem Newsletter.

Tipp: Um gute Bewertungen und Weiterempfehlungen zu erhalten, sollte nicht nur dein Inhalt gut gewählt sein, sondern auch die Qualität deiner Audios.

Hast du dich nicht auch schon über Podcasts mit schlechter Audio-Qualität geärgert und deshalb nicht weitergehört? Du brauchst nicht unbedingt ein Tonstudio mit gedämmten Wänden, aber ein professionelles Mikrofon mit Schallschutz ist anzuraten. Das gibt es zu überschaubaren Preisen und doch macht es einen erheblichen Qualitätsunterschied!

Podcast-Landingpage und Blog-Seiten

Erstelle eine Landingpage auf deiner Website, die speziell auf deinen Podcast zugeschnitten ist. Hier finden Besucher*innen alle Infos zu deinem Podcast und du kannst ihn hier so richtig schmackhaft machen. Du hast auf deiner Website viel mehr Gestaltungsspielraum als auf Spotify. Auf der Landingpage kannst du ausführliche Beschreibungen ergänzen und deine Folgen per Link einbetten. Das führt zu besseren Rankings für Suchanfragen, die auf deinen Podcast zutreffen.

Wenn du außerdem zu bestimmten Podcast-Folgen bereits einen Blogbeitrag geschrieben hast, dann verlinke die Podcast-Folge innerhalb des Blogbeitrags. So erhältst du auf indirektem Weg weitere Besucher auf den Podcast-Plattformen.

Die wichtigsten Podcast-Plattformen – Vorteile fürs Ranking

Falls du neu im Podcast-Geschäft bist, fragst du dich bestimmt, auf welchen Plattformen du deinen Podcast veröffentlichen sollst.

Das ist tatsächlich ein wichtiges Thema – auch in Bezug auf SEO! 

So hast du über die Veröffentlichung bei Google Podcasts sogar die Chance auf ein Rich Snippet* in den Suchergebnissen! Denn Google indexiert auch Podcasts in seinen Suchergebnissen.

*Rich Snippets sind eine besondere Darstellungsform in den Suchergebnissen für spezielle Elemente. Ein Beispiel findest du unten im Screenshot.

Diese Plattformen sind für deutsche Podcasts besonders interessant:

Rich Snippet Podcast Google
Sichtbarkeit für Podcasts direkt in den Google Suchergebnissen: So sehen die Rich Snippets für Podcast-Folgen aus. (Screenshot)

Die Performance deines Podcasts im Auge behalten

Je nach Hosting-Anbieter kannst du verschiedene Kennzahlen für deinen Podcast einsehen und so die Performance und Entwicklung laufend prüfen.

  • Welche Folgen erreichen am meisten Hörer*innen und was ist der Grund?
  • Gibt es eine Folge, die oft abgebrochen wurde? 
  • Welche Folgen werden besonders oft geteilt? 
  • Welche Folgen wurden oft heruntergeladen?

Anhand dieser Auswertungen leitest du dann deine weitere Content-Planung ab und optimierst kommende Folgen schrittweise – sowohl inhaltlich als auch SEO-technisch.

Deine Folgen werden so kontinuierlich besser – und zusammen mit unseren SEO-Tipps wird sich der Erfolg deines Podcasts schnell steigern.

Bleib’ dran! Ausdauer zu haben, macht sich im Podcast-Marketing bezahlt.

One, two, three – Check – jetzt kanns losgehen! Ran ans Mikrofon und viel Spaß beim Ausprobieren unserer Podcast SEO Tipps!

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