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      Der ultimative LinkedIn-Ads-Leitfaden: Formate, Kosten und Best Practices!

      Der ultimative LinkedIn-Ads-Leitfaden: Formate, Kosten und Best Practices!

      LinkedIn Ads
      Zusammenfassung:

      LinkedIn ist als Business-Netzwerk ein guter Ort, um B2B-Marketing zu betreiben. Aber auch für alle anderen ist es eine Quelle von hochwertigen Leads und einer generellen Steigerung der Markenbekanntheit. Mit LinkedIn Ads könnt ihr dieses Potenzial vervielfältigen – wenn ihr die jeweiligen Werbeformate ideal nutzt.

      Wieso solltet ihr LinkedIn-Werbung schalten?

      LinkedIn: das Facebook im Anzug; das XING in global.
      Marketing ist heute weit vielseitiger als noch vor zehn Jahren – wir sind von einem Sonderangebot in der Lokalzeitung zu Social-Media-Posts, Thought Leadership, Content-Marketing und Networking gekommen. Und genau für diese Dinge loggen sich die Menschen bei LinkedIn ein.
      LinkedIn als Plattform ist daher besonders für B2B interessant und kann neben einem beruflichen Netzwerk auch ideal Conversions, Traffic und Leads generieren. Und das verstärkt durch die LinkedIn Ads, LinkedIns Werbeformate.
      Also: Ja, Werbung auf LinkedIn lohnt sich definitiv! Und, welch Glücksfall: Ihr seid im ultimativen Leitfaden gelandet, mit Step-by-Step-Anleitung und Best-Practice-Tipps.

      Die deutschen LinkedIn-User

      Leider gibt LinkedIn wenig regional differenzierte Statistiken über die User aus.
      Diese 2 Zahlen gibt es aber:

      • In der DACH-Region sind über 14 Millionen User angemeldet. (LinkedIn)
      • 40 % der LinkedIn-User nutzen das Netzwerk täglich. (Digital Marketing Ramblings)

      Welche LinkedIn-Ads-Formate gibt es?

      LinkedIn hat eine Vielzahl von Werbeformaten, die ihr aber nicht innerhalb der Kampagnen kombinieren könnt. Wollt ihr verschiedene Formate nutzen, müsst ihr mehrere Kampagnen einrichten.
      Wir stellen euch die einzelnen Werbeformen vor und geben euch später auch Tipps, wie ihr sie optimal nutzt. 

      1. Sponsored Messaging 

      Mit Sponsored Messaging landet ihr direkt im Postfach eurer Zielgruppe – und lauft keine Gefahr, überscrollt zu werden.
      Die Gesamtmenge aller versendeten Nachrichten hat sich in den letzten 5 Jahren vervierfacht, die Antwort-Quote ist um 30 % gestiegen (LinkedIn). Das eigene Postfach ist also der Ort, an dem sich die Nutzer viel aufhalten, Tendenz steigend.
      Die Nachrichten werden nur zugestellt, wenn der Empfänger online ist; und jeder Empfänger kann eure Ad nur einmal alle 45 Tage empfangen. 
      LinkedIn hat zwei Arten von Werbenachrichten: Message Ads und Conversation Ads. 

      1.1 Message Ads

      Eine Message Ad ist eine Werbenachricht mit einem CTA. Der Nachrichtentext kann auch Links enthalten. Auf dem Desktop findet sich neben der Nachrichtenanzeige noch ein Banner-Bild. 

      LinkedIn Ads Leitfaden: Message Ads
      Quelle: EOM Insights.

      Wir sehen im Screenshot: Erstens wurde die Nachricht von einer Person versendet, einem Vorstandsmitglied. Ein Social CEO kann hier zusätzlich mit seiner Bekanntheit und Expertise einwirken. Zweitens ist der Banner auf der Werbefläche rechts vom selben Unternehmen wie die Nachricht selbst.

      1.2 Conversation Ads

      Die Conversation Ads sind ein Upgrade der Message Ads. Die Nachrichten sind mit bis zu 5 CTAs ausgestattet. Die “Choose your own path”-Erfahrung ist eine Gamification, die zu höheren Conversions führt. 

      YouTube

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      Mehr erfahren

      Video laden

      Quelle: LinkedIns Marketing Solutions/YouTube

      2. Sponsored Content

      LinkedIn-Nutzer sind es gewohnt, dass sie auf LinkedIn qualitativ hochwertigen Content finden – das Vertrauen darin ist sogar dreimal höher als bei anderen Netzwerken (LinkedIn). Ideale Voraussetzungen für beworbenen Content und damit ein Grundbaustein in eurer Content-Marketing-Strategie.
      Sponsored Content erscheint nativ im Newsfeed, direkt auf der Startseite zwischen dem User-Content. Unter dem Unternehmensaccount sind sie als gesponsert markiert. Sponsored Content kann nur von einer Unternehmensseite erscheinen. Bei Direct Sponsored Content werden die Werbeinhalte nicht auf der Unternehmensseite veröffentlicht. 
      Auch hier gibt es verschiedene Arten:

      2.1 Single Image Ad

      Der Post ist mit einer einzelnen Bilddatei angereichert: 

      LinkedIn Ads Leitfaden: Single Image Ad
      Quelle: EOM Insights.

      2.2 Video Ad

      Im Post ist Video-Content eingebunden, der direkt im Newsfeed abgespielt werden kann. 

      Video Ad LinkedIn
      Quelle: EOM Insights.

      2.3 Image Carousel Ad

      Diese Form ist ein Karussell mit mehreren Inhalten, wobei jedes Element individuell angepasst werden kann. Guter Eye-Catcher!

      Image Carousel Ad LinkeDin
      Quelle: EOM Insights.

      3. Text Ads

      Text Ads werden oben und rechts am Rand angezeigt. Dabei ist es egal, auf welcher Seite sich Nutzer befinden – ob im Newsfeed, der Suchfunktion oder auf einem Post. Es gibt verschiedene Anzeigegrößen und -ausrichtungen. 

      Text Ads LinkedIn
      Quelle: EOM Insights. Rot umrandet: die Text-Ads.

      Beispielsweise können Text Ads horizontal oder vertikal angezeigt werden:

      Text Ads LinkeDin Sidebar
      Quelle: EOM Insights.
      LinkedIn Ads Text Ads vertikal
      Rot umrandet: Dieselbe Ad horizontal und vertikal.

      Sie bestehen aus einem 50×50 Pixel-Bild (oft ein Logo, Personenfoto oder Icon), einer Überschrift (max. 25 Zeichen) und einer Beschreibung (max. 75 Zeichen). Dazu kommt die Ziel-URL.
      Wie ihr im Bild oben seht: Die Ads können auch als Nur-Text-Version als Leiste ganz oben angezeigt werden.

      4. Dynamic Ads

      Dynamic Ads tauchen im selben Bereich wie Text Ads auf, binden allerdings die Profil-Informationen der Empfänger mit ein. Sie sind also personalisiert und stellen individuell die Verbindung zwischen dem jeweiligen LinkedIn-Mitglied und dem Werbenden her.
      Natürlich ist auch diese Kategorie weiter unterteilt: in Follower Ads, Spotlight Ads, Content Ads und Stellenanzeigen.

      4.1 Follower Ads

      Die Nutzer werden aufgefordert, der Unternehmens- oder Fokusseite zu folgen. Im Idealfall wird hier ein Grund dafür angegeben, beispielsweise, um immer auf dem neuesten Stand innerhalb einer Branche zu bleiben.

      Follower Ads LinkedIn
      Quelle: EOM Insights.

      4.2 Spotlight Ads

      Eine spezifische Sache wird beworben, worauf die User reagieren können. Das kann sowohl ein Event sein, wofür sie sich registrieren, ein Produkt oder ein Newsletter. 

      Spotlight Ads LinkedIn
      Quelle: EOM Insights.

      4.3 Content Ads

      Vorhandener Content (wie ein Whitepaper) wird hochgeladen. Die User können den direkt in der Anzeige downloaden. 

      Content Ads LinkedIn
      Quelle: LinkedIn.

      4.4 Stellenanzeigen

      Die Stellenanzeigen lenken mehr Aufmerksamkeit und Traffic auf eure Job-Angebote

      Wir sehen, dass Unternehmen wie die Pro7-Gruppe die Follower-Ad mit einer Job-Ad heimlich kombinieren: Indem sie euch dazu auffordern, ihnen zu folgen, in der Ad selbst aber andeuten, dass sie aktuell einstellen.

      LinkedIn Ads: Kosten und Preise

      Im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken sind die LinkedIn Ads kostenintensiver. Die Dynamic und Conversation Ads sind dabei LinkedIn Premium Werbeformate – was bei den spezifischen Funktionen und vielfältigen Möglichkeiten aber zu erwarten ist.
      Ihr könnt drei Kennzahlen spezifizieren: das Gesamtbudget, das Tagesbudget und der Höchstbetrag für Gebote. 

      Für LinkedIn Ads müsst ihr ein obligatorisches Tagesbudget von mindestens 10 € einplanen. Dabei sind Klickpreise von 4 € bis 10 € zu erwarten, beziehungsweise CPMs (Cost per Mille, also die Kosten für 1.000 Impressions) zwischen 30 € und 50 €.
      Um euer Budget ideal einzusetzen, solltet ihr vorher viel testen. Fangt beispielsweise mit einem höheren Tagesbudget und breiterem Targeting an – und eliminiert die Kampagnen, die nicht gut performen.

      Auf LinkedIn Werbung schalten – in 7 Schritten zum Ziel

      Ihr habt euch dazu entschieden, dass ihr auf LinkedIn werben möchtet – aber wie setzt ihr das um? Wir haben euch die einzelnen Schritte hier aufgezeigt – und für die einzelnen Formate, Budget und Targeting danach noch Best-Practice-Tipps gesammelt.

      1. Was benötigt wird

      1. Unternehmensaccount
      2. Account im LinkedIn Kampagnenmanager
      3. Kreditkarte 

      2. Wählt ein Kampagnenziel

      Kamapgnenziel LinkedIn
      Quelle: LinkedIn.

      Dabei habt ihr folgende Auswahl: 

      1. Brand Awareness zielt auf Impressions ab. Die Markenbekanntheit soll gesteigert werden.
      2. Consideration wird in der Regel über Klicks gezählt – der User soll aktiv werden und sich mit eurer Marke auseinandersetzen. Dabei könnt ihr, siehe oben, Webseiten-Besucher, Videoaufrufe und Engagement spezifizieren.
      3. Bei Conversions ist die Lead-Generierung im Vordergrund, aber auch vorher bestimmte Webseiten-Conversions können getrackt werden. Auch Bewerbungen sind eine mögliche Zielvorgabe.

      3. Das Targeting – definiert die Zielgruppe

      LinkedIn hat einen Ratgeber fürs Targeting erstellt. Hier die Kurzfassung:
      Ihr könnt Zielgruppen erstellen und zur späteren Wiederverwendung abspeichern. Dabei könnt ihr Profil-Sprache, Ort(e) und folgende Punkte spezifizieren:

      LinkedIn Ads Leitfaden: Ratgeber Targeting
      Quelle: LinkedIn.

      Ihr seht: massig Optionen, ergo eine genau definierte Zielgruppe.
      Hilfreich ist die Zielgruppenschätzung, wie viele Mitglieder ihr mit der ausgewählten Zielgruppe erreicht.

      LinkedIn Ads Zielgruppenschätzung
      Quelle: LinkedIn.

      Für das Retargeting könnt ihr die Matched-Audiences nutzen, wie Website-Retargeting, Kontakt- oder Account-Targeting. LinkedIn bietet auch die Möglichkeit von Lookalike-Audiences – also automatisch erstellten Zielgruppen, die der definierten ähneln.
      Ihr wollt Tipps fürs Targeting? Ihr werdet im nächsten Abschnitt erhört!

      4. Wählt das Anzeigenformat aus 

      Die haben wir euch ja oben schon beschrieben – und auch für diese dürft ihr euch gleich auf ein paar Best Practices freuen. 

      5. Legt das Budget fest

      Stellt das Gesamtbudget und ein Tagesbudget ein. Wählt außerdem die Gebotsstrategie. Dabei könnt ihr die automatische Gebotsstrategie nutzen oder Summen festlegen für ein:

      • Maximales Cost-per-Mille-Gebot
      • Maximales Cost-per-Click-Gebot
      • Maximales Cost-per-View-Gebot

      Der Kampagnenmanager schlägt euch Zahlen vor – die sind aus den Werten der Konkurrenz errechnet.
      Bei den Zielvorgaben Conversions und Lead-Generierung gibt es eine integrierte Gebotsoptimierung. Dabei entscheidet LinkedIn, welche Personen besonders relevant sind und erhöht bei diesen die Gebotsgrenze.

      6. Stellt den Anzeigenentwurf fertig

      Bei Sponsored Content und Text Ads seht ihr eine Vorschau, bei Sponsored Messaging könnt ihr euch selbst die Nachricht als Test schicken.
      Tätigt die letzten Anpassungen.

      7. Hinterlegt die Zahlungsinformationen

      Zückt die Kreditkarte, zählt Nullen und gebt an, wo sich LinkedIn sein Geld holen kann.

      Geschafft!
      Nachfolgend findet ihr noch ein paar Kniffe und Tricks, damit eure Ads auch wirklich das meiste aus dem Budget holen.

      Best Practice: Das Targeting 

      • Beginnt mit einer eher weit gefassten Zielgruppe. Die im Reporting angegebenen Daten zu den Conversions könnt ihr dann nutzen, um weiter einzugrenzen.
      • LinkedIn empfiehlt folgende Zielgruppen-Größen:
        • TextAds: 60.000 – 400.000
        • Sponsored Content: min. 300.000
        • Sponsored Messaging: max. 100.000
        • auch bei Nischen und kleineren Regionen: möglichst mindestens 50.000
      • Nutzt A/B-Tests: Schaltet zwei Kampagnen mit geringfügig unterschiedlichen Zielgruppen und eliminiert die, die schlechter performt.
      • Unterscheidet Personen danach, in welchem Stadium des Kaufprozesses sie sind. Das ist v. a. für die Lead-Generierung wichtig:
        • Interessierte: Diese Personen waren z. B. schon auf eurer Website unterwegs und sind mit Website-Retargeting erfassbar.
        • Potenzielle Kunden, die schon bekannt sind: Das sind beispielsweise Newsletter-Abonnenten. Durch das Kontakt-Targeting könnt ihr sie dazu ermuntern, einen Kauf durchzuführen.
        • Priorisierte potenzielle Neukunden: Das sind Unternehmen, von denen ihr wisst, dass eure Produkte deren Bedarf stillen kann. Hier praktisch: Account-Targeting.
        • Und letztlich potenzielle Neukunden, also Personen, die noch keinen Kontakt mit euch hatten und komplett neue Leads sind.
      • Bestimmt Ausschlusskriterien. Das bietet sich an bei:
        • dem Alter: Das ist keine Pflichtangabe bei LinkedIn und wird beim Fehlen aus dem Abschlussjahr errechnet. 
        • der Unternehmensgröße: wenn ihr beispielsweise nur kleine Unternehmen ansprechen wollt, schließt große Mitarbeiterzahlen aus. Damit erreicht ihr auch Mitglieder, deren Unternehmen noch keine LinkedIn-Unternehmensseite haben.
      • Seid vorsichtig mit dem Geschlechts-Targeting: Das Geschlecht wird bei LinkedIn über den Vornamen ermittelt! Die Nutzer geben es nicht im Profil an.
      • Verrennt euch nicht in spezifische Jobtitel. Nutzt ähnliche Beschreibungen, die euch LinkedIn vorschlägt und das Attribut “Früher” – also Personen, die vor ihrer aktuellen Position in diesem Beruf gearbeitet haben.
      • Wenn ihr unsicher seid, wen ihr ansprechen wollt: Denkt euch eine oder mehrere spezifische Personas aus. Überlegt euch eine fiktive Person, inklusive beruflicher Laufbahn und Interessen, und stellt nach dieser die Zielgruppe ein. Nutzt dabei pro Persona eine eigene Kampagne! Ansonsten verwischt das Targeting und anstatt zwei Profilen erreicht ihr eine Mischform, die für euch vielleicht so gar nicht relevant ist.
      • Beim Kontakt-Targeting könnt ihr spezielle Leads in einem bestimmten Funnel-Stadium reaktivieren. Dafür verbindet ihr bei LinkedIn entweder euer Adressbuch oder ladet einfach eine Liste mit Mail-Adressen hoch. Damit könnt ihr aber auch verhindern, dass euch aktive Kunden ins Targeting rutschen.
      • Beim Account-Targeting ist es möglich, eine Liste von Unternehmen hochzuladen und darauf die Zielgruppenfilter auszuwählen. Damit könnt ihr explizit Entscheidungsträger der Zielunternehmen ansprechen.
      • Beim Website-Targeting wird via Insight-Tag identifiziert, wer auf eurer Website unterwegs war. Ihr könnt dann weiter über die besuchten Unterseiten filtern.
      • Der Insight-Tag für das Website-Targeting und das Conversion-Tracking ist derselbe! Habt ihr den bereits eingebunden, ist diese Funktion bequem nutzbar.

      Best Practice: Das Budget

      • Beginnt mit großzügigen Tagesbudgets. Dann spielt ihr viele Ads aus und könnt im Monitoring sehen, welche LinkedIn-Mitglieder darauf reagiert haben. Optimiert damit Targeting und Budget.
      • Über euer Budget reguliert ihr, wie schnell eure Kampagne zieht. 
        • Minimiert ihr das maximale Tagesbudget, reicht das Gesamtbudget länger: Die Ad wird pro Tag weniger ausgespielt, dafür aber über einen längeren Zeitraum.
        • Bei einem Tagesbudget ohne Gesamtbudget bietet LinkedIn fröhlich grenzenlos weiter – ihr zahlt am Ende viel mehr als eingeplant.
        • Bei einem Gesamtbudget ohne Tagesmaximum spielt LinkedIn die Ads so oft aus, wie es der maximale Gebotspreis zulässt. Dabei gibt es keine Tagesgrenze und euer Gesamtbudget wird schnell verbrannt.
      • Bei Awareness-Kampagnen kann letzteres praktisch sein: durch die vielen täglichen Impressions kann es eine unmittelbare Wirkung geben.

      Best Practice: Die LinkedIn-Ads-Formate

      Grundsätzlich bei allen LinkedIn Ads

      • Formuliert immer eindeutige CTAs! Nutzer müssen erkennen, wo sie landen und was sie bekommen, wenn sie den Button anklicken. Formuliert im Imperativ (“Teste jetzt”) oder mit zeitlichen Angaben (“10 Tage kostenlos testen”). Bleibt dabei immer freundlich. Benutzt ihr zu viele Ausrufezeichen und Großbuchstaben, fühlen sich die User angeschrien – das wirkt unsympathisch und verzweifelt.
      • Mit Lead Gen Forms, den LinkedIn-eigenen und für Mobilgeräte optimierten Formularen, könnt ihr hochwertige Leads sammeln. Die Nutzer bleiben innerhalb LinkedIns, es öffnet sich kein neues Fenster oder eine andere Website/App. Durch die Autovervollständigung der Nutzerdaten müssen Nutzer nur “Zustimmen” wählen. Schnell, einfach, ergo: weniger Abbrüche.
        Diese Formulare sind in fast allen Werbeformaten nutzbar.
      • Möchtet ihr Content bewerben, könnt ihr vorhandene Materialien sichten und ggf. aktualisieren. Ihr müsst nicht für jede Ad neue Inhalte schaffen. Vernünftiges Recycling also!

      Sponsored Messaging

      • Bei Sponsored Messages kann der Absender explizit ausgewählt werden. Wollt ihr z. B. als Produktentwickler oder als Unternehmen sprechen? Nachrichten von Personen werden dabei aber 10-16 % häufiger geöffnet als die eines Unternehmens (LinkedIn).
      • Mit LinkedIn-Makros personalisiert ihr die Werbenachrichten. Fügt ihr beispielsweise %FIRSTNAME% ein, wird der Vorname des Empfängers eingefügt. Benutzt ihr das Makro “job title” wird die Nachricht um 48 % häufiger geöffnet. Mit “company name” steigt die CTR (Click-Through-Rate) um 21 %. (LinkedIn)

      Message Ads

      • Fügt unbedingt ein Banner-Bild hinzu! Die werden zwar nur dem Desktop-User angezeigt – öffnet aber ein Empfänger die Nachricht am PC und es ist kein Banner hinterlegt, wird die Werbefläche daneben anderweitig genutzt. Und mit Pech erscheint da die Konkurrenz. 
      Message Ads Linkedin
      Quelle: EOM Insights. Rot umrandet: Das Werbung schaltende Unternehmen hat kein Bannerbild hinterlegt, die Werbefläche wird von einem anderen Werbenden belegt.
      • Nachrichten mit weniger als 500 Zeichen haben eine um 46 % höhere CTR (LinkedIn).
      • Message Ads mit Hyperlinks haben eine um 21 % gesteigerte CTR (LinkedIn).

      Conversation Ads

      • Die Conversation Ads haben keine Betreffzeile! Der erste Satz der Mitteilung erscheint als Vorschau – der muss wirken. Dort kann sich der Absender vorstellen und die persönliche Note verstärken. Oder ihr macht mit einer Einleitung neugierig. Verzichtet dabei auf die 08/15-Fragen wie “Wie du xy” – denn die offensichtliche Antwort lautet: “Mit uns!” Dafür wird der Leser die Nachricht nicht öffnen. Geht stattdessen lieber auf Probleme und Bedürfnisse der potenziellen Kunden ein und greift etwas auf, womit sich eure Zielgruppe identifizieren kann.
        Beispiel: “Wie du deine Zeit besser planst” von einem Beispiel-Unternehmen namens TimePlanner öffnet eine Nutzerin nicht. Denn sie weiß, dass dort steht, wie toll TimePlanners Produkt ist.
        “Die Dienstpläne zu schreiben, frisst dir zu viel Zeit?” öffnet sie allerdings, weil das eine nervige, aufwändige Arbeit ist und sie schauen möchte, wie sie dieses Problem lösen kann – eventuell mithilfe von TimePlanner.

      “It’s easy to fall into the trap of focusing on what your product or service does, not the value it delivers.”

      Natalie Nathanson, Forbes
      • Spart euch “Nein Danke”-CTAs! Desinteressierte Nutzer werden die Nachricht einfach schließen. Nutzt den Button für weitere Informationen. 
      • Die Nachrichten sind wie Gespräche konzipiert – verfasst sie dementsprechend. Lasst sperrige Business-Formulierungen stecken und vermeidet Fach-Chinesisch. Schreibt stattdessen wie an einen Bekannten!
      • Rich-Media-Inhalte wie Bilder erhöhen das Engagement!
      • Ihr habt bis zu 5 CTAs – nutzt also verschiedene Ziele. Geht auf unterschiedliche Bedürfnisse der Zielgruppe ein: Während ein Empfänger zu einer Conversion bereit ist, braucht ein anderer vielleicht mehr Hintergrundinformationen.
        Als Beispiel: Während ein CTA direkt zur Anmeldung für einen Workshop führt, verlinkt ein anderer zur Website mit dem Ablaufplan.

      Sponsored Content

      • Fasst euch kurz! Überschriften unter 150 Zeichen generieren mehr Engagement; Beschreibungen sollten maximal 70 Zeichen enthalten. Alles über 100 Zeichen wird ausgeblendet. 
      • Ihr wollt Engagement? Gerade bei LinkedIn gilt weniger die Zahl der Likes und Kommentare, sondern wer mit eurem Post interagiert hat. Natürlich könnt ihr provokante, weitreichende Thesen aufstellen und nach der Meinung der Lesenden fragen. Beispiel: Hilft es euch als Bohrmaschinenhersteller, wenn sich die Leute unter eurem Content hitzig über Ananas auf Pizza streiten?
        Dann lieber weniger Engagement, aber das von interessierten Leuten und potenziellen Kunden.

      Single Image Ads

      Die Bilddatei hat bestenfalls mindestens 1200 x 627 Pixel – die Klickrate ist bis zu 38 % höher als bei Miniaturen (LinkedIn).

      Video Ads

      • Das Wichtigste sollte in den ersten 10 Sekunden des Videos passieren – danach nimmt die Aufmerksamkeit rapide ab und die User schauen das Video vielleicht nicht zu Ende. 
      • Reichert das Video mit Menschen und Grafiken an. 
      • Das Video muss ohne Ton verständlich und wirkmächtig sein. Ansonsten geht eure Aussage bei denen verloren, die den Ton ausgestellt haben. Vermeidbar ist das u. a. mit Untertiteln.

      Image Carousel Ads

      • Jedes Element muss eine von den anderen Elementen abgegrenzte Aussage haben. Das könnt ihr beispielsweise mit spannenden Visuals und Texten verdeutlichen. Sind die ersten Elemente zu ähnlich (zeigen bspw. dasselbe Produkt), denken die Nutzer, bereits alles gesehen zu haben und springen ab.
      • Erzählt ihr mit den Elementen eine Story, dann hebt euch das spannendste, wichtigste Detail für das letzte Element auf – damit könnt ihr garantieren, dass die User auch durchswipen. 

      Text Ads

      • Gerade wegen des wenigen Platzes muss auch das Bild passen. Vermeidet nichtssagende Stock-Fotos mit fremden lächelnden Menschen. Ist eine Person zu sehen, sollte das der Ansprechpartner oder Verantwortliche sein. Wählt Bilder oder Icons, die eine direkte Verbindung zum Text haben. 
      • Text Ads ähneln Suchmaschinenwerbung (SEA) – ihr könnt eure Keyword-Strategien und -Recherchen übertragen!

      Dynamic Ads

      • Wählt das Format je nach Ziel. Wollt ihr die Markenbekanntheit steigern, sind Follower Ads ideal. Sind Leads oder Conversions das Ziel, lohnen sich Spotlight Ads. 
      • Um eure Marke besser abzubilden, könnt ihr für den Hintergrund ein Bild auswählen. Oder: Anstatt euer Logo zu benutzen, bindet das Profilbild der Empfänger ein! Wenn ihr schon für personalisierte Ads zahlt, solltet ihr dieses Potenzial auch ausschöpfen.
        Ihr müsst euch aber entscheiden: Entweder ihr setzt auf das erhöhte Engagement durch die Profilbilder oder aber für ein stärkeres Markenbild auf die Hintergrundbilder. 
      • Ihr müsst nicht jede Text-Position nutzen. Je weniger Text vorhanden ist, umso mehr liegt der Fokus darauf.

      Follower Ads

      Geht sicher, dass eure Abonnenten aus der Zielgruppe ausgeschlossen sind! Ihr wollt ja nur neue Personen erreichen.

      Content Ads

      Anstatt eures Logos ist ein Foto des Verantwortlichen für den Inhalt wirkmächtiger – es vermenschlicht die Anzeige. Bei den Massen an Whitepaper, die durch das Netz fliegen, wirkt der Hinweis auf den realen Verfasser positiv. Durch die berufliche Position des Autors oder der Autorin wird außerdem die Expertise verstärkt, die also im Inhalt vorhanden ist. 
      Das gilt auch für Events: Bei einem Foto vom Speaker, statt dem Logo, vermeldet LinkedIn eine Steigerung der CTR von 326 %!

      Vor- und Nachteile von LinkedIn-Werbung

      Ein unschlagbarer Vorteil von LinkedIn ist, dass die User-Insights weitaus wertvoller sind als bei allen anderen Netzwerken. Denn die Menschen, die sich dort anmelden, wollen ein berufliches Netzwerk aufbauen und vielleicht sogar einen neuen Job. Dementsprechend füllen sie ihre Profile akribisch aus. 
      Das bedeutet, dass ihr ein so spezifisches Targeting vornehmen könnt wie nirgendwo sonst. Immerhin ist auf LinkedIn nicht nur das Unternehmen angegeben, sondern die Position, Schulabschlüsse und Bildungsgrade, der komplette berufliche Werdegang, spezielle Fähigkeiten und Interessen. 
      Außerdem findet ihr dort vorrangig hohe Tiere der Berufswelt, die entscheiden und beeinflussen.

      Ein weiterer Vorteil: Die deutsche LinkedIn-Werbelandschaft ist noch ungesättigt. Gefühlt werden die meisten Werbeflächen von LinkedIn selbst belegt, die wiederum LinkedIn Ads bewerben. Und die Marken, die dort schalten, sind überall und kriegen also eine Menge Aufmerksamkeit.

      Allerdings bedeutet die Nische LinkedIns auch, dass die Nutzerzahl grundlegend geringer ist als die der Unterhaltungs-Netzwerke wie Instagram oder Facebook.
      Dazu kommt, dass LinkedIn Ads nicht gerade günstig sind, vergleicht man die Preise mit anderen Netzwerken.

      Long Story Short

      LinkedIn Ads können euch qualitativ hochwertige Leads einer passenden Zielgruppe beschaffen, Conversions und generelle Aufmerksamkeit für eure Marke. Ohnehin begrenzte Marketingbudgets können nach einer Testphase zielgerichtet eingesetzt werden.
      Gestaltet ihr eure Anzeigen, behaltet immer die Sonderstellung LinkedIns im Auge und beachtet die Intentionen der User: Es ist ein Business-Netzwerk, die User wollen netzwerken und sich branchenspezifisch austauschen. Lasst den Facebook-Marktschreier stecken. Formuliert stattdessen nuancierter und geht auf die Nutzer und ihre Probleme und Bedürfnisse ein. Bei LinkedIn geht es erst mal weniger um den Super-Duper-Sonderpreis, sondern um den Wert, den euer Produkt für den potenziellen Kunden haben kann – und wie es das Business des Empfängers weiterbringt.

      Und? Fühlt ihr euch nun bereit, eigene LinkedIn-Ads zu schalten? Falls ihr hierbei Hilfe benötigt, stehen wir euch als zertifizierte Social-Media-Agentur gerne zur Verfügung.

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