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10 SEO-Tipps für Online-Shops zur Weihnachtszeit
SEO-Tipps für Online Shops

10 SEO-Tipps für Online-Shops zur Weihnachtszeit

Verpasst nicht die Weihnachtszeit

Für viele Online-Shop Betreiber ist die Weihnachtszeit die wichtigste Zeit des Jahres. Laut einer Umfrage von EHI kaufen 83% der 2000 befragten Verbraucher ihre Weihnachtsgeschenke online oder informieren sich zumindest dort über die Produkte. Mit den folgenden 10 SEO-Tipps für Online-Shops zeigen wir euch, wie ihr in dieser Zeit auf eure Produkte aufmerksam machen und Sales steigern könnt.

Um von dieser umsatzstärksten Jahreszeit im E-Commerce zu profitieren, muss ein Online-Shop eine gute Sichtbarkeit im Google Index besitzen.
Mit den folgenden 10 Tipps erfahrt ihr die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung für Online-Shops.

1. Keywordrecherche

Die Keywordrecherche sollte der erste Schritt sein, denn ohne vorher zu wissen, was der potenzielle Kunde sucht, kann mit der Suchmaschinenoptimierung (SEO) nicht begonnen werden. Dabei ist die Recherche nach passenden Suchbegriffen nie komplett abgeschlossen. Es entwickeln sich immer wieder neue Begriffe oder ihr erweitert in Zukunft einfach euer Sortiment.

Zu Beginn der Keywordrecherche kann gerade ein erstes Brainstorming mit Menschen aus eurem privaten Umfeld sehr hilfreich sein. Fragt einfach nach, wie diese Personen suchen würden, wenn sie das Produkt „XY“ kaufen wollen. Nehmen wir z. B. das Keyword „Winterreifen“ und erstellen eine Liste aus dem Brainstorming, mit welchen weiteren Worten eure Freunde und Bekannten sich auf die Suche begeben. Fügt die Liste nun in das Google Keyword-Tool ein, um an neue Wort- Kombinationen und Synonyme zu gelangen.

Der Übereinstimmungstyp sollte von „Weitgehend“ auf „Exakt“ umgestellt werden, da das exakte Suchvolumen für das jeweilige Keyword benötigt wird.
Nutzt zusätzlich noch die „verwandten Suchvorgänge“, um die Keywordrecherche zu erweitern. Zu guter Letzt solltet ihr natürlich auch die Mitbewerber analysieren. Worauf optimieren diese und sind das eventuell auch relevante Suchbegriffe für euren Shop?

Bis hierhin solltet ihr bereits eine gute Auswahl an Keywords gefunden haben. Für alle Unentschlossenen empfiehlt sich noch die Google Ads-Buchung diverser Keywords. Versucht mit euren Google Ads-Anzeigen auf die erste Seite zu gelangen. Es muss nicht direkt eine Top-Platzierung sein. Die erste Seite reicht vollkommen aus, um das „echte“ Suchvolumen eines Keywords rauszufinden.

SEO-Tipp für Online-Shops:
Es gibt drei verschiedene Arten von Keywords: „navigational“, „transactional“ und „informational“. Das höchste Suchvolumen erreicht man mit den „informational Keywords“. Diese Keywords bzw. die User sind allerdings für Online-Shops eher uninteressant, da sie nur nach Informationen suchen und nichts kaufen wollen. Solche Suchbegriffe sollten nicht mit in die Keywordrecherche aufgenommen werden.

Ein „informational Keyword“ erkennt daran, dass keine oder nur wenige bezahlten Anzeigen (Google Ads) geschaltet werden. Bei den „navigational Keywords“ sucht der User nach einer Marke oder einer bestimmten Domain bei Google wie z. B. eBay. Diese Keywords sind zwar einfacher zu optimieren, aber die Klickrate für Platz 1 beträgt 99%, da der User direkt das Gesuchte findet und klickt. Ihr solltet also nicht auf andere Marken optimieren, sondern versuchen eure eigene zu stärken, sodass euer Online-Shop in Zukunft mehr „navigational Traffic“ erhält.

Bei der Keywordrecherche für Online-Shops solltet ihr euch nur auf die „transactional Keywords“ konzentrieren. Die transaktionsorientierte Suche generiert zwar weniger Suchvolumen, als die „informational-Keywords“, aber dafür sind die Konversionsraten deutlich höher und darauf kommt es bei einem Online-Shop an. In erster Linie will ein Online-Shop verkaufen und nicht informieren.

Beispiel anhand des Keywords „Winterreifen“

  • Navigational Keyword: reifen.com
  • Informational Keyword: Winterreifenpflicht
  • Transactional Keyword: Winterreifen günstig

2. Title-Tag und „Conversion-Keywords“

Der Title-Tag ist eines der wichtigsten Kriterien bei der Onpage-Optimierung. Der Webseiten-Titel kann für bis zu drei Suchbegriffe optimiert werden. Je fokussierter, desto besser. Jede Seite sollte einen individuellen Inhalt haben und somit dann auch einen eigenen, einzigartigen Title-Tag. Bei über 65 Zeichen wird der Title-Tag in den Suchergebnissen geschnitten. Das kann sehr unschön aussehen.

Beim Title-Tag ist auch die Keywordprominenz von hoher Bedeutung. Das erste Wort erhält am meisten Gewichtung, daher ist es wichtig, dass an der ersten Stelle ein aussagekräftiges Keyword auftaucht und nicht der Domainname. Die Marke bzw. der Domainname sollte immer am Ende des Seitentitels stehen.

Unerlässlich für Online-Shops sind so genannte „Conversion-Keywords“. Die Optimierung für generische Begriffe wie z. B. „Winterreifen“ sorgt für einen großen Streuverlust. Bei dem Keyword „Winterreifen“ kann es sein, dass der User nur nach einem Preisvergleich, Informationen zur Winterreifenpflicht oder einfach nach dem Testsieger sucht, aber (noch) nicht kaufen will. Die User haben mittlerweile gelernt, ihre Suchanfragen zu spezifizieren. Deshalb ist es empfehlenswert, „Conversion- Keywords“ wie zum Beispiel „kaufen“, „bestellen“, „günstig“, „Shop“ usw. kontinuierlich bei der Suchmaschinenoptimierung zu berücksichtigen.

SEO-Tipp für Online-Shops: Recherchiert vorher genau, z. B. mit dem Google-Tool „Insights for Search“, welches „Conversion-Keyword“ zu eurem Online-Shop passt.
Um beim Beispiel „Winterreifen“ zu bleiben:
„Winterreifen günstig kaufen“ ist also die optimale Phrase für einen Online-Shop, der Winterreifen verkaufen möchte. Ein guter Title-Tag inkl. „Conversion-Keywords“ könnte wie folgt aufgebaut werden: “[Produkt] günstig kaufen im [Keyword] Online-Shop von [Domain].de“

3. Meta-Description

Die Meta-Description hat keinen direkten Einfluss auf das Google-Ranking. Das heißt jedoch nicht, dass man sie komplett vernachlässigen darf. Bei der Seitenbeschreibung ist es wichtig, einen ansprechenden und aussagekräftigen Marketing-Satz zu formulieren.

Da die Meta-Description als „Snippet“ in den Suchergebnissen angezeigt wird, kann die Klickrate dadurch beeinflusst werden. Und die Klickrate wiederum wird immer stärker als Rankingfaktor in den Google Algorithmus mit einbezogen. Wichtig: Nutzt nicht mehr als 160 Zeichen für die Seitenbeschreibung.

SEO-Tipp für Online-Shops: In der Meta-Description habt ihr die Möglichkeit, euch von den anderen Online- Shops abzuheben. Versucht, die Vorteile gegenüber den Mitbewerbern zu erwähnen, wie z. B. kostenloser Versand, Preis, Rabatte, Gutschein etc. Es sind die ersten Sätze, die der Suchende über euren Shop liest, daher sollte die Meta- Description überzeugen.

4. Content is King

Sowohl die User als auch der Suchmaschinen-Bot benötigen textlichen Inhalt, den man lesen kann. Es müssen nicht extrem lange Texte sein, sie sollten jedoch, z. B. auf der Startseite, beschreiben, worum es in eurem Shop überhaupt geht. Verweist dabei aus dem Text heraus auf passende Produkte oder Kategorien. Auf den Kategorie- und Produktseiten sollten außerdem individuelle Beschreibungen verfügbar sein. Verwendet auf gar keinen Fall Inhalte, die bereits zig Mal im Internet vorhanden sind. Ihr benötigt „Uniqueness“, um bei Google gefunden zu werden.

SEO-Tipp für Online-Shops:
Nutzt einzigartigen Content, um die Produkte „ansprechend“ zu beschreiben. Wenn ihr z. B. „Winterreifen“ der Firma „Continental“ mit „18 Zoll Felgen“ und „5- Speichen-Design“ verkauft, dann sollten diese Infos in die Produktbeschreibung integriert werden. Je genauer und transparenter die Informationen, desto eher wird der Besucher zum Kunden.

5. Interne Verlinkung für eine bessere „Durchblutung“

Die beste Einstiegsseite bei Online-Shops ist die Produktseite.
Auf dieser findet der User direkt den Preis, Bilder, eine Produktbeschreibung und den Weg zum Warenkorb. Leider ist es bei Online-Shops oft so, dass die Produkte in der letzten Ebene kaum „Linkpower“ erhalten. Durch die fehlende „Linkpower“ kann natürlich kein Ranking bei Google erreicht werden.
Versucht deswegen, relevante Produkt-Seiten, für die ein Ranking erreicht werden soll, untereinander zu verlinken.
Tipp für Online-Shops: Durch das „Cross-Selling“ auf den Produktseiten werden die „Durchblutungsstörungen“ beseitigt und die Linkpower kann optimal verteilt werden.

Zum Beispiel: „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“ oder „Meistverkaufte Produkte in der Kategorie XY“ – hier kann zusätzlich noch die Kategorie verlinkt werden, d.h. Produkte intern taggen.

Je Keyword sollte eine eigene, neue Seite entstehen. Die Tag-Seite sollte ähnlich einer Sitemap aufgebaut werden, aber nur Produkte anzeigen, die das gleiche Tag-Wort beinhalten. Jedes Produkt sollte mit mindestens drei Schlagwörtern getaggt werden. Ihr könnt alternativ dem User auch die Möglichkeit geben, ein Produkt selber zu taggen.

Welche Methode ihr nun nutzen liegt bei euch bzw. an der Shopsoftware. Wichtig ist nur, dass jede Seite genug interne Linkpower erhält, und das funktioniert sehr gut mit einer durchdachten internen Verlinkungsstrategie.

6. Duplicate Content vermeiden

Jede Seite einer Website sollte nur unter einer Url erreichbar sein. Bei Online-Shops wird leider oft durch Sortiermöglichkeiten oder andere Parameter „Duplicate Content“ erzeugt.

Mit den folgenden Tipps sollte sich das Problem etwas eingrenzen lassen:
Definiert eine Standard-Domain, d. h. ihr solltet die Version „ohne www“ http://[domain].de auf die Version „mit www“ http://www.[domain].de mit einem so genannten permanent Redirect (301) weiterleiten. Intern solltet ihr zusätzlich noch auf die Version ohne „index.php“ verlinken.

Dynamisch generierte Parameter könnt ihr mittlerweile durch die Google Webmastertools mit der Funktion „Parameterbehandlung“ ignorieren lassen. Bei der Sortiermöglichkeit von Produkten (Preis, Farbe, etc.) und auch bei anderen DC-Problemen ist das Canonical-Tag eine gute Problemlösung. Mit dem Canonical-Tag definiert ihr die „Original-URL“.

Häufig bekommt die URL einen Parameter angehängt, wie z. B. folgenden:
http://www.domain.de/kategorie/produkt- abc.html?sortiert&farbe=blau&sessionid=5678
Mit dem Canonical-Tag könnt ihr alle dynamisch erstellten Parameter dann auf die „Original-Adresse“ umleiten lassen.

SEO-Tipp für Online-Shops:
Verwendet bei den Produkten nicht die Herstellerbeschreibungen, sondern eigene Inhalte. Ob euer Text kopiert bzw. im Internet schon verbreitet ist, könnt ihr wie folgt testen: Kopiert einen Satz aus der Produktbeschreibung und sucht diesen mit Anführungszeichen bei Google. Im Idealfall erscheint nur die Produktseite, von der ihr den Satz kopiert habt.

7. Performance des Online-Shops

Die Geschwindigkeit einer Website, spielt in Zeiten von Mobile First eine große Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung.
Zur Messung und Optimierung der Geschwindigkeit hat Google eine Firefox Erweiterung herausgebracht: Page Speed. Wenn eure Seite nicht geladen wird oder einfach zu lange braucht, dann geht der Besucher auch weiter zum nächsten Shop oder zurück zu den Suchergebnissen. Die Mitbewerber sind nur einen Klick entfernt.

SEO-Tipp für Online-Shops:
Verwendet ein gutes Caching-System und entlastet euren Server durch ein Content Delivery Network (CDN). Zusätzlich sollte der Quellcode schlank gehalten werden, indem zum Beispiel Javascript und CSS-Code in möglichst wenigen Dateien ausgelagert bzw. komprimiert werden.
Geht bei der Geschwindigkeit eures Online-Shops nicht nach „Gefühl“, sondern nutzt Tools, wie das oben genannte „Page Speed“ von Google oder Pingdom.

8. Google Produktsuche – ein Muss für Online-Shops

Ein Online-Shop darf heutzutage in der Google Produktsuche nicht fehlen. Für den Fall, dass euer Shop nicht gelistet ist, tragt ihn so schnell wie möglich im Google Merchant Center ein.

Bei der transaktionsorientierten Suche (der User will was kaufen), werden mittlerweile fast standardmäßig die Shoppingergebnisse in den „organischen Ergebnissen“ eingeblendet.
Ihr solltet regelmäßig, mindestens jedoch dreimal die Woche, einen Datenfeed mit Attributen zu euren Produkten hochladen oder automatisiert an Google Base versenden. Es gibt einige Pflichtattribute wie z. B. Title, Beschreibung, Preis oder Zustand.

Google stellt eine Liste mit allen vordefinierten Attributen zur Verfügung. Soweit es mit euren Produkten machbar ist, sollten die vordefinierten Attribute komplett genutzt werden.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, „benutzerdefinierte Attribute“ anzulegen. Diese Option solltet ihr auf jeden Fall nutzen. Mit den „benutzerdefinierten Attributen“ könnt ihr den Datenfeed individuell auf Ihr Shop-Sortiment anpassen.

SEO-Tipp für Online-Shops:
„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ oder „Die ersten Online-Shops fangen die Kunden“. Die Shopping-Onebox von Google ist bereits ein fester Bestandteil der Suchergebnisse und euer Online-Shop sollte nicht fehlen. Schaut regelmäßig in das Merchant Center. Google zeigt euch inaktive Produkte, die Datenqualität und andere sinnvolle Statistiken zum Datenfeed eures Online-Shops.

9. Betreibt Pressearbeit

Erreicht mehr Reichweite über Online-Presseportale. Durch Presse-Portale, vorausgesetzt sie sind in den Google News vertreten, könnt ihr indirekten Suchmaschinentraffic generieren.
Dadurch, dass die Google News Onebox in den organischen Ergebnissen eingeblendet wird (Universal Search) und die User über das Presse-Portal auf eure Seite gelangen, erreicht euer Online-Shop zusätzliche Sichtbarkeit.
Tipp für Online-Shops:
Ihr bietet eine Rabatt- oder Gutschein-Aktion an und keiner hat es mitbekommen? Dann ist die Pressearbeit genau das Richtige für euren Online-Shop. Aktionen müssen angekurbelt werden und Pressemeldungen sind ein sinnvolles Instrument dafür.

10. Vernetzung mit anderen Seiten

Ohne Links funktioniert keine Suchmaschinenoptimierung. Versucht, euch durch einen USP (Unique Selling Proposition) von der Masse abzuheben. Ihr solltet etwas „Originelles“ anbieten oder einfach regelmäßig bestimmte Aktionen (Linkbaits) durchführen. Dabei ist eure Kreativität gefragt. Erstellt guten Content, der empfohlen wird, weil er „verlinkenswert“ ist.

Beispiele für Linkbait-Aktionen

Gewinnspiele veranstalten:
Verlost doch einfach ein Produkt aus eurem Online-Shop und macht es dadurch bekannt.

Gutschein-Aktionen:
Vergünstigungen oder Gutscheine können Anreiz genug sein, um über euren Shop zu berichten. Zum Beispiel: Wer eine Empfehlung auf seiner Seite ausspricht, erhält einen Gutschein im Wert von 10,- €.

Aktuelle Branchen-News:
Werdet zum Experten in eurer Branche oder „blogt“ über aktuelle News aus eurer Branche. Seid dabei aber immer top-aktuell, der Erste kriegt den Link.

Bitte verlinken Sie mich:
Macht es dem User so einfach wie nur möglich! Bietet ihm schon fertige Codeschnipsel, Badges oder einfach nur Banner zur Verlinkung an.

Bookmarken, teilen und empfehlen:
Bietet dem User die Möglichkeit an, euren Online-Shop in Social Bookmark und Social News Diensten zu speichern. Eventuell möchte der Nutzer euer Produkt auch an einem Freund weiterempfehlen. Ist diese Funktion bereits in eurem Shop eingebaut?

Wie man es richtig macht, hat z. B. der Online-Shop Hema.nl bewiesen. Einfach die URL http://producten.hema.nl aufrufen, sich die Seite anschauen und abwarten. Der Online-Shop hat einige Tausend Backlinks dadurch generieren können.

Abschließend
Findet heraus, wer die Zielgruppe eures Online-Shops ist und wonach genau eure Zielgruppe sucht. Ein Online-Shop hat das Ziel zu verkaufen. Richtet genau darauf den Shop aus und gestaltet eure Seite Suchmaschinen- und besucherfreundlich.

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