Inhalt dieser Seite
Das Wichtigste in Kürze
- UTM-Parameter hängen Sie an Links, die von außen auf Ihre Website führen, etwa aus Newslettern oder Social-Media-Beiträgen. GA4 zeigt die Werte im Bericht Traffic-Akquisition.
- Google empfiehlt für jeden Kampagnenlink mindestens drei Angaben. Fehlt eine davon, steht im Bericht an dieser Stelle „(not set)“.
- GA4 unterscheidet bei den Werten zwischen Groß- und Kleinschreibung. Schreiben Sie alle Werte klein, damit „Newsletter“ und „newsletter“ nicht als zwei Quellen erscheinen.
- Der Wert für utm_medium bestimmt den Kanal in GA4. Mit „email“ landet ein Besuch im Kanal E-Mail, ein frei gewählter Wert wie „mailing“ führt zu „Unassigned“.
- Für Google Ads brauchen Sie meist keine UTM-Parameter. Die automatische Tag-Kennzeichnung ist bei neuen Konten aktiv und hat in GA4 Vorrang.
Beispiel aus der Praxis
Ein Hersteller von Industriearmaturen stellt im Newsletter an Fachhändler ein neues Ventilprogramm vor. Am selben Tag erscheint ein Beitrag auf LinkedIn, der auf dieselbe Produktseite führt. Damit das Marketingteam später sieht, welcher Weg mehr Anfragen gebracht hat, hängt es an beide Links unterschiedliche UTM-Parameter.
Der Newsletter-Link erhält die Quelle „newsletter“ und das Medium „email“, der LinkedIn-Link die Quelle „linkedin“ und das Medium „social“. Beide tragen denselben Kampagnennamen. In Google Analytics 4 erscheinen die Besuche danach getrennt, und das Team kann die Anfragen beider Kanäle vergleichen.
Wie funktionieren UTM-Parameter?
UTM-Parameter stehen hinter einem Fragezeichen am Ende der Zieladresse und werden mit dem Zeichen & verbunden. Beim Aufruf der Seite liest das Analyse-Tool die Werte aus und ordnet den Besuch der angegebenen Quelle und Kampagne zu.
https://www.example.com/ventile/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=ventile-2026
In GA4 finden Sie die Werte im Bericht Traffic-Akquisition, aufgeschlüsselt nach Quelle und Medium der Sitzung. Welcher Kontakt bei mehreren Klicks eine Anfrage gutgeschrieben bekommt, legt das Attributionsmodell fest.
Welche UTM-Parameter gibt es?
Die Google-Analytics-Hilfe nennt neun UTM-Parameter. Zwei davon zeigt GA4 derzeit nicht in den Berichten an (Stand: Oktober 2026).
| Parameter | Was er angibt |
|---|---|
| utm_source | Quelle des Besuchs, etwa newsletter oder linkedin |
| utm_medium | Marketingmedium, etwa email oder cpc |
| utm_campaign | Name der Kampagne oder Aktion |
| utm_id | Kampagnen-ID für eine bestimmte Kampagne |
| utm_term | bezahltes Keyword |
| utm_content | Anzeigenmotiv oder Link innerhalb derselben Kampagne |
| utm_source_platform | Plattform, die den Traffic steuert, etwa eine Einkaufsplattform für Werbung |
| utm_creative_format | Art des Werbemittels, derzeit nicht in GA4-Berichten |
| utm_marketing_tactic | Targeting der Kampagne, derzeit nicht in GA4-Berichten |
Die ersten drei Parameter sollten laut Google an jedem Kampagnenlink stehen. Fehlt einer davon, zeigt GA4 an dieser Stelle „(not set)“.
Wie benennen Sie UTM-Parameter richtig?
Feste Namensregeln halten Ihre Berichte vergleichbar. GA4 unterscheidet bei den Werten zwischen Groß- und Kleinschreibung, „Newsletter“ und „newsletter“ erscheinen also als zwei Zeilen. Google empfiehlt deshalb, alle Werte kleinzuschreiben.
Beim Medium kommt es auf den genauen Wert an, denn GA4 ordnet Besuche vor allem danach einem Kanal der Standard-Channelgruppe zu.
| Wert für utm_medium | Kanal in GA4 | Zusätzliche Bedingung |
|---|---|---|
| keine | ||
| cpc | Bezahlte Suche | Quelle ist eine Suchmaschine, etwa google |
| paid_social | Soziale Netzwerke (bezahlt) | Quelle ist ein soziales Netzwerk, etwa linkedin |
| social | Soziale Netzwerke (organisch) | keine |
| display oder banner | Display | keine |
Ein frei gewählter Wert wie „mailing“ passt zu keiner Regel, und GA4 ordnet den Besuch dem Kanal „Unassigned“ zu. Halten Sie die erlaubten Werte deshalb in einer Tabelle fest, und erzeugen Sie Links mit einem URL-Builder wie dem Campaign URL Builder von Google. Im Bereich Analytics und Tracking legen wir diese Regeln mit Ihrem Team fest, damit alle Dienstleister Links nach demselben Schema kennzeichnen.
Was ist der Unterschied zwischen UTM-Parametern und automatischer Tag-Kennzeichnung?
Die automatische Tag-Kennzeichnung ist eine Funktion von Google Ads. Dabei erhält jeder Anzeigenklick eine Klick-ID, die GCLID (Google Click Identifier). Bei neuen Konten ist die Funktion standardmäßig aktiv.
Ist Google Ads mit GA4 verknüpft, übernimmt GA4 über die GCLID die Kampagnendaten aus dem Werbekonto. Dabei hat die automatische Kennzeichnung Vorrang vor manuellen UTM-Werten. UTM-Parameter brauchen Sie deshalb vor allem für Kanäle ohne diese Verknüpfung, etwa für Newsletter und LinkedIn Ads.
Typische Fehler bei UTM-Parametern
Diese Fehler lassen sich mit festen Regeln und einem Testklick vermeiden.
- Uneinheitliche Schreibweise. „LinkedIn“ und „linkedin“ erscheinen im Bericht als zwei Quellen.
- UTM-Parameter an internen Links. Solche Parameter vermischen die Herkunft der Besucher mit Klicks innerhalb Ihrer Website. Für interne Banner sieht GA4 eigene Ereignisse vor, etwa select_promotion.
- Personenbezogene Daten in der Adresse. E-Mail-Adressen oder Namen gehören nicht in UTM-Werte. Laut Google-Hilfe dürfen URL-Pfad und Parameter keine personenidentifizierbaren Informationen enthalten.
- Weiterleitungen ohne Parameter. Geht der Zusatz bei einer Weiterleitung verloren, kommen die Werte nicht in GA4 an. Ein Testklick vor dem Versand zeigt, ob die Parameter danach noch in der Adresszeile stehen.
Verwandte Begriffe
Quellen
- Google Analytics-Hilfe: Tools zur URL-Erstellung, Kampagnendaten mithilfe benutzerdefinierter URLs erfassen
- Google Analytics-Hilfe: Standard-Channelgruppe
- Google Ads-Hilfe: Automatische Tag-Kennzeichnung
- Google Analytics-Hilfe: Senden personenidentifizierbarer Informationen vermeiden
- Google for Developers: Measure ecommerce (Apply promotions)
- Google Search Central: How to specify a canonical with rel=“canonical“
- Matomo: Does Matomo support Google Analytics campaign parameters?










