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Aufmerksamkeit ködern: Linkbait als Strategie

Als SEO wird man “Linkbait” als die Königsklasse der Linkstrategien bezeichnen: Man wirft einen inhaltlichen Köder (“Bait”) aus, um Links zu fischen. Andere Webseitenbetreiber sehen darin eher die ganz normale Webstrategie, mit großartigen Inhalten User zu begeistern.

So gesehen kommt es ganz auf die Sichtweise an. Auf jeden Fall sollte ein wirklich guter Linkbait nicht als solcher erkennbar sein. Gelingt das, kann er es sogar schaffen, die Einlasskontrolle der “klassischen” Webmagazine zu überwinden und bringt damit Backlinks auf die Seite, die es nirgends zu kaufen gibt.

Doch Vorsicht: Nicht jeder Linkbait funktioniert und zieht auch wirklich viele Links an. Man sollte damit rechnen, dass nur eine von zehn Aktionen wirklich erfolgreich ist. Deshalb wird häufig empfohlen, den Köder auf eigenen, neuen Domains auszulegen und diese nach der Aktion inklusive der gewonnenen Links umzuziehen. Und das mag für aktuelle Videos oder zeitkritische Games manchmal eine gute Strategie sein – für den größten Teil der Linkbaits aber nicht.

Denn diese bestehen aus interessanten, nützlichen, witzigen oder spannenden Inhalten – die meist ohnehin auf die Hauptdomain gehören und die auch länger “leben” können. Daher ist es sinnvoll, die Linkbaits in die zu verlinkende Webseite einzubinden.

Was ist ein guter Linkbait?

Hier gibt es eine Faustregel:
Nützliche Bestenlisten, „Howtos“ und Online-Tools funktionieren mit hoher Wahrscheinlichkeit gut. Aber meist erhalten sie nicht explosionsartig und massenhaft User und Links.

Wirklich (!) witzige oder schockierende Aktionen dagegen funktionieren eher selten – aber ziehen dann sehr viel mehr Backlinks auf sich.
Hier ein paar Ideen für mögliche Linkbaits:

  • Umfragen – möglicherweise mit sehr kontroversen Antwortmöglichkeiten.
  • Verlosungen, Geschenke, Gutscheine erhalten und stiften Freundschaften. Und diese Give-aways müssen gar nicht teuer sein.Wer etwa Einladungscodes für einen neuen Internet-Dienst hat, kann dafür einige Links einfordern.
  • Studien, Analysen einer ganzen Branche oder eines Teilbereichs.
  • Top-Listen, Charts zu möglichst unterhaltsamen und lustigen Themen.
  • Videos, Bilder, Dokumente mit witzigen oder bizarren Inhalten.
  • Branchen-News ziehen viele Besucher an und können auch zur Verwendung auf anderen Seiten (mit Backlink) angeboten werden. Vor allem dann, wenn man Informationen hat, die andere nicht haben (können).
  • Tools, Widgets wie ein Währungs-Rechner oder eine bestimmte Kartensuche, die wirklich nützlich sind, werden verwendet – und verlinkt.
  • “Wie geht das?” ist ein prima Einstieg für einen erklärenden „Howto“ Linkbait. Hier ist es wichtig, dass wirkliche Probleme gelöst werden. Wenn das Thema so gut ist, dass man es sich ausdrucken will, ist es gerade gut genug …
  • Veranstaltungen und Events locken natürlich neben den eigentlichen Besuchern auch viele an, die zwar nicht kommen – aber möglicherweise darüber berichten.

Tipps für das Gelingen des Linkbaits

Einfache Erstellung der Links:
So simpel es auch klingt: Wenn der begeisterte Besucher einer Webseite die Aufforderung auf einer Webseite liest und diese schnell für seine Webseite erstellen kann, dann wird er es möglicherweise tun.
Am schnellsten geht es, wenn er per Drag&Drop den Code dafür kopieren kann (in dem sich natürlich auch gleich der richtige Linktext befindet).

Das Seeding entscheidet! Damit ist ein erstes Aussäen der Information gemeint. Dies erfolgt zunächst über die bekannten Kanäle wie Twitter, Facebook, Digg & Co.

Aber warum nicht auch mit einem Newsletter oder mit Handzetteln auf einem Konzert? Und warum nicht den Link zur Aktionsseite an einen Mailverteiler verschicken? Witzige Bilder und Videos werden meist per -Email verschickt …
Wichtig ist: dass genau die User auf die Aktion aufmerksam werden, die das dann nachher auch weiter tragen, verteilen und ggf. verlinken.

Keine Verkaufs-Show: Man sollte in keinem Fall vergessen, dass es bei dem Linkbait nicht (nicht!) um den Verkauf von Produkten oder einer Dienstleistung geht.
Es geht um Links – und dafür ist eine hohe Verbreitung wichtig.
Was also zählt, ist die Begeisterung der Besucher und nichts anderes. Wenn auf der Landingpage deutlich wird, dass dies eine Aktion zur Generierung von Links ist oder der Anbieter plakativ mit dem Banner “kaufen, kaufen, kaufen” winkt, wird der Linkbait nicht funktionieren.
Das ist wohl ein bisschen biblisch: “Gebt, so wird euch gegeben!”

Fazit

Mit einem guten Linkbait kann man auf sehr natürliche Art sehr viele Backlinks einsammeln – vorausgesetzt, man sorgt für wirkliche exklusive, spannende oder sehr witzige Inhalte. Nur dann, wenn die Aktion wirklich die Aufmerksamkeit der großen Masse trifft, zahlt sich die Arbeit wirklich aus.

Voraussetzung sind neben einer guten Idee, auch eine saubere Umsetzung und ein gutes Seeding, mit dem die Verbreitung in der Webwelt angestoßen wird.

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