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Corporate Blogging: so motiviert ihr eure Kollegen mitzumachen

Corporate Blogging: so motiviert ihr eure Kollegen mitzumachen

Corporate Blogging

Es gibt viele gute Gründe, einen Unternehmensblog zu starten. Reichweite erhöhen, direktes Feedback, Transparenz, Authentizität, Sympathiebildung, Know-How zeigen, Online-Reputation steigern, SEO und so weiter.

Lesetipp: Wie ihr mit smarten FAQs eure Kunden in Corona-Zeiten aufklärt und gleichzeitig ein besseres Ranking in Google erzielt

Alles schon oft gehört. Und trotzdem mischt hierzulande gerade einmal jedes zweite DAX30-Unternehmen aktiv in der Blogosphäre mit. Meine persönliche Erfahrung zeigt, dass vor allem der Mangel an zeitlichen und personellen Ressourcen ausschlaggebend dafür ist, dass sich viele Unternehmen derzeit noch nicht ausreichend mit dem Thema „Corporate Blogging“ auseinandergesetzt haben.

Schade eigentlich, aber diese „Machbarkeitsbedenken“ sind natürlich absolut richtig. Ohne Zeit und Personal geht nichts. Ein Weblog lebt von ehrlichen und persönlichen Beiträgen verschiedenster Mitarbeiter. Obwohl der Blog natürlich (auch) als Marketinginstrument genutzt werden soll, sollten Marketingabteilung und/oder PR-Agentur nur in Ausnahmefällen Beiträge verfassen. Zu groß ist die Gefahr, dass sich die Beiträge wie Werbeanzeigen lesen und/oder auf Grund mangelnden Expertenwissens einen zu geringen Informationsgehalt ausweisen.

Blogs in regelmäßigen Abständen veröffentlichen

Wenn ihr einen Unternehmensblog starten wollt, solltet ihr euch von Anfang an mehrere Kollegen aus verschiedenen Abteilungen ins Boot holen. Diese Kollegen sollten in einem vorher festgelegten Intervall regelmäßig Beiträge verfassen, in denen sie ihre Sicht der Dinge einbringen und ihre individuelle Kompetenz darstellen können.

Verschiedene Autoren können unabhängig voneinander unter ihrem eigenen Autorennamen (dieser steht später auch unter dem Blogbeitrag) einen Beitrag veröffentlichen. Dadurch wird die Reputation des einzelnen Mitarbeiters gestärkt und der Blog gewinnt durch die Vielfalt an Autoren, Themen und Meinungen an Authentizität und Informationstiefe. In der Theorie klingt doch alles recht simpel, oder?

Leider zeigt die Praxis allerdings, dass sich die gewünschte Diversität eines Blogs in der Unternehmenswirklichkeit nur schwer umsetzen lässt. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von mangelndem Verständnis
für das Medium „Blog“ über „ich hab für sowas keine Zeit“ bis hin zu einer grundsätzlichen Verweigerungshaltung gegenüber allem was über den eigenen Tätigkeitsbereich hinausgeht. Die Frage vor der deshalb zunächst einmal alle Unternehmen stehen lautet also: Wie lassen sich meine Kollegen für das Projekt „Corporate Blog“ motivieren?

Kollegen vom Corporate Blogging überzeugen

Viele Mitarbeiter arbeiten schon jetzt tagtäglich nah an ihrer Belastungsgrenze. Ihre Schreibtische (und Köpfe) sind voll. Für Kreativität und einen Blick über den Tellerrand des eigenen Aufgabengebiets hinaus bleibt da kaum Luft. Diese Tatsache solltet ihr immer im Auge haben, auch- bzw. vor allem dann – wenn ihr plant, mit einem solch „neumodischen“ Projekt wie einem Corporate Blog um die Ecke zu kommen. Mit großem Zuspruch könnt ihr dafür zunächst wahrscheinlich nicht rechnen.

Ein Blog ist für viele etwas Abstraktes (auch wenn er sich ganz konkret auf einem Server befindet und über eine bestimmte URL aufgerufen werden kann). Eure Aufgabe ist es, das Projekt greifbar zu machen und dabei eventuelle Bedenken und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

Wirksame Maßnahmen, um eure Kollegen von Corporate Blogging zu überzeugen:

  • Veranstaltet bereits vor offiziellem Startschuss des Blogs eine kleine Schulung/Workshop zum Thema „Corporate Blogs“. Wählt hierfür einen günstigen Zeitpunkt. Erzählt etwas über die Ziele, den Ablauf und das Web 2.0 im Allgemeinen. Haltet euch kurz, aber macht deutlich, welche Chancen das Projekt bietet und wie jeder involvierte Mitarbeiter ganz persönlich davon profitieren kann (Stichwort: eigene Online-Reputation).
  • Sprecht auch über Risiken, wie z.B. die Gefahr negativer Mundpropaganda und nehmt alle Bedenken ernst. Ein bislang unauffälliger Mitarbeiter, der im stillen Kämmerlein seiner Arbeit nachging, wird durch einen veröffentlichten Beitrag plötzlich nach außen transparent und dadurch theoretisch auch angreifbar.
  • Plant das Projekt gut. Erstellt Redaktionspläne und Guidelines für die Beiträge. Mitarbeiter sollten wissen, was einen guten Beitrag ausmacht und welche Keywords sie benutzen sollten. Wichtig ist, dass jeder Autor eines Artikels seine persönliche Meinung einbringen darf und über ein Thema schreibt, dass ihn wirklich interessiert.
  • Veranstaltet regelmäßige Meetings zur Themen- und Ideenfindung. Aufmerksamkeit bzgl. interessanter und „verwertbarer“ Themen ist ein Lernprozess. Erwartet am Anfang nicht zu viel und helft eurer Kreativität durch Best-Practice-Beispiele aus anderen Blogs auf die Sprünge.
  • Räumt euren Kollegen zeitliche Freiräume ein, die genug Platz für Kreativität lassen. Damit unterstreicht ihr auch die Wichtigkeit des Projekts und dies wird sich in jedem Fall positiv auf die Qualität der Beiträge auswirken.
  • Kommuniziert über den Fortschritt/Erfolg des Blogs. Wie viele haben im letzten Monat auf den Blog geklickt? Welche Beiträge waren besonders erfolgreich und was könnte der Grund dafür sein?
  • Habt ein waches Auge auf eure Kollegen. Ist irgendjemand derzeit nicht ausgelastet? Sehnt sich jemand nach anderen Aufgaben? Aber auch: Zeigt jemand eine überdurchschnittliche Kreativität und/oder sprachliche Begabung?
  • Belohnt das Engagement.

PS: Für diesen Beitrag habe ich etwas mehr als 2 Stunden gebraucht. Darunter geht es kaum. Eigene Inhalte zu erstellen braucht Zeit. Wer das weiß, hat schon viel gewonnen. Solltet ihr euer Team nicht für einen eigenen Blog gewinnen können, ist eine Content Marketing Strategie trotzdem von hoher Bedeutung. Mehr dazu lest ihr hier:

Lesetipp: Warum eure Content Marketing Strategie auch ohne Blog funktionieren kann

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