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title: Google Tag Manager
url: https://eom.de/glossar/google-tag-manager/
anbieter: EOM, Effektiv Online-Marketing GmbH, Hannover
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# Google Tag Manager

> Der Google Tag Manager (GTM) ist ein kostenloses Tag-Management-System von Google. Damit werden Tracking-Codes und Marketing-Pixel zentral verwaltet und ausgespielt, ohne für jede Änderung den Quellcode der Website anzupassen.

Ein Onlinehändler möchte neben Google Analytics auch das Meta-Pixel und das Conversion-Tracking von Google Ads nutzen. Ohne Tag Manager müsste die Webagentur dafür jedes Mal den Code des Shops ändern.

Mit Tag Manager wird einmal ein Container eingebaut. Darin richtet das Marketingteam die Codes selbst ein, legt fest, wann welcher Code aktiv ist, testet alles in einer Vorschau und veröffentlicht erst danach.

## Wie funktioniert der Google Tag Manager?

Der Google Tag Manager arbeitet mit einem Container, der einmal in die Website eingebunden wird. Im Container werden drei Elemente kombiniert:

- **Tags:** die eigentlichen Codes, etwa für [Google Analytics 4](https://eom.de/glossar/google-analytics-4/), Google Ads, LinkedIn oder Meta.
- **Trigger:** Regeln, wann ein Tag ausgelöst wird, zum Beispiel beim Seitenaufruf, beim Klick auf einen Button oder beim Absenden eines Formulars.
- **Variablen:** Werte, die übergeben oder für Bedingungen genutzt werden, etwa die URL, ein Bestellwert oder eine Produkt-ID.

Zusätzlich gibt es die Datenschicht (Data Layer): Die Website schreibt dort strukturierte Informationen hinein, etwa „Anfrage gesendet“ oder den Warenkorbwert, und der Tag Manager liest sie aus. Das ist zuverlässiger als das Auslesen von Klicks auf Seitenelemente.

## Wie steuert der Tag Manager die Einwilligung?

Der Tag Manager ist die zentrale Stelle, an der die Cookie-Einwilligung auf die Tags angewendet wird. Dafür gibt es mehrere Funktionen:

- **Trigger „Consent Initialization“:** löst vor allen anderen Triggern aus und ist für das Consent-Management-Tool gedacht, das den Einwilligungsstatus setzt.
- **Integrierte Einwilligungsprüfung:** Google-Tags wie Analytics, Ads und Floodlight passen ihr Verhalten über den [Google Consent Mode](https://eom.de/glossar/consent-mode/) an den Einwilligungsstatus an.
- **Zusätzliche Einwilligungsprüfung:** Für andere Tags lässt sich festlegen, dass sie nur bei erteilter Einwilligung für bestimmte Zwecke auslösen.
- **Einwilligungsübersicht:** zeigt, bei welchen Tags die Einwilligung konfiguriert ist und bei welchen nicht.

Ob der Tag Manager selbst erst nach Einwilligung geladen werden darf, wird unterschiedlich bewertet. Beim Laden des Containers wird eine Verbindung zu Google-Servern aufgebaut, dabei wird unter anderem die IP-Adresse übertragen. Klären Sie die Umsetzung mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.

## Wie wird der Google Tag Manager eingerichtet?

1. Unter tagmanager.google.com mit einem Google-Konto anmelden, ein Konto und einen Container für die Website anlegen.
2. Den Container-Code in alle Seiten einbinden, bei vielen Content-Management-Systemen und Shops auch per Plugin oder Einstellung.
3. Ein Messkonzept festlegen: Welche Ereignisse sollen an welche Plattform gehen?
4. Consent-Management-Tool anbinden, danach Tags, Trigger und Variablen anlegen.
5. Im Vorschaumodus prüfen, ob die Tags wie geplant auslösen.
6. Veröffentlichen. Jede Veröffentlichung wird als Version gespeichert und lässt sich bei Problemen zurücksetzen.

Für den laufenden Betrieb hilft eine Namenskonvention für Tags und eine kurze Beschreibung jeder Version. Bei Bedarf unterstützt EOM bei [Analytics und Tracking](https://eom.de/online-marketing/analytics/).

## Typische Fehler im Tag Manager

Ein unaufgeräumter Container ist eine der häufigsten Ursachen für falsche Zahlen, die wir in Audits finden. Typische Muster:

- Alte Tags von früheren Agenturen oder beendeten Kampagnen laufen weiter.
- GA4 ist doppelt eingebunden, einmal im Quellcode und einmal im Container.
- Tags lösen ohne Einwilligung aus, weil die Einwilligungsprüfung fehlt.
- Formular-Conversions werden über Klicks gezählt, auch wenn das Formular gar nicht abgeschickt wurde.
- Zu viele Personen haben Veröffentlichungsrechte, Änderungen sind nicht dokumentiert.
- Benutzerdefinierte HTML-Tags laden ungeprüft fremde Skripte und bremsen die Ladezeit.

## Was ist der Unterschied zwischen Web-Container und Server-Container?

Ein Web-Container läuft im Browser der Besucher, ein Server-Container auf einem eigenen Server. Beim [Server-Side-Tracking](https://eom.de/glossar/server-side-tracking/) sendet der Browser die Daten zuerst an den Server-Container, der sie filtert und an Analyse- und Werbeplattformen weitergibt. Der Server-Container ergänzt den Web-Container meist, statt ihn zu ersetzen, und verursacht laufende Hosting-Kosten.

## Verwandte Begriffe

- [Google Analytics 4 (GA4)](https://eom.de/glossar/google-analytics-4/)
- [Google Consent Mode](https://eom.de/glossar/consent-mode/)
- [Server-Side-Tracking](https://eom.de/glossar/server-side-tracking/)
- [Matomo](https://eom.de/glossar/matomo/)
- [Meta Ads](https://eom.de/glossar/meta-ads/)
- [LinkedIn Ads](https://eom.de/glossar/linkedin-ads/)
- [Marketing-Audit](https://eom.de/glossar/marketing-audit/)
- [UTM-Parameter](https://eom.de/glossar/utm-parameter/)

## Quellen

- [Tag Manager-Hilfe: Übersicht über Google Tag Manager](https://support.google.com/tagmanager/answer/6102821?hl=de)
- [Tag Manager Help: Consent configuration](https://support.google.com/tagmanager/answer/10718549?hl=en)
- [Tag Manager Help: Publishing, versions, and approvals](https://support.google.com/tagmanager/answer/6107163?hl=en)
- [Google for Developers: An introduction to server-side tagging](https://developers.google.com/tag-platform/tag-manager/server-side/intro)

## Häufige Fragen

### Wofür ist der Google Tag Manager?

Der Google Tag Manager verwaltet Tracking-Codes und Marketing-Pixel an einer zentralen Stelle. Marketingteams können Messungen einrichten, testen und ändern, ohne jedes Mal die Website-Entwicklung zu beauftragen. Zugleich lässt sich dort steuern, dass Tags nur mit Einwilligung auslösen.

### Ist der Google Tag Manager kostenlos?

Ja, die Standardversion ist kostenlos. Für Großunternehmen gibt es die kostenpflichtige Version Tag Manager 360 mit erweiterten Freigabeprozessen. Für die meisten mittelständischen Unternehmen reicht die kostenlose Version.

### Ist der Google Tag Manager einwilligungspflichtig?

Das wird unterschiedlich bewertet. Beim Laden des Containers werden technische Daten wie die IP-Adresse an Google übertragen, deshalb empfehlen viele Datenschützer, auch den Tag Manager über das Consent-Tool zu steuern. Die darin enthaltenen Tracking-Tags brauchen in der Regel eine Einwilligung. Klären Sie die Umsetzung mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.

### Wie richte ich den Google Tag Manager ein?

Sie legen unter tagmanager.google.com ein Konto und einen Container an und binden den Container-Code in alle Seiten der Website ein. Danach verbinden Sie das Consent-Tool, legen Tags, Trigger und Variablen an, prüfen alles im Vorschaumodus und veröffentlichen. Ohne vorheriges Messkonzept entsteht schnell ein unübersichtlicher Container.

### Wo finde ich den Google Tag Manager und wie melde ich mich an?

Der Google Tag Manager ist unter tagmanager.google.com erreichbar. Die Anmeldung erfolgt mit einem Google-Konto. Wurde der Container von einer Agentur angelegt, muss diese Ihnen Zugriff erteilen; idealerweise liegt das Konto von Anfang an beim Unternehmen.

### Was ist der Unterschied zwischen Tag Manager und Google Analytics?

Google Analytics misst und wertet aus. Der Tag Manager misst nichts selbst, sondern steuert, welche Messcodes wann geladen werden, darunter auch Google Analytics. Beide werden meist gemeinsam eingesetzt.

### Was ist ein Data Layer?

Der Data Layer (Datenschicht) ist ein Speicherbereich auf der Website, in den die Seite strukturierte Informationen schreibt, etwa eine erfolgreiche Anfrage oder den Warenkorbwert. Der Tag Manager liest diese Informationen aus und gibt sie an die Tags weiter. Das macht Messungen stabiler als das Auslesen von Klicks und Seitenelementen.

### Kann man Änderungen im Tag Manager rückgängig machen?

Ja. Jede Veröffentlichung wird als Version gespeichert, frühere Versionen lassen sich wiederherstellen. Änderungen werden zuvor in Arbeitsbereichen vorbereitet und im Vorschaumodus getestet.
